Aufmaßskizze

Die Aufmaßskizze ist die vor Ort angefertigte, bewusst maßstabslose Handzeichnung eines Gebäudes, in die während der Vermessung alle gemessenen Maße eingetragen werden.

Sie ist kein Plan, sondern ein Messprotokoll. Anders als die Bauzeichnung ist sie nicht maßstäblich: Räume werden großzügig verzerrt gezeichnet, damit genug Platz für Maßketten, Wandstärken, Öffnungsbreiten und Höhen bleibt. Gerade diese Verzerrung ist gewollt — sie verhindert, dass später jemand Maße aus der Zeichnung abgreift, statt die notierten Zahlen zu verwenden.

Für Auftraggeber erklärt das, warum die Skizze vom Ortstermin noch kein lieferbarer Grundriss ist: Aus ihr wird anschließend am Rechner der maßstäbliche CAD-Plan konstruiert, einschließlich der Kontrolle von Zugmaßen und Diagonalen. Was in der Skizze fehlt, fehlt auch im Plan und lässt sich nur durch eine zweite Anfahrt nachholen.

Ein typischer Grenzfall: Eine leicht schiefe Außenwand wirkt in der Skizze rechtwinklig, weil nur die Längen notiert wurden. Ohne ein zusätzliches Diagonalmaß lässt sich der Winkel später nicht rekonstruieren — Kontrollmaße gehören deshalb in jede Skizze.

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