Energieeffizienzklasse
Die Energieeffizienzklasse stuft ein Wohngebäude anhand seines Endenergiekennwerts in eine Skala von A+ bis H ein und macht damit den Energieausweis auf einen Blick vergleichbar.
Maßgeblich ist der Endenergiewert in Kilowattstunden je Quadratmeter Gebäudenutzfläche und Jahr: A+ beginnt unterhalb von 30, H liegt oberhalb von 250. Nicht zu verwechseln ist die Klasse mit den KfW-Effizienzhaus-Stufen — diese bewerten den Primärenergiebedarf im Verhältnis zu einem Referenzgebäude und sind eine Förderkategorie, keine Angabe im Energieausweis. Für Nichtwohngebäude sieht das Gebäudeenergiegesetz keine Effizienzklassen vor.
In kommerziell veröffentlichten Immobilienanzeigen für Wohngebäude ist die Klasse anzugeben. Käufer und Makler nutzen den Buchstaben als schnelle Einordnung des Sanierungsbedarfs; entsprechend deutlich wirkt er sich auf Vermarktung und Preisverhandlung aus.
Ein Grenzfall entsteht an den Klassengrenzen: Weil die Skala in Stufen springt, kann eine kleine Änderung des Kennwerts — etwa durch eine korrigierte Gebäudenutzfläche — ein Haus von D nach C heben. Ein Fehler in der Flächenermittlung verschiebt damit nicht nur eine Zahl, sondern den Buchstaben im Exposé.
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