Netto-Raumfläche (NRF)
Die Netto-Raumfläche ist nach DIN 277 die Brutto-Grundfläche abzüglich der Konstruktions-Grundfläche — also die tatsächlich von Bauteilen umschlossene Raumfläche eines Geschosses.
Sie ist das Bindeglied in der Flächensystematik der Norm: Die Brutto-Grundfläche misst das Geschoss von Außenkante zu Außenkante, die Konstruktions-Grundfläche zieht davon Wände, Stützen und Schächte ab, und was übrig bleibt, ist die Netto-Raumfläche. Diese gliedert sich weiter in Nutzungsfläche, Technikfläche und Verkehrsfläche.
Wichtig für das Lesen älterer Unterlagen: Bis zur Normfassung von 2016 hieß dieselbe Größe Netto-Grundfläche (NGF). Wer eine alte und eine neue Flächenaufstellung nebeneinanderlegt, vergleicht bei NGF und NRF also im Kern dieselbe Kategorie unter zwei Namen.
Mit der Wohnfläche ist die Netto-Raumfläche nicht zu verwechseln. Sie wird rein geometrisch aus den lichten Raummaßen gebildet und rechnet jeden Quadratmeter voll an — auch unter einer Dachschräge, auch im Keller, auch im Treppenhaus. Ein Wertgutachten für ein Mehrfamilienhaus weist deshalb eine spürbar größere Netto-Raumfläche aus als die Summe der Wohnflächen aller Wohnungen.
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