Schnitt (Schnittzeichnung)
Der Schnitt ist eine senkrechte Schnittdarstellung durch das Gebäude. Er zeigt Geschosshöhen, Deckenaufbauten, Dachneigung und Treppenverlauf — anders als der Grundriss, der waagerecht schneidet, und die Ansicht, die das Gebäude ungeschnitten von außen zeigt.
Geführt wird der Schnitt dort, wo er am meisten aussagt: durch Treppenhaus, Gauben oder Bereiche mit wechselnden Höhen. Wo er verläuft, ist im Grundriss durch eine Schnittlinie mit Blickrichtungspfeilen gekennzeichnet. Angeschnittene Bauteile erscheinen in kräftiger Linie, dahinterliegende Ansichtsteile dünner.
Für Eigentümer ist der Schnitt die Bauvorlage, aus der Behörde und Planer die lichten Höhen ablesen. Beim Dachausbau hängt an genau diesen Werten, ob ein Raum als Aufenthaltsraum genehmigungsfähig ist, und beim Aufmaß, welcher Anteil der Grundfläche voll, halb oder gar nicht in die Wohnfläche eingeht.
Typischer Fall im Bestand: Aus den Bauakten liegt ein Grundriss vor, ein Schnitt nicht. Für einen Bauantrag zum Dachgeschossausbau reicht das nicht — Kniestockhöhe, Sparrenlage und Deckenaufbau lassen sich aus dem Grundriss nicht rekonstruieren und müssen vor Ort neu aufgemessen werden.
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