Glossar

Fachbegriffe rund um Planung und Bauvorbereitung

Kurz erklärt: die Begriffe, die in Bauantrag, Wohnflächenberechnung, Grundriss, Aufmaß und Energieausweis am häufigsten auftauchen — verständlich, ohne Fachchinesisch, mit Verweis auf die passende Leistung.

3D-Laserscanning

Beim 3D-Laserscanning tastet ein Scanner seine Umgebung rotierend ab und zeichnet Millionen Einzelpunkte als räumliche Punktwolke auf, aus der sich Grundrisse, Schnitte und Ansichten ableiten lassen.

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Abgeschlossenheitsbescheinigung

Bestätigung der Bauaufsicht, dass Wohnungen oder Teileigentum baulich klar voneinander abgegrenzt sind — Voraussetzung, um eine Immobilie ins Wohnungsgrundbuch aufzuteilen.

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Abmarkung

Abmarkung ist das dauerhafte Kennzeichnen eines festgestellten Grenzpunkts im Gelände durch ein Grenzzeichen — etwa einen Grenzstein, Bolzen, ein Rohr oder eine Marke.

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Abstandsfläche

Abstandsflächen sind die von Bebauung freizuhaltenden Flächen zwischen einem Gebäude und der Grundstücksgrenze — ihre Tiefe ergibt sich meist aus der Wandhöhe und ist Sache der jeweiligen Landesbauordnung.

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Absteckung

Absteckung ist die Übertragung geplanter Punkte, Achsen und Höhen aus dem Plan in die Örtlichkeit — die Umkehrung des Aufmaßes, das umgekehrt den gebauten Bestand in den Plan überführt.

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Abstellraum

Raum zur Unterbringung von Hausrat, dessen Anrechnung von seiner Lage abhängt: innerhalb der Wohnung gehört er zur Wohnfläche, außerhalb — im Keller oder auf dem Dachboden — ist er Zubehörraum und zählt nicht.

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Abweichung (Bauordnungsrecht)

Gesondert zu beantragende Zulassung, mit der die Bauaufsichtsbehörde von einer Anforderung der Landesbauordnung abrückt — etwa bei Abstandsflächen, Rettungswegen oder Treppenmaßen.

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Achsmaß

Das Achsmaß ist der Abstand zwischen den Mittelachsen zweier Bauteile — etwa zweier tragender Wände, zweier Stützen oder benachbarter Sparren.

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Allgemeines Wohngebiet (WA)

Das allgemeine Wohngebiet ist ein Baugebietstyp der Baunutzungsverordnung, der vorwiegend dem Wohnen dient, daneben aber der Gebietsversorgung dienende Läden, Gaststätten und nicht störende Handwerksbetriebe allgemein zulässt.

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Anbau

Ein Anbau erweitert ein bestehendes Gebäude um zusätzliche Grundfläche, indem neuer Baukörper seitlich angefügt und konstruktiv mit dem Bestand verbunden wird. Weil dabei überbaute Fläche entsteht, ist er in aller Regel genehmigungsbedürftig.

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Architektenstempel

Der Architektenstempel bestätigt, dass eine Berechnung oder Zeichnung von einer bauvorlageberechtigten Person geprüft und fachlich verantwortet wurde — für Banken und Behörden oft Voraussetzung.

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Art der baulichen Nutzung

Die Art der baulichen Nutzung legt fest, wofür ein Grundstück genutzt werden darf — Wohnen, Gewerbe, Handel oder eine Mischung. Ausgedrückt wird sie über den Baugebietstyp der Baunutzungsverordnung.

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Attika

Die Attika ist die über die Dachfläche hochgeführte Wand am Rand eines Flachdachs. Sie fasst den Dachaufbau ein und dient als Höhenbezug, wo ein Gebäude ohne First und Traufe keine klassische Traufhöhe hat.

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Aufenthaltsraum

Bauordnungsrechtlicher Begriff für Räume, die zum nicht nur vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind — die Landesbauordnungen knüpfen daran Mindestanforderungen an Raumhöhe, Tageslicht und Lüftung.

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Auflage (Nebenbestimmung zur Baugenehmigung)

Eine Auflage ist eine Nebenbestimmung zur Baugenehmigung, die dem Bauherrn zusätzlich ein Tun, Dulden oder Unterlassen vorschreibt; die Genehmigung selbst bleibt wirksam, unabhängig davon, ob die Auflage erfüllt wird.

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Auflassungsvormerkung

Die Auflassungsvormerkung ist eine Eintragung in Abteilung II des Grundbuchs, die nach § 883 BGB den Anspruch des Käufers auf Eigentumsübertragung in der Zeit zwischen Beurkundung und Umschreibung sichert.

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Aufmaßskizze

Die Aufmaßskizze ist die vor Ort angefertigte, bewusst maßstabslose Handzeichnung eines Gebäudes, in die während der Vermessung alle gemessenen Maße eingetragen werden.

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Aufriss

Senkrechte Projektion eines Gebäudes von außen — die Ansicht (Fassade), im Unterschied zum Grundriss (waagerechter Schnitt) und zum Schnitt (senkrechter Schnitt durch das Innere).

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Aufstockung

Die Aufstockung erweitert ein Gebäude nach oben — durch ein zusätzliches Geschoss oder durch Anheben beziehungsweise Ersetzen des Dachs. Sie schafft Wohnfläche, ohne zusätzliche Grundfläche zu überbauen.

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Aufteilungsplan

Bauzeichnung, die zeigt, welche Räume zu welcher Eigentumseinheit gehören — Pflichtanlage zur Teilungserklärung, mit Abgeschlossenheitsbescheinigung der Bauaufsicht versehen.

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Ausführungsplanung (Werkplanung)

Die Ausführungsplanung ist die fünfte Leistungsphase der HOAI. Sie übersetzt den genehmigten Entwurf in baufertige Werkpläne, meist im Maßstab 1:50 und mit Detailangaben für die ausführenden Gewerke.

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Außenbereich (§ 35 BauGB)

Als Außenbereich gilt jede Fläche, die weder in einem qualifizierten Bebauungsplan noch in einem im Zusammenhang bebauten Ortsteil liegt; zulässig sind dort nach dem Baugesetzbuch vor allem privilegierte Vorhaben wie land- und forstwirtschaftliche Betriebe.

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Ausstellungsberechtigung (Energieausweis)

Die Ausstellungsberechtigung nach § 88 GEG legt fest, welche Qualifikation jemand nachweisen muss, um Energieausweise und Modernisierungsempfehlungen ausstellen zu dürfen — und für welche Gebäudearten sie jeweils gilt.

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Bauaufsichtsbehörde

Die Bauaufsichtsbehörde ist die staatliche Stelle, die Bauanträge prüft, Baugenehmigungen erteilt und die Einhaltung des Baurechts überwacht — meist beim Landkreis oder der kreisfreien Stadt angesiedelt.

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Baubeginnanzeige

Die Baubeginnanzeige ist die Mitteilung an die Bauaufsichtsbehörde, dass mit den Bauarbeiten begonnen wird; sie ist nach den Landesbauordnungen vor Baubeginn einzureichen, verbreitet etwa eine Woche vorher.

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Baubeschreibung

Die Baubeschreibung erläutert in Textform, was gebaut werden soll und mit welchen Baustoffen und welcher Ausführung — sie ergänzt die zeichnerischen Bauvorlagen um Angaben, die sich nicht zeichnen lassen.

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Baueinstellung

Die Baueinstellung ist die Anordnung der Bauaufsichtsbehörde, die Arbeiten auf einer Baustelle sofort zu stoppen, weil ohne Genehmigung oder abweichend von ihr gebaut wird.

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Baugenehmigung

Die Baugenehmigung ist der behördliche Verwaltungsakt, der ein Bauvorhaben nach Prüfung für rechtmäßig erklärt — sie ist das Ergebnis des Bauantrags, nicht mit ihm identisch.

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Baugesetzbuch (BauGB)

Das Baugesetzbuch ist das Bundesgesetz des Bauplanungsrechts. Es regelt die Bauleitplanung — Flächennutzungsplan und Bebauungsplan — und bestimmt, ob und wofür ein Grundstück überhaupt bebaut werden darf.

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Baugrenze

Linie im Bebauungsplan, die die überbaubare Grundstücksfläche begrenzt — ein Gebäude darf sie nicht überschreiten, aber dahinter zurückbleiben.

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Baulastenverzeichnis

Register der Bauaufsichtsbehörde für Baulasten — freiwillig übernommene öffentlich-rechtliche Verpflichtungen eines Grundstücks, die nicht im Grundbuch stehen.

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Bauleiter

Der Bauleiter ist nach den Landesbauordnungen der am Bau Beteiligte, der darüber wacht, dass die Ausführung der Baugenehmigung und den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht; er ist der Bauaufsichtsbehörde gegenüber zu benennen.

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Bauliche Veränderung (§ 20 WEG)

Eine bauliche Veränderung ist jede Maßnahme am gemeinschaftlichen Eigentum, die über dessen ordnungsmäßige Erhaltung hinausgeht; sie setzt nach § 20 WEG einen Beschluss der Eigentümerversammlung voraus.

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Baulinie

Linie im Bebauungsplan, an die ein Gebäude zwingend heranzubauen ist — im Unterschied zur Baugrenze, die nur eine Obergrenze markiert.

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Baumassenzahl (BMZ)

Die Baumassenzahl (BMZ) gibt nach der Baunutzungsverordnung an, wie viele Kubikmeter Baumasse je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind — sie begrenzt damit das Bauvolumen und nicht die Fläche.

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Baunutzungsverordnung (BauNVO)

Die Baunutzungsverordnung ist die bundesrechtliche Verordnung, die die Baugebietstypen und die dort zulässigen Nutzungen ebenso festlegt wie Maß der baulichen Nutzung und Bauweise; Bebauungspläne verweisen mit Kürzeln wie WR, WA oder MI lediglich auf sie.

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Bauvoranfrage

Verbindliche Vorab-Klärung einzelner Genehmigungsfragen bei der Bauaufsicht, bevor der vollständige Bauantrag eingereicht wird — schneller und günstiger als ein kompletter Antrag.

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Bauvorbescheid

Befristeter Bescheid über einzelne Fragen eines geplanten Vorhabens — meist die grundsätzliche Bebaubarkeit —, den die Bauaufsichtsbehörde auf eine Bauvoranfrage hin erteilt und an den sie im späteren Baugenehmigungsverfahren gebunden ist.

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Bauvorlageberechtigung

Die gesetzlich geregelte Befugnis, Bauvorlagen für einen Bauantrag zu erstellen und zu unterschreiben — nicht jede Planerin und jeder Planer darf das für jedes Vorhaben.

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Bauvorlagen

Sammelbegriff für alle Unterlagen, die einem Bauantrag beizufügen sind — Lageplan, Bauzeichnungen, Baubeschreibung, Berechnungen und Nachweise. Welche im Einzelnen erforderlich sind, regelt die Bauvorlagenverordnung des jeweiligen Bundeslandes.

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Bauweise (offen / geschlossen)

Die Bauweise legt fest, ob Gebäude mit seitlichem Grenzabstand errichtet werden (offene Bauweise) oder ohne ihn direkt an die Nachbargrenze gebaut wird (geschlossene Bauweise).

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Bauzeichnung

Bauzeichnungen sind die maßstäblichen Pläne eines Vorhabens — Grundrisse, Ansichten und Schnitte —, die zusammen mit Lageplan und Baubeschreibung die Bauvorlagen für den Bauantrag bilden.

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Bebauungsplan

Der Bebauungsplan (B-Plan) ist eine gemeindliche Satzung, die verbindlich festlegt, was auf einem Grundstück gebaut werden darf — Art und Maß der Nutzung, Bauweise, Baufenster.

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Bedarfsausweis

Der Bedarfsausweis bewertet den Energiebedarf eines Gebäudes rechnerisch anhand von Bauweise, Dämmung und Anlagentechnik — unabhängig vom tatsächlichen Heizverhalten der Bewohner.

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Befreiung (§ 31 Abs. 2 BauGB)

Ausnahmsweise Zulassung eines Vorhabens, das von den Festsetzungen des Bebauungsplans abweicht. Sie setzt voraus, dass die Grundzüge der Planung nicht berührt werden, einer der gesetzlichen Befreiungsgründe vorliegt und nachbarliche Interessen gewürdigt sind.

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Beleihungswert

Der Beleihungswert ist der Wert, den eine Bank einer Immobilie dauerhaft und vorsichtig als Kreditsicherheit beimisst. Er berücksichtigt nur langfristig nachhaltige Eigenschaften und lässt spekulative Elemente sowie kurzfristige Marktschwankungen ausdrücklich außer Betracht.

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Bemaßung

Bemaßung sind die Maßzahlen und Maßlinien in einer Bauzeichnung, die Längen, Breiten und Abstände exakt angeben — ohne sie bleibt ein Grundriss nur eine maßstäbliche Skizze.

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Beschaffenheitsvereinbarung

Eine Beschaffenheitsvereinbarung ist eine im Kaufvertrag festgelegte Eigenschaft der Immobilie — etwa eine bestimmte Wohnfläche oder eine genehmigte Nutzung —, für die der Verkäufer nach § 434 BGB einsteht.

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Beschluss-Sammlung

Die Beschluss-Sammlung ist das vom Verwalter zu führende, fortlaufend nummerierte Verzeichnis aller Beschlüsse einer Wohnungseigentümergemeinschaft samt der sie betreffenden Gerichtsentscheidungen (§ 24 Abs. 7 WEG).

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Bestandsaufmaß

Ein Bestandsaufmaß ist die messtechnische Erfassung des tatsächlichen Ist-Zustands eines bestehenden Gebäudes — Raumgeometrie, Wandstärken, Öffnungen und Höhen — als Grundlage für maßstäbliche Bestandspläne.

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Bestandsplan

Ein Bestandsplan bildet den tatsächlich vorhandenen Ist-Zustand eines Gebäudes maßstäblich ab und entsteht in der Regel aus einem Aufmaß vor Ort — nicht aus alten Unterlagen.

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Bestandsschutz

Bestandsschutz bedeutet, dass ein rechtmäßig errichtetes Gebäude auch dann weiter genutzt werden darf, wenn sich die Rechtslage später ändert und ein Neubau an gleicher Stelle heute nicht mehr genehmigungsfähig wäre.

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BIM (Building Information Modeling)

BIM ist die Planungsmethode, bei der ein Gebäude als dreidimensionales Datenmodell mit Bauteilinformationen geführt wird statt als Sammlung einzelner Zeichnungen. Grundrisse, Schnitte und Ansichten werden daraus abgeleitet.

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Blower-Door-Test (Luftdichtheitsmessung)

Der Blower-Door-Test ist die Luftdichtheitsmessung der Gebäudehülle nach DIN EN ISO 9972: Ein in eine Tür- oder Fensteröffnung eingesetzter Ventilator erzeugt 50 Pascal Druckdifferenz zur Außenluft, woraus sich die Luftwechselrate n50 ergibt.

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Bodenplatte

Die Bodenplatte ist die flächige Stahlbetongründung, auf der ein nicht unterkellertes Gebäude steht; sie verteilt die Gebäudelasten flächig in den Baugrund und bildet zugleich den unteren Abschluss gegen das Erdreich.

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Bodenrichtwert

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens je Quadratmeter für ein Gebiet mit im Wesentlichen gleichen Nutzungs- und Wertverhältnissen; er wird nach § 196 BauGB vom Gutachterausschuss aus der Kaufpreissammlung abgeleitet.

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Brandschutzkonzept

Das Brandschutzkonzept beschreibt und begründet, wie ein Gebäude die brandschutzrechtlichen Anforderungen erfüllt — von Rettungswegen bis Löschwasserversorgung — und wird bei komplexeren Vorhaben Teil der Bauvorlagen.

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Brüstungshöhe (BRH)

Die Brüstungshöhe ist der Abstand von Oberkante Fertigfußboden bis zur Unterkante der Fensteröffnung; im Grundriss steht sie meist als Kürzel „BRH“ mit Maßangabe am Fenster.

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Bruttogrundfläche

BGF — die Grundfläche eines Gebäudes nach DIN 277, gemessen von Außenkante zu Außenkante der Wände. Deutlich größer als die Wohnfläche, weil Konstruktion mitgezählt wird.

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Dachgaube

Eine Dachgaube ist ein aus der Dachfläche herausragender Aufbau mit eigenem Dach und meist senkrechter Fensterfläche — sie schafft stehende Höhe und zusätzliches Licht im Dachgeschoss.

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Dachneigung

Die Dachneigung ist der Winkel zwischen Dachfläche und Waagerechter, angegeben in Grad. Bebauungspläne setzen sie häufig als zulässige Spanne fest; im Bauantrag wird sie im Schnitt eingetragen.

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Dachschräge

Dachschrägen mindern die anrechenbare Wohnfläche nach einer festen Höhenregel: voll ab zwei Metern Raumhöhe, zur Hälfte zwischen einem und zwei Metern, gar nicht darunter.

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Dachstuhl (Sparren- und Pfettendach)

Der Dachstuhl ist das gesamte Tragwerk eines geneigten Dachs aus Sparren, Pfetten, Balken und Aussteifungen; seine Bauart entscheidet darüber, ob der Dachraum stützenfrei bleibt.

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Denkmalschutz

Denkmalschutz stellt ein Gebäude wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen oder städtebaulichen Bedeutung unter besonderen rechtlichen Schutz — mit spürbaren Folgen für Umbau, Sanierung und Energieausweispflicht.

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Detailplan (Detailzeichnung)

Ein Detailplan zeigt einen kleinen Ausschnitt des Bauwerks in großem Maßstab, etwa 1:20 bis 1:5. Er stellt Anschlüsse und Schichtaufbauten dar, ergänzt Grundriss und Schnitt und ersetzt sie nicht.

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DIN 18202 (Toleranzen im Hochbau)

DIN 18202 legt zulässige Grenzabweichungen für Maße, Winkel, Ebenheit und Lotabweichungen von Bauwerken fest — also, wie weit das gebaute Ist-Maß vom geplanten Soll-Maß abweichen darf, ohne dass ein Mangel vorliegt.

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DIN 277

DIN 277 ist die Norm zur Ermittlung von Grundflächen und Rauminhalten von Bauwerken; sie gliedert ein Gebäude in Brutto-Grundfläche, Konstruktions-Grundfläche und Netto-Raumfläche.

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DIN 283

Bis 1983 gültige und dann ersatzlos zurückgezogene DIN-Norm zur Berechnung von Wohn- und Nutzflächen, die in älteren Kauf- und Mietunterlagen noch als Berechnungsgrundlage genannt wird.

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Drempel

Regionale/fachliche Alternativbezeichnung für den Kniestock — dieselbe Bauteil-Definition, im allgemeinen Sprachgebrauch austauschbar verwendet.

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DWG / DXF (CAD-Dateiformate)

DWG ist das native Zeichnungsformat verbreiteter CAD-Programme, DXF das offene Austauschformat für dieselben Daten. Beide enthalten maßhaltige Vektorgeometrie, die sich weiterbearbeiten und exakt abgreifen lässt.

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Eigentümerversammlung

Die Eigentümerversammlung ist das Beschlussorgan der Wohnungseigentümergemeinschaft: Sie entscheidet über Verwaltung, Erhaltung und bauliche Veränderungen am gemeinschaftlichen Eigentum und wird vom Verwalter einberufen und geleitet.

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Endenergiebedarf

Der Endenergiebedarf ist die rechnerisch ermittelte Energiemenge, die einem Gebäude an seiner Grenze zugeführt werden muss, um Heizung, Warmwasser, Lüftung und gegebenenfalls Kühlung zu decken — angegeben in Kilowattstunden je Quadratmeter Gebäudenutzfläche und Jahr.

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Energieeffizienzklasse

Die Energieeffizienzklasse stuft ein Wohngebäude anhand seines Endenergiekennwerts in eine Skala von A+ bis H ein und macht damit den Energieausweis auf einen Blick vergleichbar.

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Energieverbrauchskennwert

Der Energieverbrauchskennwert ist der aus mindestens drei zusammenhängenden Abrechnungsperioden ermittelte, um Witterung und Leerstand bereinigte Energiekennwert eines Gebäudes und die Grundlage jedes Verbrauchsausweises.

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Entwurfsplanung

Die Entwurfsplanung ist die dritte Leistungsphase der HOAI. Sie arbeitet das Vorhaben zur genehmigungsfähigen Gesamtlösung aus, üblicherweise im Maßstab 1:100 — anders als die Vorplanung, die noch Varianten gegeneinander abwägt.

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Erbbaurecht

Das Erbbaurecht ist das zeitlich befristete, veräußerliche und vererbliche Recht, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu haben; dafür zahlt der Erbbauberechtigte dem Grundstückseigentümer einen laufenden Erbbauzins.

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Erhaltungsrücklage (Instandhaltungsrücklage)

Die Erhaltungsrücklage ist das von der Eigentümergemeinschaft angesparte Vermögen für künftige Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums; seit der WEG-Reform 2020 heißt sie im Gesetz so, umgangssprachlich weiterhin Instandhaltungsrücklage.

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Erhaltungssatzung (§ 172 BauGB)

Eine Erhaltungssatzung nach § 172 BauGB macht in einem räumlich festgelegten Gebiet den Rückbau, die Änderung und die Nutzungsänderung baulicher Anlagen zusätzlich genehmigungspflichtig — unabhängig davon, ob das Vorhaben sonst genehmigungsfrei wäre.

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Erker

Ein Erker ist ein geschlossener, überdachter Vorbau, der über die Fassadenflucht hinausragt und den dahinterliegenden Raum erweitert. Er kann auskragen, also ohne eigene Gründung erst in einem Obergeschoss beginnen.

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Erschließung

Die Anbindung eines Grundstücks an öffentliche Straßen, Wasser, Abwasser und Energie — ohne gesicherte Erschließung ist ein Bauvorhaben nicht genehmigungsfähig.

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Erschließungsbeitrag

Der Erschließungsbeitrag ist die kommunale Abgabe, mit der eine Gemeinde die Anlieger an den Kosten der erstmaligen Herstellung von Straße, Gehweg, Beleuchtung und Entwässerung beteiligt; Rechtsgrundlage sind die §§ 127 ff. Baugesetzbuch.

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Ertragswertverfahren

Das Ertragswertverfahren ermittelt den Wert einer Immobilie aus dem nachhaltig erzielbaren Reinertrag, der mit dem Liegenschaftszinssatz über die Restnutzungsdauer kapitalisiert und um den Bodenwert ergänzt wird.

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Estrich

Der Estrich ist die lastverteilende Schicht auf der Rohdecke, die zusammen mit Dämmung und Bodenbelag den Fußbodenaufbau bildet und die begehbare Oberkante eines Raums festlegt.

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Exposé

Das Exposé ist die Verkaufs- oder Vermietungsunterlage einer Immobilie: Objektbeschreibung, Grundriss, Flächenangaben, Bilder, Lage und Ausstattung, ergänzt um die nach dem Gebäudeenergiegesetz vorgeschriebenen Kennwerte aus dem Energieausweis.

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Fertigmaß

Das Fertigmaß ist das Maß nach Fertigstellung aller Schichten — mit Putz, Estrich und Belägen — und damit das Maß, das sich im fertigen Gebäude nachmessen lässt.

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First (Firsthöhe)

Der First ist die obere, waagerechte Schnittkante zweier geneigter Dachflächen; die Firsthöhe bezeichnet den Abstand von einem festgelegten Bezugspunkt bis zu dieser Kante.

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Flachdach

Das Flachdach ist ein nahezu waagerecht ausgeführtes Dach, das in der Praxis stets ein leichtes Gefälle zur Entwässerung hat.

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Flächennutzungsplan (FNP)

Der Flächennutzungsplan ist der vorbereitende Bauleitplan für das gesamte Gemeindegebiet. Er stellt die beabsichtigte Bodennutzung nur in Grundzügen dar und begründet für Eigentümer kein Baurecht.

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Flurstück

Ein Flurstück ist die kleinste amtlich vermessene Buchungseinheit des Liegenschaftskatasters, eindeutig bezeichnet durch Gemarkung, Flur und Flurstücksnummer.

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Freiflächenplan

Bauvorlage, die die unbebauten Grundstücksflächen zeigt: Bepflanzung, Versiegelung, Stellplätze, Entwässerung — Nachweis, kein Gartenplan.

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Gebäudeeinmessung

Die Gebäudeeinmessung ist die amtliche Vermessung eines neu errichteten oder wesentlich veränderten Gebäudes, damit dessen Umriss in das Liegenschaftskataster und die Flurkarte übernommen wird.

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Gebäudeklasse

Einstufung eines Gebäudes nach Höhe und Nutzungseinheiten (GK 1–5) gemäß Musterbauordnung — bestimmt u. a. Brandschutzanforderungen und ob ein Standsicherheitsnachweis geprüft werden muss.

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Gebäudenutzfläche (AN)

Die Gebäudenutzfläche AN ist die energetische Bezugsfläche im Energieausweis für Wohngebäude. Sie wird bei üblichen Geschosshöhen mit einem festen Faktor aus dem beheizten Gebäudevolumen abgeleitet und umfasst alle beheizten Bereiche — deshalb ist sie regelmäßig größer als die Wohnfläche.

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GEG (Gebäudeenergiegesetz)

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist die seit November 2020 geltende zentrale Rechtsgrundlage für energetische Anforderungen an Gebäude und für die Pflicht zum Energieausweis in Deutschland.

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GEG-Nachweis (Wärmeschutznachweis)

Der GEG-Nachweis, umgangssprachlich Wärmeschutznachweis, ist die rechnerische Bestätigung, dass ein Neubau oder eine energetisch relevante Änderung die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes einhält.

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Geländeaufnahme

Eine Geländeaufnahme ist die Vermessung der Geländeoberfläche eines Grundstücks mit Höhenpunkten und Höhenlinien, bezogen auf ein amtliches Höhensystem.

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Geltungsdauer der Baugenehmigung

Die Geltungsdauer bezeichnet den Zeitraum, in dem eine erteilte Baugenehmigung ausgenutzt werden kann: Wird nicht rechtzeitig mit der Ausführung begonnen oder der Bau zu lange unterbrochen, erlischt sie. Die Fristen setzt die jeweilige Landesbauordnung.

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Gemeindliches Einvernehmen (§ 36 BauGB)

Zustimmung der Gemeinde zu einem Bauvorhaben, die die Bauaufsichtsbehörde einholen muss, wenn sie über die planungsrechtliche Zulässigkeit entscheidet. Sie gilt als erteilt, wenn die Gemeinde sie nicht innerhalb von zwei Monaten nach Eingang des Ersuchens verweigert.

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Gemeinschaftseigentum

Gemeinschaftseigentum sind das Grundstück sowie alle Gebäudeteile, die für Bestand und Sicherheit des Gebäudes erforderlich sind oder dem gemeinschaftlichen Gebrauch dienen — alles also, was nicht Sondereigentum ist.

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Gemeinschaftsfläche

Fläche, die keiner einzelnen Miet- oder Nutzungseinheit exklusiv zugeordnet ist, sondern mehreren Nutzern gemeinsam dient — etwa Foyer, Aufzugsvorraum oder gemeinsam genutzte Sanitärräume.

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Gemeinschaftsordnung

Die Gemeinschaftsordnung ist der Regelungsteil der Teilungserklärung: Sie bestimmt das Innenverhältnis der Wohnungseigentümer — Kostenverteilung, Stimmrecht, Nutzungsbeschränkungen, Sondernutzungsrechte und Zustimmungsvorbehalte.

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Genehmigungsfiktion

Die Genehmigungsfiktion ist die in mehreren Landesbauordnungen verankerte Regel, dass ein Bauantrag als genehmigt gilt, wenn die Bauaufsichtsbehörde nicht innerhalb der gesetzlichen Frist entscheidet — verbreitet sind drei Monate ab Vorliegen vollständiger Bauvorlagen im vereinfachten Verfahren.

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Genehmigungsfreistellung

Verfahren, bei dem ein Vorhaben im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplans ohne Baugenehmigung ausgeführt werden darf, sofern die Gemeinde nicht innerhalb der gesetzten Frist erklärt, dass doch ein Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll.

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Genehmigungsplanung

Die Genehmigungsplanung ist die vierte Leistungsphase der HOAI. Sie bereitet den Entwurf formal für die Behörde auf und erzeugt die einreichfähigen Bauvorlagen — Bauzeichnungen, Baubeschreibung, Nachweise und Formulare.

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Geschossdecke

Die Geschossdecke ist das tragende Bauteil zwischen zwei Geschossen; sie nimmt die Nutzlasten des darüberliegenden Geschosses auf und trennt die Geschosse zugleich in Bezug auf Schall- und Brandschutz.

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Geschossflächenzahl

GFZ — Kennzahl im Bebauungsplan, die die Summe aller Geschossflächen ins Verhältnis zur Grundstücksfläche setzt. Eine GFZ von 0,8 erlaubt bei 600 m² Grundstück 480 m² Geschossfläche insgesamt.

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Geschosshöhe

Die Geschosshöhe ist der Abstand von Oberkante Fertigfußboden eines Geschosses bis Oberkante Fertigfußboden des darüberliegenden Geschosses; sie enthält den gesamten Deckenaufbau.

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Gestaltungssatzung (örtliche Bauvorschrift)

Eine Gestaltungssatzung ist eine kommunale örtliche Bauvorschrift auf Grundlage der Landesbauordnung, die das äußere Erscheinungsbild baulicher Anlagen regelt — etwa Dachform, Dachneigung, Materialien, Farben, Gauben, Einfriedungen und Werbeanlagen.

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Gewerbegebiet (GE)

Das Gewerbegebiet ist ein Baugebietstyp der Baunutzungsverordnung für nicht erheblich belästigende Gewerbebetriebe. Allgemeines Wohnen ist dort unzulässig und allenfalls als betriebsbezogene Wohnung ausnahmsweise möglich.

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Giebel

Der Giebel ist die Wandfläche an der Schmalseite eines Gebäudes, die von den Dachflächen begrenzt wird — beim Satteldach dreieckig. Die Giebelseite liegt quer zur Traufseite und bestimmt mit, wie das Haus zur Straße steht.

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Grenzniederschrift

Die Grenzniederschrift ist das Protokoll über eine Grenzfeststellung oder Abmarkung, in dem die beteiligten Eigentümer den gezeigten Grenzverlauf anerkennen oder ihre Einwendungen erklären.

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Grenzvermessung

Die Grenzvermessung stellt den im Liegenschaftskataster nachgewiesenen Grenzverlauf im Gelände fest und stellt verlorene Grenzpunkte wieder her. Als hoheitliche Vermessung hat ihr Ergebnis rechtliche Verbindlichkeit.

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Grundbuchauszug

Der Grundbuchauszug ist ein amtlicher Ausdruck aus dem Grundbuch und weist Eigentum, Lasten und Rechte an einem Grundstück nach — erhältlich beim zuständigen Amtsgericht, meist nur bei berechtigtem Interesse.

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Grunddienstbarkeit

Eine Grunddienstbarkeit nach § 1018 BGB belastet ein Grundstück zugunsten des jeweiligen Eigentümers eines anderen Grundstücks — sie hängt am Grundstück, nicht an einer Person, und steht in Abteilung II des Grundbuchs.

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Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist eine einmalige Steuer auf den Erwerb eines inländischen Grundstücks. Den Steuersatz legen die Länder fest; er liegt derzeit je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent der Gegenleistung, in aller Regel des Kaufpreises.

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Grundflächenzahl

GRZ — Kennzahl im Bebauungsplan, die angibt, welcher Anteil eines Grundstücks maximal überbaut werden darf. Eine GRZ von 0,4 erlaubt 40 % Bebauung.

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Grundsteuerwert

Der Grundsteuerwert ist der vom Finanzamt festgestellte Wert eines Grundstücks, der seit 2025 als Bemessungsgrundlage der reformierten Grundsteuer dient; aus ihm ergibt sich über Steuermesszahl und kommunalen Hebesatz die Jahressteuer.

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Gutachterausschuss für Grundstückswerte

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte ist ein unabhängiges Gremium bei Kommune, Kreis oder Land, das nach dem Baugesetzbuch die Kaufpreissammlung aller notariellen Kaufverträge führt und daraus die für die Wertermittlung erforderlichen Daten ableitet.

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Handaufmaß

Handaufmaß bezeichnet das manuelle Vermessen eines Gebäudes vor Ort mit Zollstock, Bandmaß und Laserdistanzmessgerät, bei dem jedes Maß einzeln erfasst und in eine Skizze eingetragen wird.

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Hausgeld

Das Hausgeld ist die monatliche Vorauszahlung, die jeder Wohnungseigentümer nach dem beschlossenen Wirtschaftsplan an die Gemeinschaft leistet — ein Vorschuss, der erst mit der Jahresabrechnung endgültig abgerechnet wird.

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Hauswirtschaftsraum (HWR)

Im Grundriss meist als HWR abgekürzter Raum für Waschmaschine, Trockner und Haustechnik; liegt er innerhalb der Wohnung, zählt er zur Wohnfläche, als Waschküche oder Heizungsraum außerhalb der Wohnung dagegen nicht.

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Heizlastberechnung (DIN EN 12831)

Die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ermittelt raumweise, welche Heizleistung ein Gebäude am kältesten Auslegungstag benötigt. Sie ist die Grundlage für die Dimensionierung von Wärmeerzeuger, Heizflächen und Rohrnetz.

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HOAI

Die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) regelt, wie sich Honorare für Planungsleistungen berechnen — seit einem EuGH-Urteil 2021 nur noch als unverbindliche Orientierung, nicht mehr als verbindliche Preisvorschrift.

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Hochparterre

Als Hochparterre bezeichnet man ein Erdgeschoss, dessen Fußboden etwa ein halbes Geschoss über dem Gelände liegt und das über wenige Stufen erschlossen wird — meist die Folge eines nur teilweise eingegrabenen Souterrains darunter.

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IFC (BIM-Austauschformat)

IFC ist das herstellerneutrale, offene Datenformat für den Austausch digitaler Gebäudemodelle zwischen unterschiedlichen BIM-Programmen. Es überträgt Bauteile samt ihrer Eigenschaften, nicht nur Zeichnungsgeometrie.

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II. Berechnungsverordnung (II. BV)

Vorgängerregelwerk der Wohnflächenverordnung: Die §§ 42 bis 44 der Zweiten Berechnungsverordnung regelten bis Ende 2003, wie die Wohnfläche einer Wohnung zu berechnen war.

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ImmoWertV (Immobilienwertermittlungsverordnung)

Die Immobilienwertermittlungsverordnung regelt bundeseinheitlich die Grundsätze und Verfahren zur Ermittlung des Verkehrswerts von Grundstücken; die geltende Fassung ist zum 1. Januar 2022 in Kraft getreten.

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Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)

Der individuelle Sanierungsfahrplan ist ein Beratungsdokument, das ein zugelassener Energieberater nach einer Aufnahme vor Ort erstellt und das die sinnvollen Sanierungsschritte eines Gebäudes in eine aufeinander abgestimmte Reihenfolge bringt.

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Innenbereich (§ 34 BauGB)

Im Zusammenhang bebauter Ortsteil, für den kein Bebauungsplan gilt. Ein Vorhaben ist dort zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, Bauweise und überbauter Grundstücksfläche in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist.

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Jahresabrechnung (WEG)

Die Jahresabrechnung ist die vom Verwalter erstellte Aufstellung aller Einnahmen und Ausgaben der Eigentümergemeinschaft für ein abgelaufenes Wirtschaftsjahr, aus der sich für jede Einheit eine Nachzahlung oder ein Guthaben ergibt.

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Jahresarbeitszahl (JAZ)

Die Jahresarbeitszahl ist das über ein Betriebsjahr ermittelte Verhältnis der von einer Wärmepumpe abgegebenen Wärme zur dafür eingesetzten elektrischen Energie. Eine Jahresarbeitszahl von vier bedeutet vier Kilowattstunden Wärme je Kilowattstunde Strom.

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Katastervermessung

Eine Katastervermessung ist eine hoheitliche Vermessung, deren Ergebnis in das Liegenschaftskataster übernommen wird. Dazu zählen Grenzvermessung, Teilungsvermessung und Gebäudeeinmessung.

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Kaufpreisfaktor (Vervielfältiger)

Der Kaufpreisfaktor, auch Vervielfältiger genannt, ist das Verhältnis von Kaufpreis zur Jahresnettokaltmiete und gibt an, wie viele Jahresmieten für ein Objekt gezahlt werden.

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Kenntnisgabeverfahren

In Baden-Württemberg das Verfahren, bei dem ein Bauvorhaben der Baurechtsbehörde lediglich mitgeteilt wird: Es ergeht keine Genehmigung, und Bauherr sowie Entwurfsverfasser stehen selbst dafür ein, dass alle Vorschriften eingehalten sind.

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KfW-Effizienzhaus (Effizienzhaus-Stufe)

Die Effizienzhaus-Stufe gibt an, wie viel Prozent des Primärenergiebedarfs eines gleich großen Referenzgebäudes ein gefördertes Gebäude höchstens erreichen darf — ein Effizienzhaus 55 also 55 Prozent.

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Klimafaktor (Witterungsbereinigung)

Der Klimafaktor ist ein vom Deutschen Wetterdienst je Postleitzahl und Abrechnungszeitraum veröffentlichter Korrekturwert, mit dem gemessene Heizverbräuche auf ein bundesweites Referenzklima umgerechnet werden.

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Kniestock

Die senkrechte Wand im Dachgeschoss zwischen Geschossdecke und dem Ansatz der Dachschräge — seine Höhe entscheidet direkt über die anrechenbare Wohnfläche.

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Konstruktionsgrundfläche (KGF)

Die Konstruktions-Grundfläche ist nach DIN 277 die Grundfläche aller aufgehenden Bauteile eines Geschosses — Außen- und Innenwände, Stützen, Pfeiler und Schächte.

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Kriechkeller

Niedriger, nicht aufrecht begehbarer Hohlraum unter der Erdgeschossdecke (meist 60–120 cm) — zählt nie zur Wohnfläche, taucht aber in der Flächenaufstellung nach DIN 277 auf.

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Kubatur

Umgangssprachlich für Brutto-Rauminhalt (BRI) nach DIN 277 — das Volumen eines Gebäudes in Kubikmetern, nicht seine Fläche.

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Lageplan

Der amtliche Lageplan zeigt ein Grundstück mit Grenzen, Bebauung und dem geplanten Vorhaben auf Basis der Daten des Liegenschaftskatasters — Pflichtunterlage für so gut wie jeden Bauantrag.

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Landesbauordnung

Die Landesbauordnung (LBO) ist das öffentliche Baurecht auf Länderebene — sie regelt bundeslandspezifisch, was, wie und unter welchen Voraussetzungen gebaut werden darf.

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Laserdistanzmessgerät

Ein Laserdistanzmessgerät ist ein handgeführtes Messgerät, das die Entfernung zu einer Fläche über einen Laserstrahl bestimmt und Einzelstrecken auf wenige Millimeter genau anzeigt.

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Lastenfreistellung

Lastenfreistellung ist die Löschung derjenigen Grundpfandrechte des Verkäufers, die der Käufer nicht übernimmt. Grundlage ist die Löschungsbewilligung der finanzierenden Bank; die Abwicklung organisiert der Notar.

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Lichte Höhe

Der senkrechte Abstand zwischen fertigem Fußboden und fertiger Deckenunterkante eines Raums — die Messgröße, nach der die Wohnflächenverordnung entscheidet, ob eine Grundfläche voll, zur Hälfte oder gar nicht zählt.

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Lichtes Maß

Das lichte Maß ist der freie Abstand zwischen zwei fertigen Bauteiloberflächen — etwa die Raumbreite zwischen den Wänden oder die freie Durchgangsbreite einer Tür.

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Liegenschaftskataster

Das amtliche Verzeichnis aller Grundstücke: Grenzen, Flurstücke, Gebäudebestand. Seine Karte heißt Flurkarte oder Liegenschaftskarte.

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Liegenschaftszinssatz

Der Liegenschaftszinssatz ist der Zinssatz, mit dem Immobilien einer Objektart im Durchschnitt marktüblich verzinst werden. Er wird nach § 21 ImmoWertV von den Gutachterausschüssen aus tatsächlichen Kauffällen abgeleitet und dient im Ertragswertverfahren als Kapitalisierungszinssatz.

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Loggia

Ein in den Baukörper eingerückter, seitlich von Wänden umschlossener und oben überdeckter Außenraum — anders als der Balkon kragt die Loggia nicht vor die Fassade aus.

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Luftraum (Galerie)

Als Luftraum wird die offene Deckenöffnung über einem Raum bezeichnet, der über zwei Geschosse durchgeht — etwa unter einer Galerie. Er hat keine Grundfläche und zählt deshalb nicht zur Wohnfläche; angerechnet wird nur die begehbare Galerieebene selbst.

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Maß der baulichen Nutzung

Das Maß der baulichen Nutzung bestimmt, wie viel auf einem Grundstück gebaut werden darf — über Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl, Baumassenzahl, Zahl der Vollgeschosse und Höhe der baulichen Anlagen.

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Massenermittlung

Massenermittlung ist die Ermittlung von Längen, Flächen und Mengen einer Bauleistung nach den Abrechnungsregeln der VOB/C — im Handwerk ebenfalls „Aufmaß“ genannt, aber Grundlage der Rechnung statt der Bestandsdokumentation.

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Maßstab

Der Maßstab gibt an, in welchem Verhältnis eine Zeichnung gegenüber der Wirklichkeit verkleinert ist — 1:100 bedeutet, ein Zentimeter auf dem Plan entspricht einem Meter am Bauwerk.

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Mietfläche (MF-GIF)

Die nach der Richtlinie MF-GIF der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung ermittelte vermietbare Fläche eines Gebäudes — sie baut auf der DIN 277 auf, betrachtet die Flächen aber aus wirtschaftlicher statt bautechnischer Sicht.

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Milieuschutz (soziale Erhaltungssatzung)

Milieuschutz ist die auf den Erhalt der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung gerichtete Variante der Erhaltungssatzung nach § 172 BauGB; sie macht Modernisierungen, Grundrissänderungen und das Zusammenlegen von Wohnungen im Satzungsgebiet genehmigungspflichtig.

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Mischgebiet (MI)

Das Mischgebiet ist ein Baugebietstyp der Baunutzungsverordnung, der dem Wohnen und der Unterbringung nicht wesentlich störender Gewerbebetriebe gleichrangig dient — die Durchmischung ist Zweck des Gebiets, nicht geduldete Ausnahme.

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Miteigentumsanteil (MEA)

Der Miteigentumsanteil ist der als Bruchteil — meist in Tausendsteln — ausgedrückte Anteil einer Einheit am gemeinschaftlichen Eigentum; er ist untrennbar mit dem Sondereigentum dieser Einheit verbunden.

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Modernisierungsempfehlungen

Modernisierungsempfehlungen sind die kurz gefassten fachlichen Hinweise auf kosteneffiziente energetische Verbesserungen, die der Aussteller nach dem Gebäudeenergiegesetz in den Energieausweis eines Bestandsgebäudes aufnehmen muss, sofern solche Maßnahmen möglich sind.

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Nachbarbeteiligung

Die Nachbarbeteiligung gibt angrenzenden Grundstückseigentümern die Möglichkeit, sich zu einem Bauvorhaben zu äußern, bevor die Behörde entscheidet — Pflicht oder Formsache, je nach Landesbauordnung und Verfahrensart.

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Nachrüstpflichten (GEG)

Nachrüstpflichten sind die vom Gebäudeenergiegesetz unabhängig von einer geplanten Sanierung verlangten Mindestmaßnahmen im Gebäudebestand — allen voran die Dämmung der obersten Geschossdecke nach § 47 GEG.

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Netto-Raumfläche (NRF)

Die Netto-Raumfläche ist nach DIN 277 die Brutto-Grundfläche abzüglich der Konstruktions-Grundfläche — also die tatsächlich von Bauteilen umschlossene Raumfläche eines Geschosses.

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Nichttragende Wand (Trennwand)

Eine nichttragende Wand teilt Räume ab, ohne Lasten aus Decke oder Dach abzutragen; sie trägt nur ihr eigenes Gewicht und lässt sich deshalb in der Regel ohne Eingriff in die Statik versetzen oder entfernen.

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Nichtwohngebäude (GEG)

Nichtwohngebäude sind im Gebäudeenergiegesetz alle Gebäude, die nicht überwiegend dem Wohnen dienen — etwa Büros, Läden, Praxen, Werkstätten, Schulen oder Hotels.

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Nießbrauch

Der Nießbrauch nach § 1030 BGB gibt einer berechtigten Person das umfassende Nutzungsrecht an einer fremden Immobilie — einschließlich des Rechts, sie zu vermieten und die Mieteinnahmen zu behalten.

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Nordpfeil

Der Nordpfeil ist das Symbol, das die Nordrichtung einer Bauzeichnung angibt; ohne ihn lässt sich aus dem Plan nicht ableiten, in welche Himmelsrichtung Räume, Fenster und Freisitze zeigen.

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Normalhöhennull (NHN)

Normalhöhennull (NHN) ist die amtliche Höhenbezugsfläche in Deutschland. Höhenangaben in Lageplänen, Bebauungsplänen und Baugenehmigungen werden als „m ü. NHN“ darauf bezogen.

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Notarieller Kaufvertrag

Ein Kaufvertrag über eine Immobilie bedarf nach § 311b BGB der notariellen Beurkundung; ohne sie ist er formunwirksam. Mit der Beurkundung entsteht der Anspruch auf Eigentumsübertragung, nicht das Eigentum selbst.

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Nutzfläche

Fläche nach DIN 277, die dem eigentlichen Nutzungszweck des Gebäudes dient (Wohnen, Arbeiten, Lagern) — Oberbegriff für Wohnfläche, aber nicht mit ihr identisch.

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Nutzungsschablone

Die Nutzungsschablone ist die kleine Tabelle in der Planzeichnung eines Bebauungsplans, die die Kernfestsetzungen für ein Baugebiet gebündelt anzeigt — Gebietsart, Maß der baulichen Nutzung, Zahl der Vollgeschosse und Bauweise.

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Nutzungsuntersagung

Die Nutzungsuntersagung ist die bauordnungsrechtliche Verfügung, mit der die Bauaufsichtsbehörde die Nutzung eines Raums oder Gebäudes untersagt, weil sie ohne die erforderliche Genehmigung oder abweichend von ihr ausgeübt wird.

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Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI)

Ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI) ist ein freiberuflich tätiger Vermessungsingenieur, dem der Staat hoheitliche Befugnisse übertragen hat: Er darf Katastervermessungen mit derselben amtlichen Wirkung durchführen wie die Katasterbehörde.

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OKFF (Oberkante Fertigfußboden)

OKFF steht für Oberkante Fertigfußboden, also die Höhe des fertigen Bodens einschließlich Estrich und Belag — in Schnitten, Ansichten und Grundrissen der Bezugspunkt aller Höhenangaben.

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Pflichtangaben in Immobilienanzeigen

Wer eine Immobilie in einem kommerziellen Medium zum Verkauf oder zur Vermietung inseriert und zu diesem Zeitpunkt einen Energieausweis besitzt, muss nach § 87 GEG bestimmte Kennwerte daraus bereits in der Anzeige nennen.

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Photogrammetrie

Photogrammetrie ist ein Messverfahren, das aus mehreren überlappenden Fotos eines Objekts dessen Maße und dreidimensionale Form rechnerisch ableitet.

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Planindex (Änderungsstand)

Der Planindex ist die Kennung im Plankopf — etwa „Index c“ oder „Rev. 2“ —, die den Änderungsstand einer Zeichnung festhält. Zwei Pläne mit gleicher Plannummer, aber unterschiedlichem Index sind nicht derselbe Plan.

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Plankopf (Schriftfeld)

Der Plankopf ist das Schriftfeld am Rand einer Bauzeichnung mit Bauvorhaben, Planart, Maßstab, Datum, Planverfasser und Änderungsstand. Nur er sagt verbindlich, was für ein Plan vorliegt — die Zeichenfläche selbst gibt darüber keine Auskunft.

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Primärenergiebedarf

Der Primärenergiebedarf erweitert den Endenergiebedarf um die vorgelagerten Verluste für Gewinnung, Umwandlung und Transport des eingesetzten Energieträgers und ist der Wert, an dem das Gebäudeenergiegesetz die energetische Qualität eines Gebäudes misst.

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Primärenergiefaktor

Der Primärenergiefaktor ist der energieträgerspezifische Multiplikator, mit dem der Endenergiebedarf in den Primärenergiebedarf umgerechnet wird; er bildet den Aufwand für Gewinnung, Umwandlung und Transport eines Energieträgers ab.

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Pultdach

Das Pultdach besteht aus einer einzigen geneigten Dachfläche; an der hohen Seite steht eine volle Wand, sodass im obersten Geschoss nur eine Schräge Fläche kostet.

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Punktwolke

Eine Punktwolke ist das Rohergebnis eines Laserscans oder einer photogrammetrischen Aufnahme: eine Menge von Messpunkten mit je drei Raumkoordinaten und meist einem Farb- oder Intensitätswert.

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Qualifizierter Bebauungsplan

Ein Bebauungsplan ist qualifiziert, wenn er mindestens Festsetzungen zur Art und zum Maß der baulichen Nutzung, zu den überbaubaren Grundstücksflächen und zu den örtlichen Verkehrsflächen enthält.

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Raumbuch

Ein Raumbuch ist eine tabellarische Dokumentation, die jeden Raum eines Gebäudes einzeln mit Nummer, Maßen, Fläche, Oberflächen, Ausstattung und Zustand erfasst.

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Raumstempel

Der Raumstempel ist der Textblock innerhalb eines Raums im Grundriss — Raumbezeichnung, Fläche und je nach Plan zusätzlich Raumnummer oder Bodenbelag.

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Referenzgebäude

Das Referenzgebäude ist ein gedachtes Vergleichsgebäude mit derselben Geometrie, Ausrichtung und Nutzung wie das reale Gebäude, aber mit gesetzlich vorgegebener Bauteil- und Anlagenqualität. Sein Primärenergiebedarf bildet den Maßstab, an dem das reale Gebäude gemessen wird.

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Registriernummer (DIBt)

Die Registriernummer ist die Kennung, die der Aussteller für jeden Energieausweis vor der Übergabe bei der Registrierstelle des Deutschen Instituts für Bautechnik beantragt und die auf dem Ausweis einzutragen ist.

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Reines Wohngebiet (WR)

Das reine Wohngebiet ist der strengste Wohn-Baugebietstyp der Baunutzungsverordnung: Zulässig sind grundsätzlich nur Wohngebäude, alles andere kommt allenfalls ausnahmsweise in Betracht.

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Restnutzungsdauer

Die Restnutzungsdauer ist die Zahl der Jahre, in denen ein Gebäude bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung voraussichtlich noch wirtschaftlich genutzt werden kann. Rechnerisch ergibt sie sich aus der üblichen Gesamtnutzungsdauer abzüglich des Gebäudealters.

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Rettungsweg

Rettungswege sind die baurechtlich vorgeschriebenen Fluchtwege, über die Personen ein Gebäude im Gefahrfall selbstständig verlassen können — jede Nutzungseinheit braucht mindestens einen, meist zwei.

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Ringanker

Ein Ringanker ist ein umlaufendes Zugband aus Stahlbeton oder bewehrtem Mauerwerk in Höhe der Geschossdecke, das die Außen- und tragenden Innenwände eines Geschosses zu einer aussteifenden Einheit zusammenbindet.

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Rohbauabnahme

Die Rohbauabnahme ist die bauaufsichtliche Besichtigung des fertiggestellten Rohbaus, bei der geprüft wird, ob das Gebäude den genehmigten Plänen und den öffentlich-rechtlichen Anforderungen entspricht.

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Rohbaumaß

Das Rohbaumaß ist das Maß eines Bauteils oder einer Öffnung im unverputzten Rohbauzustand — also vor Putz, Estrich und Belägen.

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Sachwertverfahren

Das Sachwertverfahren ermittelt den Wert aus dem Bodenwert und den um die Alterswertminderung reduzierten Herstellungskosten des Gebäudes; das Ergebnis wird anschließend über den Sachwertfaktor an die Marktlage angepasst.

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Sanierungsgebiet

Ein Sanierungsgebiet ist ein von der Gemeinde durch Sanierungssatzung nach § 142 BauGB förmlich festgelegtes Gebiet mit städtebaulichen Missständen; dort werden Bauvorhaben und bestimmte Rechtsgeschäfte zusätzlich sanierungsrechtlich genehmigungspflichtig.

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Satteldach

Das Satteldach besteht aus zwei gegeneinander geneigten Dachflächen, die sich am First treffen; an beiden Giebelseiten steht eine senkrechte Wand statt einer Schräge.

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Scan-to-BIM

Scan-to-BIM bezeichnet den Arbeitsschritt, in dem aus einer Punktwolke ein bauteilorientiertes Gebäudemodell entsteht: Gemessene Punkte werden als Wand, Decke, Fenster oder Stütze interpretiert und mit Eigenschaften hinterlegt.

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Schallschutz

Schallschutz umfasst die baulichen Anforderungen zur Begrenzung von Luft- und Trittschall zwischen Wohneinheiten sowie gegenüber der Umgebung — geregelt vor allem in der DIN 4109.

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Schnitt (Schnittzeichnung)

Der Schnitt ist eine senkrechte Schnittdarstellung durch das Gebäude. Er zeigt Geschosshöhen, Deckenaufbauten, Dachneigung und Treppenverlauf — anders als der Grundriss, der waagerecht schneidet, und die Ansicht, die das Gebäude ungeschnitten von außen zeigt.

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Schraffur

Die Schraffur ist die Flächenfüllung geschnittener Bauteile in einer Bauzeichnung; ihr Muster codiert den Baustoff — Mauerwerk, Beton, Dämmung und Holz werden jeweils unterschiedlich dargestellt.

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Schwarzbau

Als Schwarzbau wird umgangssprachlich eine bauliche Anlage oder Nutzung bezeichnet, die ohne die erforderliche Genehmigung oder abweichend von ihr hergestellt wurde und deshalb keinen Bestandsschutz genießt.

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Sommerlicher Wärmeschutz

Der sommerliche Wärmeschutz ist der bei zu errichtenden Gebäuden vom Gebäudeenergiegesetz geforderte Nachweis nach DIN 4108-2, dass sich Räume im Sommer nicht unzumutbar aufheizen.

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Sonderbau

Bauliche Anlage besonderer Art oder Nutzung — etwa Verkaufsstätte, Versammlungsstätte, Beherbergungsbetrieb, Pflegeeinrichtung oder Hochhaus —, für die die Landesbauordnungen erhöhte Anforderungen und ein umfassendes Genehmigungsverfahren vorsehen.

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Sondereigentum

Sondereigentum ist der Teil einer aufgeteilten Immobilie, der einer einzelnen Eigentümerin oder einem Eigentümer allein gehört — die im Aufteilungsplan bezeichneten Räume einer Einheit samt bestimmter zugehöriger Bauteile.

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Sondereigentum an Freiflächen und Stellplätzen

Seit dem Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz kann nach § 3 Abs. 2 WEG auch an Stellplätzen und an Grundstücksteilen außerhalb des Gebäudes — etwa Gartenflächen oder Außenstellplätzen — echtes Sondereigentum begründet werden.

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Sondernutzungsrecht

Ein Sondernutzungsrecht erlaubt einem Eigentümer, einen bestimmten Teil des Gemeinschaftseigentums allein zu nutzen — etwa Gartenfläche, Kellerraum, Stellplatz oder Terrasse — ohne dass daran Eigentum entsteht.

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Souterrain

Geschoss, dessen Fußboden teilweise unter der Geländeoberfläche liegt; seine Räume zählen nur dann zur Wohnfläche, wenn sie die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an Aufenthaltsräume erfüllen.

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Spekulationsfrist

Die Spekulationsfrist ist der Zeitraum von zehn Jahren zwischen Anschaffung und Verkauf einer Immobilie, innerhalb dessen ein Veräußerungsgewinn nach § 23 EStG als privates Veräußerungsgeschäft der Einkommensteuer unterliegt.

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Spitzboden

Der Spitzboden ist der Raum unmittelbar unter dem First, oberhalb des obersten ausgebauten Geschosses. Als Bodenraum zählt er nicht zur Wohnfläche, solange er die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an Aufenthaltsräume nicht erfüllt.

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Staffelgeschoss

Ein Staffelgeschoss ist ein oberstes Geschoss, das gegenüber den darunterliegenden Geschossen zurückgesetzt ist. Ob es als Vollgeschoss zählt, richtet sich nach der Landesbauordnung und wirkt sich damit auf die zulässige Geschossfläche aus.

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Standsicherheitsnachweis

Rechnerischer Nachweis, dass ein Bauwerk und seine Bauteile die auftretenden Lasten sicher abtragen — bei den meisten Vorhaben Pflichtbestandteil des Bauantrags, erstellt von einer Statikerin oder einem Statiker.

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Steigungspfeil

Der Steigungspfeil ist der Pfeil auf der Treppendarstellung im Grundriss: Er beginnt am Antritt, zeigt zum Austritt und gibt damit die Aufwärtsrichtung im dargestellten Geschoss an.

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Stellplatznachweis

Nachweis im Bauantrag, dass die nach Landesrecht und kommunaler Satzung erforderliche Zahl an Stellplätzen tatsächlich auf dem Grundstück (oder gesichert anderswo) vorhanden ist.

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Sturz (Fenster-/Türsturz)

Der Sturz ist das waagerechte Bauteil über einer Fenster- oder Türöffnung, das die Lasten der darüberliegenden Wand über die Öffnung hinweg seitlich in das angrenzende Mauerwerk ableitet.

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Tachymeter

Ein Tachymeter ist ein Vermessungsinstrument, das zu einem angezielten Punkt Horizontalwinkel, Vertikalwinkel und Strecke in einem Arbeitsgang misst und daraus dessen räumliche Koordinaten berechnet.

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Technikfläche (TF)

Die Technikfläche ist nach DIN 277 der Teil der Netto-Raumfläche, der betriebstechnischen Anlagen dient — etwa Heizzentrale, Lüftungs- und Elektroräume oder der Aufzugsmaschinenraum.

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Teilbaugenehmigung

Genehmigung, mit der die Bauaufsichtsbehörde auf Antrag den Beginn der Bauarbeiten für die Baugrube oder einzelne Bauteile und Bauabschnitte gestattet, bevor über den gesamten Bauantrag entschieden ist.

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Teileigentum

Teileigentum ist Sondereigentum an Räumen, die nach der Teilungserklärung nicht zu Wohnzwecken bestimmt sind — etwa Läden, Büros, Praxen, Lager oder Garagen.

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Teilungserklärung

Notariell beurkundete Erklärung, mit der ein Gebäude rechtlich in einzelne Eigentumswohnungen (Sondereigentum) und Gemeinschaftseigentum aufgeteilt wird — Grundlage für Wohnungseigentum nach WEG.

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Teilungsvermessung

Die Teilungsvermessung ist die Katastervermessung, mit der ein Flurstück in zwei oder mehr neue Flurstücke zerlegt wird — Voraussetzung dafür, dass eine Teilfläche eigenständig verkauft, bebaut und im Grundbuch gebucht werden kann.

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Tekturantrag

Ein Tekturantrag ist der Antrag auf Änderung eines bereits eingereichten oder genehmigten Bauvorhabens, dessen Identität dabei gewahrt bleibt; je nach Region heißt er auch Nachtrags- oder Änderungsantrag.

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Thermische Gebäudehülle

Die thermische Gebäudehülle ist die geschlossene Fläche aus Außenwänden, Dach, Fenstern und unterem Gebäudeabschluss, die den beheizten Bereich eines Gebäudes vom unbeheizten und vom Außenklima trennt.

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Tragende Wand

Eine tragende Wand leitet Lasten aus Decken, Dach und darüberliegenden Geschossen in die Gründung ab und ist damit Teil des Tragwerks.

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Transmissionswärmeverlust

Der Transmissionswärmeverlust ist die Wärme, die durch die Bauteile der Gebäudehülle nach außen abfließt. Als spezifischer Wert bewertet er die Dämmqualität der gesamten Hülle unabhängig von der Anlagentechnik.

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Traufe (Traufhöhe)

Die Traufe ist der untere, tropfende Abschluss einer geneigten Dachfläche, an dem die Dachrinne sitzt; die Traufhöhe misst den Abstand von einem festgelegten Bezugspunkt bis zu dieser Kante.

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Treppenlauf

Der Treppenlauf ist die durchgehende Folge von Stufen zwischen zwei Treppenabsätzen oder Geschossen — im Grundriss erkennbar an der Stufenschraffur mit Richtungspfeil.

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Türanschlag (DIN links / DIN rechts)

Der Türanschlag beschreibt, auf welcher Seite die Bänder einer Tür sitzen und in welche Richtung das Türblatt aufschlägt; im Grundriss zeigt der Viertelkreis am Türsymbol die Schwenkrichtung.

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U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

Der U-Wert gibt an, wie viel Wärmeleistung je Quadratmeter Bauteilfläche und Grad Temperaturunterschied durch ein Bauteil nach außen abfließt, angegeben in Watt je Quadratmeter und Kelvin. Je kleiner der Wert, desto besser dämmt das Bauteil.

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Überbaubare Grundstücksfläche (Baufenster)

Die überbaubare Grundstücksfläche ist der durch Baugrenzen, Baulinien oder Bebauungstiefen abgegrenzte Bereich eines Grundstücks, innerhalb dessen Gebäude errichtet werden dürfen — umgangssprachlich Baufenster.

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Umlageschlüssel (Verteilerschlüssel)

Der Umlageschlüssel ist der Maßstab, nach dem gemeinschaftliche Kosten auf die einzelnen Einheiten verteilt werden — in der Wohnungseigentümergemeinschaft grundsätzlich nach Miteigentumsanteilen, im Mietverhältnis mangels abweichender Vereinbarung nach Wohnfläche.

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Umwandlungsverbot (§ 250 BauGB)

Das Umwandlungsverbot nach § 250 BauGB stellt die Begründung von Wohnungseigentum an bestehenden Mietwohngebäuden in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt unter einen behördlichen Genehmigungsvorbehalt.

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Unterzug

Ein Unterzug ist ein unter der Decke verlaufender Träger, der Deckenlasten dort aufnimmt und in Stützen oder Wände weiterleitet, wo keine durchgehende tragende Wand vorhanden ist.

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Verbrauchsausweis

Der Verbrauchsausweis basiert auf den tatsächlichen Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre — günstiger als der Bedarfsausweis, aber abhängig vom individuellen Heizverhalten der bisherigen Bewohner.

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Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren

Baugenehmigungsverfahren für Vorhaben, die keine Sonderbauten sind, bei dem die Bauaufsichtsbehörde nur einen eingeschränkten Katalog von Vorschriften prüft — im Kern das Bauplanungsrecht und ausdrücklich beantragte Abweichungen statt der gesamten Bauordnung.

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Verfahrensfreies Bauvorhaben

Bauvorhaben, das nach der Landesbauordnung ohne Bauantrag und ohne Genehmigung errichtet werden darf. Die Verfahrensfreiheit betrifft nur das Verfahren — das materielle Baurecht gilt unverändert weiter.

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Verformungsgerechtes Aufmaß

Ein verformungsgerechtes Aufmaß erfasst ein Gebäude in den höchsten Genauigkeitsstufen der Bauaufnahme und zeichnet Schiefwinkligkeit, geneigte Wände, durchgebogene Balken und Krümmungen so auf, wie sie tatsächlich vorliegen.

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Vergleichswertverfahren

Das Vergleichswertverfahren leitet den Wert einer Immobilie aus tatsächlich erzielten Kaufpreisen hinreichend ähnlicher Objekte ab und ist das übliche Verfahren für Eigentumswohnungen, Reihenhäuser und unbebaute Grundstücke.

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Verkaufsgrundriss

Ein Verkaufsgrundriss ist eine für das Exposé aufbereitete Grundrissdarstellung: vereinfacht, meist möbliert und mit Raumnamen sowie Flächenangaben beschriftet.

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Verkehrsfläche

Fläche nach DIN 277, die der Erschließung innerhalb eines Gebäudes dient — Flure, Treppenhäuser, Aufzugsschächte. Weder Wohn- noch Nutzfläche im engeren Sinn.

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Verkehrswert

Der Verkehrswert (Marktwert) ist nach § 194 BauGB der Preis, der zum Wertermittlungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften des Grundstücks zu erzielen wäre — ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse.

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Verkehrswertgutachten

Ein Verkehrswertgutachten ist die schriftlich begründete Wertermittlung eines Sachverständigen nach den Regeln der ImmoWertV, die den Verkehrswert einer Immobilie zu einem bestimmten Stichtag nachvollziehbar herleitet.

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Verwalterzustimmung (§ 12 WEG)

Die Verwalterzustimmung ist die Zustimmung des Verwalters zum Verkauf einer Eigentumswohnung, die viele Teilungserklärungen als Veräußerungsbeschränkung nach § 12 WEG vorsehen; verweigert werden darf sie nur aus wichtigem Grund.

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Vollgeschoss

Ein Geschoss, das über seiner gesamten Fläche (oder einem in der jeweiligen Landesbauordnung definierten Mindestanteil) eine bestimmte lichte Höhe erreicht — zählt zur zulässigen Geschosszahl, ein Nicht-Vollgeschoss meist nicht.

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Walmdach

Beim Walmdach sind alle vier Dachflächen geneigt — es gibt keine senkrechte Giebelwand. Beim Krüppelwalmdach ist nur der obere Teil des Giebels abgewalmt.

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Wandhöhe (WH)

Die Wandhöhe ist das in der jeweiligen Landesbauordnung definierte Höhenmaß einer Außenwand — gemessen von der Geländeoberfläche bis zum oberen Wandabschluss beziehungsweise bis zum Schnitt der Wand mit der Dachhaut.

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Wandnische

Eine Wandnische ist ein Rücksprung in einer Wand. Zur Grundfläche einer Wohnung zählt sie nach der Wohnflächenverordnung nur, wenn sie bis zum Fußboden herunterreicht und größer als 0,13 Quadratmeter ist; Türnischen bleiben stets unberücksichtigt.

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Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke ist eine örtlich begrenzte Stelle der Gebäudehülle, an der mehr Wärme nach außen abfließt als in der angrenzenden Fläche — mit erhöhtem Wärmeverlust und kälterer Oberfläche auf der Innenseite.

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WEG-Verwalter (Hausverwaltung)

Der WEG-Verwalter ist die von der Eigentümerversammlung durch Beschluss bestellte Person oder Firma, die das gemeinschaftliche Eigentum verwaltet, Beschlüsse ausführt sowie Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung erstellt.

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Wegerecht

Ein Wegerecht erlaubt es, ein fremdes Grundstück zu Fuß oder mit Fahrzeugen zu überqueren; privatrechtlich wird es meist als Grunddienstbarkeit in Abteilung II des Grundbuchs gesichert.

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Widerspruch (Baurecht)

Der Widerspruch ist der förmliche Rechtsbehelf gegen einen Baubescheid; er ist in der Regel innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe bei der Behörde einzulegen, die den Bescheid erlassen hat.

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Wintergarten

Ein Wintergarten ist ein verglaster, ans Gebäude angebauter Raum — ob er in der Wohnfläche voll, zur Hälfte oder gar nicht zählt, hängt allein von seiner Beheizung ab.

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Wohnfläche

Die Wohnfläche ist die Summe der anrechenbaren Grundflächen aller Räume, die ausschließlich zu einer Wohnung gehören und Wohnzwecken dienen — bei Verträgen ab 2004 in der Regel ermittelt nach der Wohnflächenverordnung.

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Wohnflächenabweichung

Differenz zwischen der vertraglich angegebenen und der tatsächlich vorhandenen Wohnfläche. Überschreitet sie im Wohnraummietvertrag 10 Prozent zulasten des Mieters, wertet die Rechtsprechung dies als Mangel der Mietsache.

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Wohnflächennachweis

Der Wohnflächennachweis ist die prüffähige Aufstellung einer Wohnflächenberechnung: raumweise Maße, Anrechnungsfaktoren und das angewandte Regelwerk — im Unterschied zur bloßen Quadratmeterzahl, die nur ein Ergebnis behauptet.

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Wohnflächenverordnung

Die WoFlV — deutsche Rechtsverordnung, die verbindlich regelt, wie die Wohnfläche einer Wohnung berechnet wird: welche Räume zählen, wie Dachschrägen, Balkone und Nebenräume angerechnet werden.

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Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG)

Die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) ist der Zusammenschluss aller Eigentümer einer nach dem Wohnungseigentumsgesetz aufgeteilten Immobilie — sie entscheidet gemeinsam über das gemeinschaftliche Eigentum.

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Wohnungsgrundbuch

Das Wohnungsgrundbuch ist das eigene Grundbuchblatt, das das Grundbuchamt für jede Einheit einer aufgeteilten Immobilie anlegt; erst damit entsteht Wohnungseigentum, das einzeln verkauft und belastet werden kann.

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Wohnungsrecht (lebenslanges Wohnrecht)

Das Wohnungsrecht nach § 1093 BGB ist eine beschränkte persönliche Dienstbarkeit, die einer bestimmten Person erlaubt, ein Gebäude oder einen Gebäudeteil unter Ausschluss des Eigentümers zu bewohnen.

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Zubehörraum

Sammelbegriff der Wohnflächenverordnung für Räume, die nicht zur Wohnfläche zählen — insbesondere Kellerräume, Abstellräume und Kellerersatzräume außerhalb der Wohnung, Waschküchen, Bodenräume, Trockenräume, Heizungsräume und Garagen.

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Zweckentfremdung

Die genehmigungswidrige Umwandlung von Wohnraum in eine andere Nutzung — etwa gewerblich oder als Ferienwohnung — in vielen Großstädten durch eine kommunale Satzung genehmigungspflichtig.

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