Aufriss
Senkrechte Projektion eines Gebäudes von außen — die Ansicht (Fassade), im Unterschied zum Grundriss (waagerechter Schnitt) und zum Schnitt (senkrechter Schnitt durch das Innere).
In der Bauzeichnung stehen drei Projektionsarten nebeneinander, und ihre Namen werden häufig durcheinandergebracht. Der Grundriss ist ein waagerechter Schnitt durch das Gebäude, etwa einen Meter über dem Fußboden — er zeigt die Raumaufteilung von oben. Der Schnitt ist ein senkrechter Schnitt durch das Innere und zeigt Geschosshöhen, Dachneigung und Konstruktion. Der Aufriss dagegen zeigt gar nichts vom Inneren: Er ist die Außenansicht, also die Fassade, wie sie von einer Seite aus zu sehen wäre.
Je Gebäudeseite gibt es einen eigenen Aufriss (Nord-, Süd-, Ost-, Westansicht). Bauanträge verlangen in der Regel alle vier, weil aus ihnen Traufhöhe, Firsthöhe, Fensteranordnung und Fassadengestaltung hervorgehen — Angaben, die weder Grundriss noch Schnitt liefern.
Beim Bestandsaufmaß ist der Aufriss oft der aufwendigste der drei Plantypen, weil er nicht nur Maße, sondern auch die exakte Gestaltung der Fassade verlangt — Fensterformate, Materialwechsel, Sockelhöhen. Bei einer reinen Wohnflächenberechnung wird er deshalb selten gebraucht, bei einem Bauantrag für einen Anbau oder eine Aufstockung dagegen so gut wie immer.
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