Transmissionswärmeverlust
Der Transmissionswärmeverlust ist die Wärme, die durch die Bauteile der Gebäudehülle nach außen abfließt. Als spezifischer Wert bewertet er die Dämmqualität der gesamten Hülle unabhängig von der Anlagentechnik.
Der Unterschied zum U-Wert liegt im Bezug: Der U-Wert beschreibt ein einzelnes Bauteil, der Transmissionswärmeverlust fasst alle Bauteile flächengewichtet zusammen und berücksichtigt zusätzlich Wärmebrücken und die Geometrie des Gebäudes. Ein kompakter Baukörper schneidet deshalb besser ab als ein stark gegliederter mit denselben Bauteilqualitäten.
Praktisch relevant wird der Wert als zweite Anforderungsgröße neben dem Primärenergiebedarf — im Gesetz wie in der Förderung. Wer eine Effizienzhaus-Stufe erreichen will, muss beide Bedingungen erfüllen. Der Austausch der Heizung allein genügt dafür nicht: Ohne Verbesserung an Dach, Wand, Fenstern oder Kellerdecke bleibt die Hülle die Bremse.
Ein typischer Fall aus der Sanierungsberatung: Eine neue Wärmepumpe senkt den Primärenergiebedarf deutlich, der Transmissionswärmeverlust bleibt jedoch unverändert, weil an der Hülle nichts geschehen ist. Die angestrebte Förderstufe wird verfehlt, obwohl die Primärenergiezahl für sich genommen passt.
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