Planprofi24 in Leverkusen
Bauantrag, Aufmaß, Grundriss, Wohnflächenberechnung, Nutzungsänderung und Energieausweis für Immobilien in Leverkusen — digital beauftragt, mit Blick auf die lokalen Zuständigkeiten und Besonderheiten.
Leverkusen ist eine kreisfreie Großstadt mit rund 170.000 Einwohnern im Regierungsbezirk Köln – und zugleich eine der jüngsten deutschen Großstädte: Erst am 1. April 1930 schlossen sich die damalige Stadt Wiesdorf und die Gemeinden Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf zur Stadt Leverkusen zusammen, 1975 kamen im Zuge der kommunalen Neugliederung Opladen, Bergisch Neukirchen und der Monheimer Ortsteil Hitdorf hinzu. Ihren Namen verdankt die Stadt nicht, wie man wegen Bayer 04 Leverkusen und dem Bayer-Konzernsitz vermuten könnte, dem Chemiekonzern selbst, sondern dem Chemiker und Fabrikanten Carl Leverkus, dessen Farbenfabrik am Rhein zur Keimzelle des heutigen Bayer-Werks wurde. Bis heute gliedert sich die Stadt in 13 Stadtteile mit jeweils eigenem Ortskern statt in ein einzelnes gewachsenes Zentrum – entsprechend unterschiedlich fällt der Baubestand aus, wenn es um Bauantrag, Aufmaß oder Wohnflächenberechnung geht.
Zuständige Bauaufsichtsbehörde in Leverkusen
Zuständig für Bauanträge, Bauvoranfragen und Nutzungsänderungen in Leverkusen ist der Fachbereich 63 – Bauaufsicht im Dezernat V (Planen und Bauen) der Stadtverwaltung. Weil Leverkusen kreisfrei ist, deckt dieser eine städtische Fachbereich als untere Bauaufsichtsbehörde das gesamte Stadtgebiet ab – trotz drei Stadtbezirken und 13 Stadtteilen gibt es keine geografische Aufteilung nach Bezirken. Intern gliedert sich der Fachbereich stattdessen nach Aufgaben: Die Abteilung 630 übernimmt die Bauverwaltung, die Abteilung 631 bündelt Bauaufsicht und Denkmalpflege in einer Hand.
Fachlich übergeordnet ist die Bezirksregierung Köln als obere Bauaufsichtsbehörde, die zugleich für die drei anderen kreisfreien Städte des Regierungsbezirks – Köln, Bonn und Aachen – zuständig ist. Für den einzelnen Bauantrag, die Bauvoranfrage oder eine Nutzungsänderung in Leverkusen bleibt jedoch durchgehend der städtische Fachbereich 63 der richtige Ansprechpartner, unabhängig davon, in welchem der drei Stadtbezirke das Grundstück liegt.
Bauordnung und Besonderheiten in Leverkusen
Grundlage für Bauvorhaben ist wie im gesamten Land die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW). Eine Ausnahme bildet der Chempark Leverkusen im Osten der Stadt, das frühere Bayerwerk: Die dortigen industriellen Betriebsbereiche des Betreibers Currenta gelten als Störfallbetriebe und werden nicht über ein gewöhnliches Baugenehmigungsverfahren der städtischen Bauaufsicht, sondern immissionsschutzrechtlich nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) durch die Bezirksregierung Köln genehmigt und überwacht. Mit rund 450 Beschäftigten an den drei Chempark-Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen unterhält der Betreiber zudem eine der größten Werkfeuerwehren Deutschlands.
Enger mit der klassischen Bauaufsicht verzahnt sind die denkmalgeschützten Bayer-Werkssiedlungen im Stadtteil Wiesdorf: Zwischen 1895 und 1925 ließ der Konzern dort für seine Beschäftigten mehrere Kolonien nach Prinzipien der Gartenstadtbewegung errichten, an der Kolonie II („Anna“) war maßgeblich das Essener Architekturbüro Georg Metzendorf beteiligt. Die Kolonien II („Anna“), III („Johanna“) und die Kolonie Eigenheim stehen heute unter Denkmalschutz und zählen zu den ersten als Baudenkmal erfassten Industriearbeitersiedlungen im Rheinland – Umbauten oder Nutzungsänderungen an den Häusern benötigen dort zusätzlich zur Baugenehmigung die Zustimmung der Denkmalpflege.
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