360°-Luftaufnahmen in Bochum — Drohnenflüge zwischen den Kontrollzonen von Dortmund und Essen/Mülheim

Bochum betreibt selbst keinen Verkehrsflughafen und kennt auch keine ausnahmslose Flugverbotszone, wie sie etwa über einem Regierungsviertel gilt. Die Stadt liegt jedoch geografisch fast mittig zwischen zwei benachbarten Flugplätzen: dem Verkehrsflughafen Dortmund (DTM) im Osten und dem Verkehrslandeplatz Essen/Mülheim (EDLE) im Westen. Beide unterhalten eigene geografische Zonen nach § 21h der Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO), und für Dortmund reicht neben der eigentlichen Kontrollzone zusätzlich eine deutlich weiter gefasste Transponderpflichtzone bis in die Nähe des Bochumer Stadtgebiets. Wer für eine Bochumer Immobilie Luftaufnahmen plant, kommt deshalb nicht um eine adressgenaue Prüfung herum, statt sich auf eine pauschale Einschätzung für die ganze Stadt zu verlassen.

Welche Zonen für Luftaufnahmen in Bochum relevant sind

Drei unterschiedliche Konstellationen bestimmen, ob und wie ein Flug in Bochum möglich ist:

  • Reicht die eigentliche, freigabepflichtige Kontrollzone des Flughafens Dortmund an einer konkreten Adresse bis auf Bochumer Gebiet, wird vor dem Start eine Flugverkehrskontrollfreigabe der Deutschen Flugsicherung eingeholt.
  • Innerhalb der weiter gefassten Transponder- und Funkpflichtzone um Dortmund, die einen größeren Bereich als die eigentliche Kontrollzone abdeckt, gelten zusätzliche technische Anforderungen an das Fluggerät – unabhängig davon, ob eine gesonderte Freigabe nötig ist.
  • Im Umfeld des Verkehrslandeplatzes Essen/Mülheim wird zusätzlich berücksichtigt, ob der Platz zum geplanten Zeitpunkt innerhalb seiner Flugplatzverkehrszone aktiv betrieben wird.
Zwischen zwei Flugplätzen – aber ohne pauschale Antwort

Bochums Lage lässt sich weder mit einer Stadt ohne jede Einschränkung noch mit einer Stadt unter einer einzelnen, alles überspannenden Kontrollzone vergleichen. Für Dortmund Airport ist neben der eigentlichen Kontrollzone (Class D, GND bis 2.500 Fuß AMSL) zusätzlich eine Transponder- und Funkpflichtzone mit 12 Nautischen Meilen Radius um einen Bezugspunkt östlich der Stadt eingerichtet – nach überschlägiger Distanzrechnung reicht dieser weitere Radius rechnerisch bis in die Nähe des Bochumer Stadtzentrums und weiter westlich gelegener Teile des Stadtgebiets, während die enger gefasste, tatsächlich freigabepflichtige Kontrollzone selbst nach vorliegenden Quellen näher am Flughafen verbleibt. Auf der Essener Seite wurde die frühere Kontrollzone um den Verkehrslandeplatz Essen/Mülheim zum 20. März 2025 durch eine Flugplatzverkehrszone (ATZ) ersetzt, die vom Boden bis 1.500 Fuß über Normalnull reicht und nur während der Betriebszeiten des Platzes aktiv ist – ihre Reichweite ist grundsätzlich kleiner als die der Dortmunder Zonen und dürfte nach der Entfernung zwischen Essen/Mülheim und dem Bochumer Stadtgebiet allenfalls die westlichsten Randlagen der Stadt berühren. Wo eine Zone im Einzelfall tatsächlich beginnt, lässt sich seriös nur adressgenau anhand der aktuellen DFS- und dipul.de-Daten beantworten, nicht pauschal für „das Bochumer Stadtgebiet“.

Drei Ausgangslagen für Ihre Bochumer Luftaufnahme

Je nachdem, wo die Immobilie liegt, unterscheidet sich der Weg zur Aufnahme:

Lage außerhalb aller bekannten Zonen

Für Teile des Bochumer Stadtgebiets, die weder in Reichweite der Dortmunder Zonen noch der Essen/Mülheimer Flugplatzverkehrszone liegen, genügen die allgemeinen Vorgaben der EU-Drohnenverordnung – eine gesonderte Einzelfreigabe ist hier in aller Regel nicht erforderlich.

Lage innerhalb der Dortmunder Transponder- und Funkpflichtzone

Reicht nur die weiter gefasste Zone, nicht aber die eigentliche Kontrollzone an eine bestimmte Adresse heran, sind vor allem zusätzliche technische Anforderungen an das Fluggerät zu beachten – geprüft wird das objektgenau.

Lage im Umfeld des Verkehrslandeplatzes Essen/Mülheim

Innerhalb der seit März 2025 geltenden Flugplatzverkehrszone wird zusätzlich berücksichtigt, ob der Platz zum geplanten Zeitpunkt in Betrieb ist – die Zone ist nur während der Betriebszeiten aktiv.

Was für Luftaufnahmen in Bochum vorab geklärt wird

Vor dem eigentlichen Flug steht die Prüfung der Rahmenbedingungen:

  • Lage der Immobilie zu allen relevanten Zonen

    Abgleich der Adresse mit Kontrollzone und Transponderpflichtzone von Dortmund Airport sowie der Flugplatzverkehrszone um Essen/Mülheim, anhand der aktuellen digitalen Geozonen-Daten statt einer groben Karteneinschätzung.

  • Freigabe der Deutschen Flugsicherung, falls erforderlich

    Reicht die eigentliche, freigabepflichtige Kontrollzone tatsächlich bis an den Aufnahmeort heran, wird die passende Flugfreigabe vor dem Termin eingeholt.

  • Registrierung und Kompetenznachweis des Piloten

    Je nach Unterklasse der offenen Kategorie sind Betreiberregistrierung und ein passender Kompetenznachweis Voraussetzung für jeden Flug, unabhängig von der Zonenlage.

360°-Luftaufnahmen in Bochum – Beispiele aus der Praxis

Siedlungshaus in der Dahlhauser Heide im Bochumer Süden

Die Lage im Süden der Stadt hält deutlich Abstand zu beiden Nachbarflugplätzen; nach Prüfung der aktuellen Geozonen-Daten ist der Flug in aller Regel ohne besondere Einzelfreigabe möglich.

Mehrfamilienhaus im östlichen Bochumer Stadtgebiet Richtung Dortmund

Vor dem Termin wird anhand der aktuellen Geozonen-Daten geprüft, ob dort bereits die Transponder- und Funkpflichtzone oder sogar die enger gefasste Kontrollzone des Flughafens Dortmund greift.

Gewerbeimmobilie im westlichen Bochumer Stadtgebiet nahe Essen/Mülheim

Innerhalb der seit März 2025 geltenden Flugplatzverkehrszone wird zusätzlich der Flugbetrieb des Platzes berücksichtigt – außerhalb seiner Betriebszeiten stellt sich die Ausgangslage anders dar.

Neubauprojekt auf Ostpark im Stadtteil Laer

Die Lage liegt näher am östlichen Stadtgebiet als viele westliche Bochumer Wohnquartiere; die Zonenprüfung erfolgt trotzdem objektgenau, statt die Entfernung zu Dortmund pauschal zu unterstellen.

So entstehen Ihre Luftaufnahmen für Bochum

Von der Zonenprüfung bis zur fertigen Aufnahme:

  1. Lage der Immobilie prüfen

    Abgleich der Adresse mit den Zonen um Dortmund Airport und den Verkehrslandeplatz Essen/Mülheim.

  2. Freigabe einholen, falls nötig

    Reicht die eigentliche Kontrollzone bis an den Aufnahmeort heran, wird die passende Freigabe vorab beantragt.

  3. Betriebszeiten von Essen/Mülheim berücksichtigen

    Liegt das Objekt innerhalb der dortigen Flugplatzverkehrszone, fließt zusätzlich ein, ob der Platz zum geplanten Zeitpunkt aktiv betrieben wird.

  4. Flugtermin planen und Aufnahmen erstellen

    Unter Berücksichtigung von Wetter, Lichtverhältnissen und einer gegebenenfalls erteilten Freigabe entstehen die 360°-Perspektiven von Gebäude, Grundstück und Umgebung.

  5. Für Exposé und Portale aufbereiten

    In digitaler Auflösung, passend für Immobilienportale und weitere Vermarktungsunterlagen.

Was den Preis für Luftaufnahmen in Bochum beeinflusst

Diese Faktoren spielen eine Rolle:

  • Lage zu Dortmund Airport oder Essen/Mülheim

    Eine Lage innerhalb einer Kontroll-, Transponderpflicht- oder Flugplatzverkehrszone bedeutet zusätzlichen Vorlauf für die Prüfung und gegebenenfalls eine Freigabe.

  • Betriebszeiten von Essen/Mülheim

    In der Nähe des Verkehrslandeplatzes richtet sich der mögliche Flugtermin zusätzlich danach, wann der Platz selbst aktiv genutzt wird.

  • Grundstücksgröße und Umgebung

    Ein großes Grundstück oder eine komplexe Umgebung erfordert mehr Aufnahmen als ein einzelnes Reihenhaus.

  • Wetter- und Lichtabhängigkeit

    Wirkt sich auf die Terminplanung und gegebenenfalls nötige Wiederholungstermine aus.

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