Grundriss als .dwg-Datei in Solingen — editierbar für CAD, Denkmalabstimmung und weitere Planung

Der Stadtdienst 63 – Bauaufsicht gehört zu den Solinger Verwaltungsstellen, die den Sprung ins Digitale bereits vollzogen haben: Seit Ende 2025 ist er an das landesweite Bauportal.NRW angeschlossen, und inzwischen lassen sich nahezu alle Leistungen der Bauaufsicht online beantragen – vom vollständigen und vereinfachten Baugenehmigungsverfahren samt jeweiligem Vorbescheid bis zur Genehmigung für Werbeanlagen. Nach einem Bericht von Juli 2026 arbeitet die Stadt zudem daran, die interne Bearbeitung weiter zu beschleunigen, mit dem erklärten Ziel eines durchgehend digitalen Verfahrens ohne Medienbrüche zwischen Verwaltung und Antragstellenden. Das ändert aber nichts daran, dass auch eine digital eingereichte Bauvorlage eine feste, nicht mehr veränderbare PDF-Datei bleibt – keine offene CAD-Zeichnung. Wer mit einem Solinger Grundriss tatsächlich weiterarbeiten will, sei es als Architekturbüro, Statiker oder Handwerksbetrieb, braucht dafür weiterhin eine zusätzliche, editierbare .dwg-Datei.

Was sich hinter dem Bauportal.NRW-Anschluss tatsächlich verbirgt

Der Anschluss an das Bauportal.NRW Ende 2025 betrifft zunächst nur den Weg der Bauvorlage zur Behörde, nicht ihr Format:

  • Eingereicht wird weiterhin eine feste, nach der BauPrüfVO NRW aufbereitete Bauzeichnung – digital übermittelt, aber inhaltlich und formal identisch mit einer Papiervorlage.
  • Strukturierte, direkt weiterverarbeitbare Plandaten sind damit noch nicht gemeint; das Bauportal.NRW transportiert Dateien, es liest oder verändert sie nicht.
  • Für die eigene Weiterverwendung außerhalb der Bauaufsicht bleibt deshalb unabhängig vom Digitalisierungsstand der Behörde eine gesondert erstellte .dwg-Datei nötig.
Vorreiter beim Anschluss, aber kein Ersatz für die eigene CAD-Datei

Verglichen mit vielen anderen nordrhein-westfälischen Städten hat der Stadtdienst 63 den Anschluss an das Bauportal.NRW bereits Ende 2025 vollzogen – rund neun Monate, bevor der BauCode NRW die digitale Einreichung zum 1. September 2026 landesweit verbindlich macht. Der im Juli 2026 berichtete nächste Schritt, die interne Bearbeitung weiter zu beschleunigen, zeigt, dass die Digitalisierung in Solingen nicht bei der reinen Antragsannahme stehen bleibt. Für Architekturbüros, Statiker oder Handwerksbetriebe ändert das aber wenig an der eigentlichen Ausgangslage: Die beim Stadtdienst 63 eingereichte und dort geprüfte Bauvorlage bleibt eine feste PDF-Datei, aus der sich Maße und Bauteile nicht automatisiert in ein CAD-Programm übernehmen lassen. Wer den bestehenden Grundriss eines Solinger Gebäudes tatsächlich weiterverarbeiten will, braucht dafür weiterhin eine eigens erstellte, editierbare .dwg-Datei – unabhängig davon, wie digital der Weg zur Behörde inzwischen geworden ist.

Wofür die .dwg-Datei in der Praxis gebraucht wird

Drei Situationen kommen in Solingen besonders häufig vor:

Weiterplanung durch Architektur- oder Ingenieurbüro

Ob Umbau, Statiknachweis oder Entwurfsplanung – sobald jemand mit dem bestehenden Grundriss weiterrechnet oder weiterzeichnet, ist eine editierbare Ausgangsdatei wertvoll. Maße und Bauteilstruktur bleiben in der .dwg-Datei erhalten und lassen sich unmittelbar übernehmen.

Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde

Für ein Fachwerkhaus in Gräfrath oder einen Schleifkotten lässt sich eine geplante Änderung direkt in der vorhandenen Zeichnung markieren und mit der Denkmalpflege besprechen, statt sie bei jedem Schritt neu zu erläutern.

Ausschreibung und Handwerkerkoordination

Für eine Sanierung im Gründerzeitbestand von Ohligs lässt sich eine .dwg-Datei direkt für Ausschreibungsunterlagen oder die Abstimmung mit mehreren Gewerken weiterverwenden – alle Beteiligten arbeiten dann mit derselben maßgenauen Grundlage.

Was mit einer .dwg-Datei in Solingen mitgeliefert wird

Die editierbare Datei ergänzt die üblichen Bauvorlagen, ersetzt sie aber nicht:

  • Bemaßter Grundriss als .dwg

    Maßgleich zur zugehörigen PDF-Bauvorlage, kompatibel mit gängigen CAD-Programmen.

  • Feste PDF-Fassung für den Stadtdienst 63

    Für die Einreichung über das Bauportal.NRW bleibt die PDF-Bauvorlage nach der BauPrüfVO NRW maßgeblich.

  • Sauber getrennte Layer-Struktur

    Wände, Bemaßung, Beschriftung und Möblierung liegen auf eigenen Ebenen, damit sich einzelne Bestandteile gezielt weiterbearbeiten lassen.

.dwg-Datei in Solingen – Beispiele aus der Praxis

Umbauplanung an einem Fachwerkhaus in Gräfrath

Ein Architekturbüro übernimmt den bestehenden Grundriss als .dwg und stimmt den geplanten Eingriff direkt darin mit der Unteren Denkmalbehörde ab.

Statiknachweis für den Umbau eines Schleifkottens

Der Statiker ergänzt Lastannahmen und Tragwerksänderungen unmittelbar im vorhandenen, editierbaren Plan, statt die historische Konstruktion erneut zu digitalisieren.

Sanierungsausschreibung in einem Gründerzeithaus in Ohligs

Mehrere Handwerksbetriebe kalkulieren auf derselben maßgenauen Grundlage, statt jeweils eigene Annahmen aus einer älteren Bauaktenzeichnung zu treffen.

Erweiterung eines Wohnhauses am Rand eines Bachtals

Die .dwg-Datei liefert dem Erschließungsplaner die maßgenaue Grundlage, auf der er Zufahrt und Böschungssicherung einzeichnet.

Energieberatung mit Bezug auf den Gebäudebestand

Auch für Nachweise, die auf die beheizte Fläche Bezug nehmen, ist eine maßgenaue, editierbare Grundlage hilfreich, statt Flächen aus einer PDF-Datei erneut abzugreifen.

So erhalten Sie Ihre .dwg-Datei für Solingen

Vom Aufmaß bis zur editierbaren Datei:

  1. Grundriss erstellen oder Bestand aufmessen

    Auf Basis der Bauakte aus Stadtarchiv oder Stadtdienst 63 oder eines aktuellen Aufmaßes.

  2. Zeichnung als .dwg exportieren

    Zusätzlich zur PDF-Fassung für die Bauvorlage, mit sauberer Layer-Struktur.

  3. Kompatibilität prüfen

    Abstimmung auf das beim Empfänger verwendete CAD-Programm und die gewünschte Formatversion.

  4. Übergabe an weiterverarbeitende Stelle

    An Architekturbüro, Statiker, Handwerksbetrieb oder – bei Bedarf – zur Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde.

Was den Preis für eine .dwg-Datei in Solingen beeinflusst

Diese Faktoren spielen eine Rolle:

  • Grundlage: Neuplanung oder Bestand

    Eine Datei aus laufender Planung entsteht zügiger als die Digitalisierung eines unklaren Fachwerk- oder Kotten-Bestands.

  • Komplexität des Grundrisses

    Unregelmäßige historische Zuschnitte erhöhen den Aufwand gegenüber einem einfachen, rechtwinkligen Gründerzeit-Grundriss.

  • Zahl der benötigten Geschosse

    Mehrere Etagen als editierbare Datei bedeuten mehr Aufwand als ein einzelnes Geschoss.

  • Individuelle Formatvorgaben

    Verlangt das empfangende Büro eine bestimmte Formatversion oder einen eigenen Ebenenaufbau, fließt diese Abstimmung zusätzlich in den Aufwand ein.

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