Baulinie

Linie im Bebauungsplan, an die ein Gebäude zwingend heranzubauen ist — im Unterschied zur Baugrenze, die nur eine Obergrenze markiert.

Baulinie — an sie muss zwingend herangebaut werden Baulinie falsch bleibt zurück richtig baut auf der Linie falsch überschreitet Straße zwingend heranbauen — anders als bei der Baugrenze
Baulinie — an sie muss zwingend herangebaut werden

Während eine Baugrenze nur festlegt, wie weit ein Gebäude maximal reichen darf, verpflichtet eine Baulinie dazu, tatsächlich bis an sie heranzubauen. Sie kommt vor allem dort zum Einsatz, wo die Gemeinde eine geschlossene, einheitliche Straßenfront sichern will — etwa in historischen Ortskernen oder entlang bestimmter Blockränder.

Für die Planung ist das eine harte Vorgabe: Ein Entwurf, der von der Baulinie zurückweicht, ist ebenso unzulässig wie einer, der eine Baugrenze überschreitet. Beide Instrumente werden im Bebauungsplan häufig kombiniert eingesetzt — Baulinie an der Straßenseite, Baugrenze an den übrigen Seiten des Baufensters.

Baulinien sind seltener als Baugrenzen und tauchen vor allem in gewachsenen, dicht bebauten Lagen auf. Bei einem Grundstück ohne erkennbare einheitliche Straßenfront verzichten viele Bebauungspläne ganz auf Baulinien und arbeiten ausschließlich mit Baugrenzen — wer eine Baulinie im eigenen Plan findet, sollte sie deshalb nicht mit der üblicheren Baugrenze verwechseln, die deutlich mehr Spielraum lässt.

Wo Baulinien im Bebauungsplan zu finden sind und wie man sie liest: Bebauungsplan lesen und verstehen.

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