360°-Luftaufnahmen in Stuttgart — zwischen Talkessel-Perspektive und der Nähe zum Flughafen auf den Fildern
Drohnenaufnahmen zeigen, was Grundriss und Bodenfotos nicht können: Lage, Grundstückszuschnitt und Umgebung aus der Vogelperspektive. Gerade in Stuttgarts Halbhöhenlagen ist dieser Blickwinkel mehr als ein Vermarktungsargument – er ist oft die einzige Perspektive, aus der sich Berg- und Talseite eines Hanghauses gemeinsam erfassen lassen. Rechtlich ist Stuttgart dabei kein beliebiger Luftraum: Der Flughafen Stuttgart liegt auf der Filderebene bei Leinfelden-Echterdingen, nur rund 12 bis 13 Kilometer südlich der Innenstadt – deutlich näher am bebauten Stadtgebiet als etwa der Flughafen München an seiner Landeshauptstadt. Als kontrollierter Flughafen führt die Deutsche Flugsicherung um ihn eine Kontrollzone (CTR), innerhalb derer ein Drohnenflug ohne Freigabe grundsätzlich untersagt ist. Ob und wie stark eine konkrete Adresse betroffen ist, lässt sich seriös nur im Einzelfall über die aktuellen DIPUL-Daten klären.
Welche Zonen für Luftaufnahmen in Stuttgart relevant sind
Die Nähe des Flughafens Stuttgart zur Innenstadt ist die zentrale Besonderheit, die einen Flug in Stuttgart von einem Flug in einer Stadt mit weiter entferntem Flughafen unterscheidet:
- Innerhalb der Kontrollzone (CTR) des Flughafens Stuttgart ist ein Drohnenflug ohne vorherige Freigabe der Deutschen Flugsicherung grundsätzlich untersagt.
- Der Flughafen liegt südlich der Stadt auf der Filderebene – Stuttgarts südliche Höhenlagen sind ihm dadurch spürbar näher als der Talkessel mit der zentralen Innenstadt.
- Außerhalb der Kontrollzone gelten die allgemeinen Vorgaben der EU-Drohnenverordnung, etwa zu Registrierung des Betreibers und Kompetenznachweis des Piloten je nach Unterklasse der offenen Kategorie.
- Menschenansammlungen – etwa während des Cannstatter Volksfests auf dem Wasen – unterliegen unabhängig von der Kontrollzone eigenen, einschränkenden Vorgaben der EU-Drohnenverordnung für den Betrieb in der offenen Kategorie.
Der Flughafen Stuttgart liegt nur rund 12 bis 13 Kilometer südlich der Innenstadt – deutlich näher am Stadtgebiet als etwa der rund 28 Kilometer von seiner Innenstadt entfernte Flughafen München. Als kontrollierter Flughafen unterhält die Deutsche Flugsicherung um EDDS eine Kontrollzone (CTR), innerhalb derer ein Drohnenflug ohne Freigabe grundsätzlich untersagt ist. Diese Nähe ist für Stuttgart praktisch spürbar: Die südlichen, höher gelegenen Stadtbezirke wie Degerloch, Möhringen, Plieningen oder Vaihingen liegen dem Flughafen erkennbar näher als der zentrale Talkessel und damit auch näher an dessen Kontrollzone – ein Umstand, der bereits im Zusammenhang mit gemeldeten Drohnensichtungen im Raum Degerloch öffentlich diskutiert wurde. Eine pauschale, für jede Adresse gültige Aussage darüber, wo die Kontrollzonengrenze im Detail verläuft und ob der zentrale Talkessel selbst noch erfasst ist, lässt sich seriös nicht treffen – dafür wird jede Immobilie einzeln gegen die tagesaktuellen DIPUL-Daten geprüft, bevor eine Drohne startet. Anders als beim weit entfernten Flughafen München ist die Nähe des Flughafens in Stuttgart also kein Thema, das sich pauschal ausschließen lässt, selbst wenn sich daraus keine allgemeingültige Regel für jede Lage in der Stadt ableiten lässt.
Was für Luftaufnahmen in Stuttgart vorab geklärt wird
Vor dem eigentlichen Flug steht die Prüfung der Rahmenbedingungen:
- Lage der Immobilie zur Flughafen-Kontrollzone
Abgleich der Adresse mit den aktuellen Grenzen der Kontrollzone des Flughafens Stuttgart über die DIPUL-Daten, da sich Zonengrenzen ändern können.
- Freigabe der Deutschen Flugsicherung, falls erforderlich
Liegt die Adresse innerhalb der Kontrollzone, wird die Flugverkehrskontrollfreigabe vorab eingeholt.
- Höhenlage und Umgebung des Grundstücks
An einem Splitlevel-Hanghaus in Halbhöhenlage wird zusätzlich geprüft, welche Flugwege nötig sind, um Berg- und Talseite gleichermaßen zu erfassen.
- Registrierung und Kompetenznachweis des Piloten
Je nach Unterklasse der offenen Kategorie sind Betreiberregistrierung und ein passender Kompetenznachweis Voraussetzung für den Flug.
360°-Luftaufnahmen in Stuttgart – Beispiele aus der Praxis
Splitlevel-Hanghaus in Halbhöhenlage
Erst aus der Luft lassen sich Berg- und Talseite desselben Hauses gemeinsam erfassen – ein Blickwinkel, den kein Bodenfoto liefern kann, weil beide Fassaden meist mehrere Geschosse auseinanderliegen.
Einfamilienhaus im Talkessel außerhalb der Kontrollzone
Nach Prüfung der Lage gegen die DIPUL-Daten ist der Flug ohne besondere Einzelfreigabe möglich, sofern die allgemeinen Vorgaben der Drohnenverordnung eingehalten werden.
Mehrfamilienhaus in einem südlichen Stadtbezirk nahe der Kontrollzone
Liegt die Adresse innerhalb der Kontrollzone des Flughafens, wird vor dem Flug eine Freigabe der Deutschen Flugsicherung eingeholt – erst danach darf die Drohne starten.
Gewerbeimmobilie mit großem Grundstück am Stadtrand
Mehrere Aufnahmen aus unterschiedlichen Höhen und Winkeln zeigen Grundstückszuschnitt, Zufahrten und Umgebung, die vom Boden aus nicht erfassbar sind.
Wohnhaus über Weinbergterrassen im Neckartal
Die stufenweise angelegten Terrassen und die Höhenstaffelung des Geländes lassen sich aus der Luft in einer Aufnahme erfassen, für die am Boden mehrere Einzelfotos nötig wären.
So entstehen Ihre Luftaufnahmen für Stuttgart
Von der Zonenprüfung bis zur fertigen Aufnahme:
- Lage der Immobilie prüfen
Abgleich mit den aktuellen DIPUL-Daten zur Kontrollzone des Flughafens Stuttgart.
- Freigabe einholen, falls nötig
Bei Lagen innerhalb der Kontrollzone Beantragung der Flugverkehrskontrollfreigabe bei der Deutschen Flugsicherung.
- Flugwege für Hanglagen planen
Bei einem Splitlevel- oder Hanghaus wird vorab festgelegt, aus welchen Perspektiven Berg- und Talseite gemeinsam erfasst werden sollen.
- Flugtermin planen und Aufnahmen erstellen
Unter Berücksichtigung von Wetter, Lichtverhältnissen und gegebenenfalls erteilter Freigabe – 360°-Perspektiven von Gebäude, Grundstück und Umgebung.
- Für Exposé und Portale aufbereiten
In digitaler Auflösung, passend für Immobilienportale und Vermarktungsunterlagen.
Was den Preis für Luftaufnahmen in Stuttgart beeinflusst
Diese Faktoren spielen eine Rolle:
- Lage zur Flughafen-Kontrollzone
Eine Lage innerhalb der Kontrollzone bedeutet zusätzlichen Vorlauf für die Freigabe der Deutschen Flugsicherung.
- Halbhöhenlage und Zahl der Perspektiven
Ein Splitlevel-Haus, dessen Berg- und Talseite beide erfasst werden sollen, verlangt mehr Flugpositionen als ein ebenerdiges Gebäude im Talkessel.
- Grundstücksgröße und Umgebung
Ein großes Grundstück oder eine komplexe Umgebung erfordert mehr Aufnahmen als ein einzelnes Reihenhaus.
- Wetter- und Lichtabhängigkeit
Wirkt sich auf die Terminplanung und gegebenenfalls nötige Wiederholungstermine aus.
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