Achsmaß
Das Achsmaß ist der Abstand zwischen den Mittelachsen zweier Bauteile — etwa zweier tragender Wände, zweier Stützen oder benachbarter Sparren.
Weil es sich auf gedachte Achsen und nicht auf Oberflächen bezieht, bleibt es von Wandstärken und Putzaufbau unberührt. Genau darin liegt sein Nutzen: Konstruktionsraster, Stützenstellungen und Sparrenabstände lassen sich unabhängig davon festlegen, wie dick ein Bauteil am Ende ausgeführt wird.
Für Flächen ist es dagegen die falsche Größe. Das Achsmaß eines Raums ist immer größer als sein lichtes Maß, weil beidseits die halbe Wandstärke mitgemessen wird: Bei einem Achsmaß von 4,00 Metern und beidseits 24 Zentimeter starken Wänden bleiben lichte 3,76 Meter — und nach Putz noch etwas weniger.
Praktisch wird das beim Nachrechnen älterer Bestandspläne, etwa vor einem Verkauf. Sind die äußeren Maßketten als Achsmaße angelegt, führt das ungeprüfte Addieren zu Flächen, die spürbar über der tatsächlichen Wohnfläche liegen. Ob eine Maßkette Achs-, Rohbau- oder Fertigmaße enthält, ergibt sich aus den Anschlusspunkten der Maßhilfslinien und im Zweifel aus dem Schriftfeld.
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