Traufe (Traufhöhe)

Die Traufe ist der untere, tropfende Abschluss einer geneigten Dachfläche, an dem die Dachrinne sitzt; die Traufhöhe misst den Abstand von einem festgelegten Bezugspunkt bis zu dieser Kante.

Traufhöhe als Abstand vom Bezugspunkt bis zum unteren Dachabschluss First Dachrinne Traufhöhe Bezugspunkt: z. B. Geländeoberfläche Traufe = unterer Abschluss der Dachfläche, hier sitzt die Rinne
Traufhöhe als Abstand vom Bezugspunkt bis zum unteren Dachabschluss

Gemessen wird üblicherweise bis zur Schnittlinie von Außenwand und Dachhaut, nicht bis zur Unterkante der Rinne. Verbindlich ist aber immer die Definition der jeweiligen Landesbauordnung in Verbindung mit den Festsetzungen des Bebauungsplans — Bezugspunkt und Messweise unterscheiden sich von Land zu Land. Von der Wandhöhe unterscheidet sich die Traufhöhe darin, dass sie an das Dach anknüpft und nicht an den oberen Abschluss der Wand als solchen; die Firsthöhe wiederum bezeichnet den höchsten Punkt des Gebäudes.

Praktisch ist die Traufhöhe der Wert, der die von der Straße wahrnehmbare Höhe eines Hauses steuert — und derjenige, an dem Dachausbauten scheitern. Wer den Kniestock erhöht, um im Dachgeschoss Stehhöhe zu gewinnen, hebt den Ansatz der Dachschräge und damit die Traufe mit an. Ist die Traufhöhe im Bebauungsplan ausgereizt, bleibt nur eine Befreiung.

Grenzfall Hanglage: Talseitig ergibt sich eine andere Traufhöhe als bergseitig. Welcher Punkt maßgeblich ist, sollte vor der Planung mit der Bauaufsichtsbehörde geklärt werden.

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