DWG / DXF (CAD-Dateiformate)

DWG ist das native Zeichnungsformat verbreiteter CAD-Programme, DXF das offene Austauschformat für dieselben Daten. Beide enthalten maßhaltige Vektorgeometrie, die sich weiterbearbeiten und exakt abgreifen lässt.

Der Unterschied zum PDF oder gescannten Plan ist grundlegend: Diese liefern ein Abbild der Zeichnung, aus dem sich Maße nur über den Maßstab abschätzen lassen. In einer DWG- oder DXF-Datei ist jede Wand als Linie mit Koordinaten hinterlegt — Längen lassen sich direkt abgreifen, Ebenen ein- und ausblenden, Wände verschieben. DXF wählt man, wenn die Datei zwischen Programmen verschiedener Hersteller wandern soll, DWG, wenn beim Empfänger dasselbe CAD-System läuft.

Für Eigentümer entscheidet sich daran, was ein einmal bezahltes Aufmaß später noch wert ist. Wer nur ein PDF erhält, muss für jede weitere Planung — Energieberatung, Umbauentwurf, Exposé-Grundriss — erneut digitalisieren oder nachmessen lassen. Das Lieferformat gehört deshalb ausdrücklich in die Beauftragung.

Ein Grenzfall sind PDF-Dateien, die aus CAD exportiert wurden: Sie enthalten zwar Vektoren, aber keine Bauteilstruktur. Der Import in ein CAD-Programm erzeugt eine Ansammlung loser Linien, kein bearbeitbares Modell.

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