Plankopf (Schriftfeld)
Der Plankopf ist das Schriftfeld am Rand einer Bauzeichnung mit Bauvorhaben, Planart, Maßstab, Datum, Planverfasser und Änderungsstand. Nur er sagt verbindlich, was für ein Plan vorliegt — die Zeichenfläche selbst gibt darüber keine Auskunft.
Von der Legende unterscheidet ihn die Funktion: Die Legende erklärt Signaturen und Schraffuren innerhalb der Zeichnung, der Plankopf beschreibt das Dokument. Aufbau und Inhalt von Schriftfeldern sind in den einschlägigen Zeichnungsnormen geregelt, weshalb Pläne verschiedener Büros dieselben Angaben an derselben Stelle tragen — üblicherweise in der rechten unteren Ecke.
Beim Sichten von Altunterlagen ist der Plankopf deshalb der erste Griff. Aus ihm ergibt sich, ob ein Blatt ein Entwurf, ein eingereichter Bauantragsplan oder eine spätere Werkplanung ist, in welchem Maßstab gemessen werden darf und wer für den Inhalt verantwortlich zeichnet. Ein genehmigter Plan trägt zusätzlich den Genehmigungsvermerk der Behörde.
Ein häufiger Grenzfall sind abfotografierte oder beschnitten eingescannte Pläne ohne Rand. Ohne Plankopf ist ein Blatt für Bauantrag, Wohnflächenberechnung oder Verkauf praktisch wertlos, weil sich weder Maßstab noch Stand belegen lassen — auch dann, wenn die Zeichnung selbst sauber ist.
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