Planprofi24 in Kiel
Bauantrag, Aufmaß, Grundriss, Wohnflächenberechnung, Nutzungsänderung und Energieausweis für Immobilien in Kiel — digital beauftragt, mit Blick auf die lokalen Zuständigkeiten und Besonderheiten.
Kiel ist als Landeshauptstadt und größte Stadt Schleswig-Holsteins ein baulicher Sonderfall an der Ostseeküste: Die Lage rund um die Kieler Förde begrenzt die verfügbaren Bauflächen spürbar, während eine wachsende Hochschulstadt mit mehreren zehntausend Studierenden und ein seit Jahren angespannter Wohnungsmarkt die Nachfrage nach Wohnraum weiter erhöhen. Mit dem 2026 beschlossenen Kieler Baulandmodell reagiert die Stadt auf diesen Druck – für Bauherren, Käufer und Vermieter bedeutet das mehr Auflagen, aber auch mehr Planungssicherheit bei Bauantrag, Aufmaß und Wohnflächenberechnung.
Zuständige Bauaufsichtsbehörde in Kiel
Zuständige untere Bauaufsichtsbehörde für das gesamte Stadtgebiet ist das Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel mit Sitz Fleethörn 9. Anders als in bezirklich organisierten Großstädten gibt es in Kiel nur eine zentrale Anlaufstelle für Bauanträge, Bauvoranfragen, Bauberatung und das Bauaktenarchiv – unabhängig davon, in welchem der 30 Kieler Stadtteile das Vorhaben liegt.
Seit September 2025 können Bauanträge über ein neues digitales Antragsportal eingereicht werden: Das vereinfachte und das umfassende Genehmigungsverfahren sowie Bau- und Nutzungsbeginnanzeigen laufen darüber vollständig digital, mit rechtssicherer Kommunikation zwischen Antragstellenden und Amt und ohne Postweg. Die Anmeldung erfolgt über die BundID oder ein ELSTER-Unternehmenskonto.
Bauordnung und Besonderheiten in Kiel
Grundlage ist die Landesbauordnung Schleswig-Holstein (LBO), die zuletzt zum 5. Juli 2024 umfassend novelliert wurde – unter anderem wurden die Anforderungen an die lichte Raumhöhe abgesenkt und der Brandschutz für Solaranlagen sowie die Regeln für Wärmepumpen und kleine Windenergieanlagen gelockert, um das Bauen im Bestand zu erleichtern.
Eine Besonderheit, die es so nur in Kiel gibt, ist das städtische Hochhauskonzept: Seit 2018 untersucht die Landeshauptstadt in einem breiten Beteiligungsverfahren, wo hohe Gebäude im Kieler Stadtbild vertretbar sind und wo nicht – Ziel ist es, die Sichtachsen auf die Förde und die charakteristische Stadtsilhouette vom Wasser aus zu schützen. Wer in Kiel ein höheres Gebäude plant oder eine bestehende Immobilie in Förde-Nähe erweitert, sollte prüfen, ob das Grundstück in einem der im Hochhauskonzept ausgewiesenen Ausschluss- oder Potenzialbereiche liegt, da dies zusätzlich zur regulären Bauantragsprüfung relevant wird.
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