U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

Der U-Wert gibt an, wie viel Wärmeleistung je Quadratmeter Bauteilfläche und Grad Temperaturunterschied durch ein Bauteil nach außen abfließt, angegeben in Watt je Quadratmeter und Kelvin. Je kleiner der Wert, desto besser dämmt das Bauteil.

Zu unterscheiden ist er von der Wärmeleitfähigkeit Lambda, die eine reine Materialeigenschaft beschreibt. Der U-Wert bewertet dagegen den fertigen Bauteilaufbau mit allen Schichten und Dicken — derselbe Dämmstoff führt je nach Dämmstärke zu ganz unterschiedlichen U-Werten. Bei Fenstern wird zusätzlich zwischen Verglasung, Rahmen und dem Wert für das gesamte Fenster unterschieden.

Eigentümer begegnen dem U-Wert bauteilweise bei der Datenaufnahme für den Energieausweis, in Sanierungsangeboten und in Förderzusagen. Für nachträglich gedämmte oder erneuerte Bauteile setzt das Gebäudeenergiegesetz Höchstwerte, und Förderprogramme verlangen regelmäßig noch schärfere Werte als das Gesetz.

Ein Beispiel ist der Fenstertausch: Eine alte Einfachverglasung liegt in der Größenordnung von fünf Watt je Quadratmeter und Kelvin, eine moderne Dreifachverglasung deutlich unter eins. Ein Grenzfall im Bestand ist die undokumentierte Wandkonstruktion — ist der Aufbau unbekannt, wird der U-Wert aus Baualter und Bauweise abgeschätzt.

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