Planprofi24 in Bochum
Bauantrag, Aufmaß, Grundriss, Wohnflächenberechnung, Nutzungsänderung und Energieausweis für Immobilien in Bochum — digital beauftragt, mit Blick auf die lokalen Zuständigkeiten und Besonderheiten.
Bochum ist als Universitätsstadt mit einer der größten Hochschulen Deutschlands und als Ruhrgebietsstadt im tiefgreifenden Strukturwandel geprägt: Wo früher Zechen und Automobilproduktion den Takt vorgaben, entstehen heute auf ehemaligen Industrieflächen neue Gewerbequartiere, während der Bestand an Bergarbeitersiedlungen und Einfamilienhäusern aus der Nachkriegszeit häufig für Wohngemeinschaften oder studentisches Wohnen umgenutzt wird. Bauanträge, Nutzungsänderungen und Wohnflächenberechnungen sind entsprechend gefragt – von der Aufteilung großer Altbauwohnungen bis zur Umnutzung ehemaliger Gewerbeflächen.
Zuständige Bauaufsichtsbehörde in Bochum
Das Bauordnungsamt der Stadt Bochum im Technischen Rathaus an der Hans-Böckler-Straße bearbeitet Bauanträge, Nutzungsänderungen und Bauvoranfragen zentral für das gesamte Stadtgebiet. Eigenständige Bezirks-Bauämter wie in Berlin oder Hamburg gibt es in Bochum nicht – und, anders als im benachbarten Duisburg, auch keine interne Aufteilung in mehrere Regionalteams: Eine einzige Behörde ist hier für sämtliche Vorgänge zuständig.
Das Amt ist neben der klassischen Bauaufsicht auch erste Anlaufstelle für die planungsrechtliche Einordnung von Vorhaben auf den zahlreichen ehemaligen Zechen- und Industrieflächen der Stadt, bei denen Bebauungspläne im Zuge der Umnutzung häufig neu aufgestellt werden müssen.
Bauordnung und Besonderheiten in Bochum
In mehreren Bochumer Stadtteilen prägen historische Bergarbeitersiedlungen das Ortsbild – die bekannteste ist die Dahlhauser Heide, die Krupp zwischen 1907 und 1915 für die benachbarte Zeche Hannover errichten ließ und die mit rund 780 Wohneinheiten zu den größten Siedlungen dieser Art im Ruhrgebiet zählt. Anders als vielfach angenommen steht sie nicht unter klassischem Denkmalschutz, sondern seit 1980 unter einer eigenen Gestaltungssatzung, die den gartenstadtartigen Charakter und die sichtbaren Gebäudeelemente vor Veränderungen schützt. Bauliche Änderungen müssen dort zusätzlich zur Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW 2018) mit dieser Satzung vereinbar sein.
Ein zweites Kapitel des Bochumer Strukturwandels liegt im Stadtteil Laer: Auf dem Gelände der früheren Zechen Dannenbaum und Bruchstraße hatte Opel ab 1961 sein Werk I errichtet, das Ende 2014 endgültig schloss. Das rund 70 Hektar große Gelände ging Mitte 2015 an die eigens gegründete Entwicklungsgesellschaft Bochum Perspektive 2022 – ein Gemeinschaftsunternehmen von Opel und der Stadt Bochum – und wurde zum Innovationsquartier „Mark 51°7“, in dem heute unter anderem ein großes DHL-Logistikzentrum sowie zahlreiche Technologie- und Mittelstandsunternehmen ansässig sind. Vom Bergbau über den Automobilbau bis zur Logistik: Kaum ein Grundstück in Bochum steht so sehr für den mehrfachen Nutzungswandel derselben Fläche wie dieses.
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