Laserdistanzmessgerät

Ein Laserdistanzmessgerät ist ein handgeführtes Messgerät, das die Entfernung zu einer Fläche über einen Laserstrahl bestimmt und Einzelstrecken auf wenige Millimeter genau anzeigt.

Verwechselt wird es regelmäßig mit dem 3D-Laserscanner, weil beide mit Laser arbeiten. Der Unterschied liegt in der Datenmenge: Das Distanzmessgerät liefert genau eine Strecke pro Messung, die jemand notieren und der richtigen Wand zuordnen muss; ein Scanner tastet den Raum rotierend ab und speichert ohne weiteres Zutun Millionen Punkte. Ein Aufmaß mit Distanzmesser bleibt deshalb ein Handaufmaß mit elektronischem Zollstock — es ist kein Laserscan.

Genau daraus erklärt sich der Preisunterschied zwischen einem Laseraufmaß und einer Laservermessung im Angebot. Wer beides für dasselbe hält, vergleicht Leistungen, die sich in Aufwand, Datenumfang und Weiterverwendbarkeit erheblich unterscheiden. Für Eigentümer, die selbst nachmessen möchten, ist das Gerät gleichwohl das sinnvollste Werkzeug: Raumhöhen und lange Strecken lassen sich allein und ohne Leiter erfassen.

Eine praktische Grenze: Der Strahl braucht eine Zielfläche. Über Freiflächen, an Fassaden ohne klaren Reflexionspunkt oder bei starker Sonneneinstrahlung im Freien wird die Messung unsicher — dann hilft eine Zieltafel oder ein anderes Verfahren.

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