Planprofi24 in Augsburg

Bauantrag, Aufmaß, Grundriss, Wohnflächenberechnung, Nutzungsänderung und Energieausweis für Immobilien in Augsburg — digital beauftragt, mit Blick auf die lokalen Zuständigkeiten und Besonderheiten.

Augsburg ist mit rund 296.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Bayerns – und baulich außergewöhnlich stark vom Element Wasser geprägt: Seit 2019 zählt das Augsburger Wassermanagement-System mit seinen Kanälen, historischen Wassertürmen und Prunkbrunnen zum UNESCO-Welterbe, während mit der Fuggerei seit 1521 die älteste noch bewohnte Sozialsiedlung der Welt mitten in der Altstadt liegt. Wer in diesem dicht denkmalgeschützten Umfeld saniert, umbaut oder die Nutzung ändert, braucht für Bauantrag, Grundriss und Wohnflächenberechnung besonders sorgfältig abgestimmte Unterlagen.

Zuständige Bauaufsichtsbehörde in Augsburg

Für sämtliche Bauanträge im Stadtgebiet ist ausschließlich das Bauordnungsamt der Stadt Augsburg zuständig, das als untere Bauaufsichtsbehörde zugleich die Aufgaben der unteren Denkmalschutzbehörde wahrnimmt – Baurecht und Denkmalschutz laufen bei einem Vorhaben in der dicht geschützten Altstadt damit über dieselbe Stelle. Augsburg ist kreisfrei: Das benachbarte Landratsamt Augsburg ist ausschließlich für den umliegenden Landkreis zuständig, nicht für das Stadtgebiet selbst – eine Verwechslung, die bei der Suche nach der richtigen Behörde häufig vorkommt.

Seit 2023 lässt sich der Bauantrag in Augsburg auch digital über das BayernPortal stellen. Für die weit überwiegende Zahl privater Bauvorhaben bleibt das Bauordnungsamt unabhängig vom Einreichungsweg die zentrale Anlaufstelle, unabhängig davon, in welchem der 42 Augsburger Stadtbezirke das Grundstück liegt.

Bauordnung und Besonderheiten in Augsburg

Grundlage des Bauordnungsrechts ist die Bayerische Bauordnung (BayBO), die landesweit einheitlich gilt. Augsburgs eigentliche Besonderheit liegt in den Kanälen und Brunnen der Stadt: Das seit 2019 als UNESCO-Welterbe geführte Augsburger Wassermanagement-System umfasst 22 Einzelobjekte – historische Wassertürme, ein einst wassergekühltes Metzgerhaus, drei kunstvolle Prunkbrunnen und noch heute Strom erzeugende Wasserkraftwerke – und ist von einer rund 3.204 Hektar großen Pufferzone umgeben, die Teile der Altstadt, der Jakobervorstadt, des Lechviertels und des Ulrichviertels einschließt. Bauvorhaben, die eines der geschützten Einzelobjekte oder das denkmalgeschützte Ensemble in seiner Umgebung verändern, erfordern eine frühzeitige Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbehörde.

Auch die Fuggerei, seit 1521 als älteste noch bewohnte Sozialsiedlung der Welt in Betrieb, steht als Ensemble unter Denkmalschutz: Weil dort keine Neubauten zulässig sind, muss sich jede bauliche Veränderung strikt in den historischen Bestand der 67 Häuser einfügen. Wer in einem dieser Bereiche saniert oder die Nutzung ändert, sollte Bauantrag und denkmalschutzrechtliche Erlaubnis von Anfang an gemeinsam planen.

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Deutschlandweit einheitlich, digital beauftragt — mit Blick auf die Besonderheiten vor Ort in Augsburg.