Attika

Die Attika ist die über die Dachfläche hochgeführte Wand am Rand eines Flachdachs. Sie fasst den Dachaufbau ein und dient als Höhenbezug, wo ein Gebäude ohne First und Traufe keine klassische Traufhöhe hat.

Die Attika als hochgeführte Wand am Rand eines Flachdachs Attika Dachfläche Attikahöhe Ohne First und Traufe dient die Attika als Höhenbezug
Die Attika als hochgeführte Wand am Rand eines Flachdachs

Konstruktiv schützt die Attika den Dachrand: An ihr wird die Abdichtung hochgeführt, sie verdeckt Aufbauten wie Lüftungs- oder Photovoltaikanlagen und übernimmt auf begehbaren Dächern zugleich die Absturzsicherung. Von einer Brüstung unterscheidet sie sich durch die Lage — die Brüstung sichert Balkon, Terrasse oder Fenster, die Attika steht am Rand der Dachfläche selbst.

Genehmigungsrechtlich ist sie ein wiederkehrender Streitpunkt. Setzt der Bebauungsplan eine maximale Wand- oder Gebäudehöhe fest, kommt es darauf an, ob die Oberkante der Attika oder der darunterliegende Wandabschluss das maßgebliche Maß ist — die Landesbauordnungen und die Festsetzung selbst regeln das unterschiedlich.

Bei einem Staffelgeschoss mit umlaufender Attika können die zusätzlichen Zentimeter über der Dachfläche darüber entscheiden, ob die festgesetzte Höhe eingehalten ist. Im Schnitt der Bauvorlagen sollte deshalb bemaßt sein, welcher Punkt als Oberkante gilt.

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