Bauzeichnung in Leverkusen — der koordinierte Plansatz für Fachbereich 63
Wer beim Fachbereich 63 einen Bauantrag stellt, liefert keine einzelne Zeichnung ab, sondern einen zusammenhängenden Plansatz: Grundriss, mindestens ein Schnitt und die Ansichten der betroffenen Fassaden, alle im selben Maßstab und so gezeichnet, dass Maße und Bauteile zwischen den Blättern übereinstimmen. Form und Detailtiefe schreibt die BauPrüfVO NRW vor, während sich das Amt bei Umbauten zusätzlich eine klare Trennung zwischen Bestand und Neuplanung wünscht. Für die denkmalgeschützten Bayer-Werkssiedlungen in Wiesdorf ergibt sich daraus ein praktischer Vorteil: Weil Bauaufsicht und Denkmalpflege beide in der Abteilung 631 desselben Fachbereichs sitzen, bleibt die Abstimmung über eine geplante Fassadenänderung eine interne Angelegenheit, statt zwei getrennte Behörden zusammenzubringen.
- Diese Angaben verlangt die BauPrüfVO NRW von Ihrer Bauzeichnung
- Woher der Plansatz seine Grundlage nimmt
- Was zu einem einreichfertigen Plansatz in Leverkusen dazugehört
- Bauzeichnungen in Leverkusen – Beispiele aus der Praxis
- So entsteht Ihr Plansatz für Leverkusen
- Was den Preis für eine Bauzeichnung in Leverkusen beeinflusst
Diese Angaben verlangt die BauPrüfVO NRW von Ihrer Bauzeichnung
Eine Zeichnung gilt erst dann als vollständige Bauvorlage, wenn sie mehr zeigt als bloße Wände und Maße:
- Grundriss, Schnitt und Ansicht sind im Regelmaßstab 1:100 zu bemaßen – ein größerer Maßstab kommt nur bei entsprechendem Detailbedarf infrage.
- Bei einem Eingriff in ein bestehendes Gebäude ist zwischen erhaltenen, entfernten und neuen Bauteilen eindeutig zu unterscheiden.
- Bauordnungsrechtlich bedeutsame Details – etwa Aufzugsschächte, Lüftungsleitungen oder Installationsschächte – gehören in den Grundriss.
- Zeigt die Ansicht das Vorhaben zusammen mit der unmittelbaren Nachbarbebauung, wechselt der Maßstab auf 1:200.
Anderswo müssen sich Bauaufsicht und Denkmalschutz erst über getrennte Ämter hinweg abstimmen, bevor über ein Vorhaben an einem geschützten Gebäude entschieden wird. In Leverkusen entfällt dieser Umweg: Der Fachbereich 63 bündelt beide Aufgaben, die Bauverwaltung in Abteilung 630, Bauaufsicht und Denkmalpflege gemeinsam in Abteilung 631. Reicht jemand einen Plansatz für ein Haus der Kolonien II, III oder Eigenheim ein, prüft dieselbe Abteilung sowohl die bauordnungsrechtliche Zulässigkeit als auch die Vereinbarkeit mit dem Erhalt der historischen Fassade – amtsintern, ohne eine weitere Behörde einzuschalten. Wer plant, sollte trotzdem von Anfang an mit einer zusätzlichen Dokumentation bestehender Fassadendetails rechnen, denn die kürzere Abstimmung ersetzt nicht die inhaltliche Prüfung.
Woher der Plansatz seine Grundlage nimmt
Ob ein Neubau geplant oder in Bestehendes eingegriffen wird, entscheidet, worauf sich Grundriss, Schnitt und Ansicht stützen:
Neubau aus einer durchgehenden Planung
Bei einem Neubau, etwa in Hitdorf am Rhein, entstehen alle drei Zeichnungen gemeinsam und sind von Beginn an aufeinander abgestimmt.
Umbau eines Hauses in den Bayer-Werkssiedlungen
Hier steht zunächst eine verlässliche Bestandsaufnahme, gegen die sich beseitigte und neue Bauteile eindeutig abgrenzen lassen – ergänzt um eine detailliertere Fassadendokumentation für die Abteilung 631.
Was zu einem einreichfertigen Plansatz in Leverkusen dazugehört
Der Fachbereich 63 verlangt mehr als eine einzelne Zeichnung:
- Grundrisse sämtlicher Geschosse
Bemaßt im Maßstab 1:100, ergänzt um die bauordnungsrechtlich geforderten Detailangaben.
- Schnitt und Ansichten im Gleichlauf mit dem Grundriss
Gleicher Maßstab und dieselbe Darstellungsweise, damit keine Abweichung zwischen den Blättern Rückfragen auslöst.
- Amtlicher Lageplan
Ordnet das Vorhaben dem betroffenen Flurstück zu.
- Fassadendokumentation bei Denkmalschutz
Für die Bayer-Werkssiedlungen erwartet die Abteilung 631 häufig zusätzliche Angaben zu Material und Gliederung der Bestandsfassade.
- Baubeschreibung
Erläutert Nutzung, Konstruktion und Ausführung des Vorhabens in Textform, ergänzend zu den Zeichnungen des Plansatzes.
Bauzeichnungen in Leverkusen – Beispiele aus der Praxis
Neubau eines Mehrfamilienhauses in Hitdorf am Rhein
Der komplette Plansatz entsteht parallel zur übrigen Planung, durchgängig im Maßstab 1:100.
Anbau an ein Haus der Kolonie III („Johanna“)
Weil die vorhandene Bauakte den heutigen Zustand nicht zuverlässig zeigt, entsteht die Bestandsgrundlage per Aufmaß – die Abteilung 631 prüft anschließend amtsintern die Vereinbarkeit mit dem Denkmalschutz.
Dachgeschossausbau in Schlebusch
Ein zusätzliches Vollgeschoss verändert die Zeichnung an mehreren Stellen; Grundriss und Schnitt müssen die Ein- und Zwei-Meter-Linien unter der Dachschräge widerspruchsfrei zeigen.
Anbau in geschlossener Reihenbebauung in Opladen
Weil das Vorhaben zusammen mit angrenzenden Häusern dargestellt werden muss, wechselt die Ansicht auf den Maßstab 1:200.
Erweiterung eines Gewerbebaus in Rheindorf
Neben dem üblichen Plansatz braucht es hier eine Baubeschreibung, die auf etwaige gewerbliche Anlagen im Gebäude eingeht.
Wintergarten-Anbau in Bergisch Neukirchen
Auch ein vergleichsweise kleines Vorhaben braucht einen vollständigen, in sich stimmigen Plansatz statt einer isolierten Einzelzeichnung.
So entsteht Ihr Plansatz für Leverkusen
Von der ersten Bestandsaufnahme bis zur einreichfertigen Zeichnung:
- Grundlage klären
Bauakte beim Fachbereich 63 prüfen oder, wo nötig, den Bestand vor Ort aufnehmen.
- Grundrisse zeichnen
Bemaßt im Maßstab 1:100, versehen mit allen von der BauPrüfVO NRW verlangten Detailangaben.
- Schnitt und Ansichten anpassen
Konsequent an die Grundrisse angeglichen, damit Maße und Bauteile in jedem Blatt übereinstimmen.
- Bestand und Neuplanung kenntlich machen
Bei Umbauten zwingend, bei den Bayer-Werkssiedlungen ergänzt um Fassadendokumentation für die Denkmalpflege.
- Einreichung vorbereiten
Der fertige Plansatz geht zusammen mit Lageplan und Baubeschreibung an den Fachbereich 63.
Was den Preis für eine Bauzeichnung in Leverkusen beeinflusst
Der Ausgangspunkt bestimmt den Aufwand mehr als das reine Papier. Vier Punkte fallen besonders ins Gewicht:
- Neubau oder Eingriff in den Bestand
Eine laufende Neubauplanung liefert den Plansatz meist schneller als die Anpassung an ein Gebäude mit unklarer Vorgeschichte.
- Verfügbarkeit einer verwertbaren Bauakte
Fehlt eine brauchbare Akte, wird zunächst ein Aufmaß-Termin nötig.
- Denkmalschutz-Dokumentation
Bei den Bayer-Werkssiedlungen kommt die zusätzliche Fassadendokumentation für die Abteilung 631 hinzu.
- Größe und Struktur des Vorhabens
Geschosszahl und Zahl der beteiligten Bauteile bestimmen den Umfang des fertigen Plansatzes.
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