Planprofi24 in Duisburg
Bauantrag, Aufmaß, Grundriss, Wohnflächenberechnung, Nutzungsänderung und Energieausweis für Immobilien in Duisburg — digital beauftragt, mit Blick auf die lokalen Zuständigkeiten und Besonderheiten.
Duisburg ist als Standort des größten Binnenhafens Europas und traditionsreicher Stahlstandort geprägt von einem ungewöhnlich hohen Anteil ehemaliger Industrie- und Hafenflächen, die in den vergangenen Jahrzehnten für Wohnen, Gewerbe und Logistik umgenutzt wurden. Zugleich ist die Stadt durch die Eingemeindung einst selbstständiger Orte wie Hamborn, Ruhrort oder Rheinhausen stark in einzelne Stadtteile mit sehr unterschiedlichem Baubestand gegliedert – von gründerzeitlichen Wohnvierteln bis zu Siedlungsbauten der Montanindustrie. Bauanträge, Nutzungsänderungen und Aufmaße bewegen sich hier oft im Spannungsfeld von Bestandsschutz, Altlasten und neuer Nutzung.
Zuständige Bauaufsichtsbehörde in Duisburg
Zuständig für Bauanträge in Duisburg ist das Amt für Baurecht und betrieblichen Umweltschutz der Stadtverwaltung, in dem die Untere Bauaufsicht und die Untere Denkmalbehörde organisatorisch zusammengefasst sind. Anders als bei den Berliner Bezirksämtern handelt es sich um eine einzige städtische Behörde – die Bearbeitung ist jedoch intern nochmals in Bauaufsicht Nord und Bauaufsicht Süd aufgeteilt.
Diese Zweiteilung spiegelt die ungewöhnliche Stadtgeographie wider: Duisburg erstreckt sich über gut 25 Kilometer von Walsum im Norden bis in die südlichen Stadtteile und ist aus zahlreichen ehemals eigenständigen Gemeinden zusammengewachsen. Welches Team einen Bauantrag bearbeitet, richtet sich allein nach der Lage des Grundstücks im Stadtgebiet.
Bauordnung und Besonderheiten in Duisburg
Wie stark sich die Flächennutzung in Duisburg wandeln kann, zeigt das Beispiel Rheinhausen: Auf dem rund 265 Hektar großen Gelände des 1993 endgültig stillgelegten Krupp-Stahlwerks Friedrich-Alfred-Hütte entstand nach umfangreicher Sanierung der Logistikstandort „Logport I“, der heute als Schnittstelle zwischen Schiff, Schiene und Lkw rund 4.000 Arbeitsplätze bietet. Rechtlich gilt für Bauvorhaben in Duisburg, wie im gesamten Land, die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW 2018) – die Duisburger Besonderheit liegt weniger im Gesetzestext selbst als im schieren Umfang solcher Flächenkonversionen zwischen Hafen, Stahlindustrie und neuer Nutzung.
Wegen der langen Industrie- und Hafengeschichte der Stadt führt Duisburg zudem ein eigenes Altlastenverdachtsflächenkataster, das auf Kartenmaterial bis zurück ins Jahr 1845 sowie auf Luftbildern und Archivunterlagen basiert. Vor einem Bauantrag auf einem älteren Grundstück lohnt sich daher häufig eine Auskunft aus diesem Kataster, um mögliche Altlasten oder frühere gewerbliche Nutzungen frühzeitig zu kennen.
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