Jahresarbeitszahl (JAZ)

Die Jahresarbeitszahl ist das über ein Betriebsjahr ermittelte Verhältnis der von einer Wärmepumpe abgegebenen Wärme zur dafür eingesetzten elektrischen Energie. Eine Jahresarbeitszahl von vier bedeutet vier Kilowattstunden Wärme je Kilowattstunde Strom.

Vom COP unterscheidet sie sich grundlegend: Der COP ist ein Prüfstandswert für einen einzelnen genormten Betriebspunkt, also für eine festgelegte Kombination aus Wärmequellen- und Vorlauftemperatur. Die Jahresarbeitszahl umfasst dagegen ein volles Jahr mit allen Außentemperaturen, die Warmwasserbereitung und die Hilfsenergie — und fällt deshalb regelmäßig niedriger aus als der Katalogwert aus dem Prospekt.

Sie ist die Kennzahl, an der Eigentümer die Betriebskosten einer Wärmepumpe ablesen, und sie steht in Angeboten und Förderanträgen; Förderprogramme verlangen den rechnerischen Nachweis von Mindestwerten. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur: Je niedriger sie ausfällt, desto höher die Jahresarbeitszahl — und damit hängt sie unmittelbar am Dämmzustand, den der Energieausweis beschreibt.

Ein Grenzfall ist der ungedämmte Altbau mit alten Heizkörpern: Muss dauerhaft mit hoher Vorlauftemperatur gefahren werden, sackt die Jahresarbeitszahl ab, und aus der rechnerisch günstigen Anlage wird ein teurer Betrieb.

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