Photogrammetrie
Photogrammetrie ist ein Messverfahren, das aus mehreren überlappenden Fotos eines Objekts dessen Maße und dreidimensionale Form rechnerisch ableitet.
Anders als beim Laserscanning wird nicht aktiv gemessen, sondern gerechnet: Die Software erkennt in den Bildern identische Punkte aus verschiedenen Blickwinkeln und bestimmt daraus deren Lage im Raum. Das Ergebnis ist ebenfalls eine Punktwolke, ihre Genauigkeit hängt jedoch stärker von Bildqualität, Überlappung und Belichtung ab. Maßstäblich wird sie erst über bekannte Referenzstrecken oder Passpunkte am Objekt.
In der Praxis begegnet Eigentümern das Verfahren vor allem als Drohnenbefliegung von Dach und Fassade. Dort ist es dem bodengebundenen Scanner überlegen, weil Dachflächen, Gauben und obere Fassadenbereiche ohne Gerüst oder Hubsteiger erfasst werden — etwa für ein Dachaufmaß, die Dokumentation von Sturmschäden oder die Planung einer Photovoltaikanlage.
Grenzen zeigen sich bei glatten, gleichförmigen oder spiegelnden Flächen: Eine strukturlose weiße Putzwand oder eine Glasfassade bietet der Software keine wiedererkennbaren Punkte, dort bleiben Lücken im Ergebnis. Kombiniert man beide Verfahren, deckt der Scanner die Innenräume und die Drohne das Dach ab.
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