Schraffur

Die Schraffur ist die Flächenfüllung geschnittener Bauteile in einer Bauzeichnung; ihr Muster codiert den Baustoff — Mauerwerk, Beton, Dämmung und Holz werden jeweils unterschiedlich dargestellt.

Schraffuren geschnittener Bauteile: Mauerwerk, Beton, Dämmung, Holz Das Muster codiert den geschnittenen Baustoff Mauerwerk Beton Dämmung Holz Nur geschnittene Bauteile werden schraffiert — Flächen in Ansicht bleiben frei
Schraffuren geschnittener Bauteile: Mauerwerk, Beton, Dämmung, Holz

Schraffiert wird ausschließlich, was die Schnittebene tatsächlich durchtrennt. Bauteile, die darunter oder darüber liegen und nur sichtbar sind — Treppenläufe, Unterzüge, Möblierung —, bleiben ungefüllt und werden mit dünneren oder gestrichelten Linien gezeichnet. Die Grundregeln der Darstellung in Bauzeichnungen sind in DIN 1356-1 festgelegt; im Maßstab 1:100 wird häufig vereinfacht, während Detailpläne die einzelnen Schichten vollständig ausdifferenzieren.

Nicht zu verwechseln ist die Schraffur mit der Farbgebung in Umbauplänen: Diese codiert nicht den Baustoff, sondern den Bauzustand — üblich sind Gelb für Abbruch und Rot für neue Bauteile. Beide Systeme liegen im selben Plan übereinander und beantworten verschiedene Fragen.

Für Eigentümer ist die Schraffur der schnellste Hinweis darauf, womit sie es zu tun haben: Massivwand, Leichtbauwand oder Dämmschicht. Eine Aussage zur Statik ersetzt sie jedoch nicht — eine massiv dargestellte Wand kann eine reine Trennwand sein, und ob eine Wand trägt, klärt erst der Bestands- oder Standsicherheitsnachweis.

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