Bodenplatte
Die Bodenplatte ist die flächige Stahlbetongründung, auf der ein nicht unterkellertes Gebäude steht; sie verteilt die Gebäudelasten flächig in den Baugrund und bildet zugleich den unteren Abschluss gegen das Erdreich.
Vom Streifenfundament unterscheidet sie die Art der Lastabtragung: Streifenfundamente führen die Lasten linienförmig unter den tragenden Wänden ab, die Bodenplatte verteilt sie über die gesamte Grundfläche. In der Praxis werden beide oft kombiniert. Bei unterkellerten Gebäuden übernimmt die Kellersohle diese Aufgabe — die Bodenplatte im engeren Sinn entfällt dann, und die thermische Trennung liegt in der Kellerdecke.
In jeder Baubeschreibung steht deshalb, wie die Platte aufgebaut ist: Dicke, Bewehrung, Abdichtung gegen Feuchtigkeit und die Lage der Dämmung ober- oder unterhalb. Für die Energieberatung ist die Bodenplatte ein Bauteil der thermischen Gebäudehülle und wird bei der Datenaufnahme mit Fläche und Aufbau erfasst; ihr Wärmedurchgang geht in die Bilanz des Gebäudes ein.
Beim Anbau wird sie zur ersten Planungsfrage: Der neue Gebäudeteil braucht eine eigene, frostfrei gegründete Platte, die setzungsarm an den Bestand anschließt. Als Grenzfall gilt die ungedämmte Altbau-Bodenplatte — sie nachträglich zu ertüchtigen, ist nur von oben und mit Verlust an Raumhöhe möglich.
Bauantrag anfragen
Verbindlich, digital und ohne versteckte Kosten — jetzt bauantrag bei Planprofi24 beauftragen.
