Aufteilungspläne in Remscheid — bemaßt, nummeriert und geprüft vom Fachdienst 4.63
Der Aufteilungsplan ist die Zeichnung, an der sich die gesamte spätere Wohnungseigentumsstruktur eines Gebäudes festmacht: Er zeigt in Grundrissen, Ansichten und Schnitten, wo jede einzelne Einheit beginnt und endet, welche Flächen zum Sondereigentum und welche zum Gemeinschaftseigentum gehören. Erst mit einem vom Fachdienst 4.63 – Bauordnung und Denkmalpflege geprüften Aufteilungsplan kann die Abgeschlossenheitsbescheinigung erteilt werden, ohne die wiederum keine Teilungserklärung ins Grundbuch eingetragen wird. Für Remscheider Gebäude, die je nach Stadtbezirk aus sehr unterschiedlichen Bauepochen stammen – vom kleinteiligen Altbau bis zur neueren Wohnanlage –, bedeutet das: Der Plan muss den tatsächlichen Bestand exakt wiedergeben, nicht nur eine schematische Näherung. Planprofi24 erstellt den Aufteilungsplan aus vorhandenen Unterlagen oder einer eigenen Vermessung, durchgehend nummeriert und unmittelbar zur Prüfung geeignet.
Was ein Aufteilungsplan in Remscheid zeigen muss
Eine eigenständige Baugenehmigung ist der Aufteilungsplan nicht, seine Prüfung durch den Fachdienst 4.63 folgt aber klaren Vorgaben:
- Jede Einheit muss durchgehend, über alle Geschosse hinweg dieselbe Nummer tragen – uneinheitliche Nummerierung ist der häufigste Grund für Rückfragen.
- Sonder- und Gemeinschaftseigentum müssen eindeutig, in der Regel farblich, voneinander unterschieden sein.
- Der Plan muss maßstabsgetreu und bemaßt sein, damit sich die Abgrenzung der Einheiten zweifelsfrei nachvollziehen lässt.
<p>Ein Aufteilungsplan für einen aktuellen Neubau entsteht meist direkt aus der Ausführungsplanung – Maße und Zuschnitt liegen bereits digital vor. Anders bei älteren Gebäuden, wie sie insbesondere im historischen Lennep, aber auch in gewachsenen Wohnquartieren der übrigen drei Stadtbezirke stehen: Hier wurden Grundrisse über Jahrzehnte mitunter mehrfach verändert, ohne dass jede dieser Änderungen in einer Akte festgehalten wurde. Ein Aufteilungsplan, der auf einer solchen veralteten Zeichnung aufbaut, würde den heutigen Zustand verfehlen und vom Fachdienst 4.63 zurückgewiesen. Deshalb beginnt die Erstellung bei unklarer Aktenlage grundsätzlich mit einer aktuellen Vermessung vor Ort, bevor überhaupt eine Nummerierung vorgenommen wird.</p>
Zwei Wege zum geprüften Aufteilungsplan
Je nachdem, wie gut der Bestand dokumentiert ist, unterscheidet sich der Weg zur fertigen Zeichnung:
Aufteilungsplan aus vorhandenen Bestandsunterlagen
Liegen aktuelle, bemaßte Pläne vor, werden diese um Nummerierung und farbliche Kennzeichnung von Sonder- und Gemeinschaftseigentum ergänzt.
Aufteilungsplan aus eigener Vermessung
Fehlen verwertbare Unterlagen, wird das Gebäude vollständig neu vermessen, bevor der eigentliche Plan entsteht – die verlässlichere Grundlage bei älterem, mehrfach verändertem Baubestand.
Was in Ihren Remscheider Aufteilungsplan einfließt
Damit der Fachdienst 4.63 den Plan zügig prüfen kann, gehören folgende Bestandteile hinein:
- Grundrisse aller Geschosse
Mit eindeutiger Abgrenzung jeder Einheit und durchgehender Nummerierung über alle Ebenen hinweg.
- Ansichten und Schnitte
Ergänzen die Grundrisse um die vertikale Abgrenzung der Einheiten, etwa bei übereinanderliegenden Wohnungen.
- Farbliche Kennzeichnung von Sonder- und Gemeinschaftseigentum
Macht auf einen Blick erkennbar, welche Flächen einer Einheit allein und welche der Gemeinschaft zugeordnet sind.
- Aktuelle Vermessungsdaten
Sofern keine verwertbaren Bestandspläne vorliegen, bildet eine Vor-Ort-Vermessung die Grundlage für den gesamten Plan.
Aufteilungspläne in Remscheid – Beispiele aus der Praxis
Wie unterschiedlich die Ausgangslage sein kann, zeigen typische Remscheider Konstellationen:
Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen in Remscheid-Mitte
Aus einer aktuellen Vermessung entsteht ein Aufteilungsplan mit vier durchgehend nummerierten Einheiten und klar abgegrenztem Treppenhaus als Gemeinschaftseigentum.
Dachgeschossausbau mit neuer Einheit
Wird im Zuge der Aufteilung ein bislang ungenutztes Dachgeschoss zur eigenständigen Einheit, muss der Plan die neue Abgrenzung ebenso eindeutig zeigen wie die bestehenden Wohnungen.
Altbau im historischen Lennep ohne durchgehende Bauakte
Weil ältere Umbauten nicht vollständig dokumentiert sind, entsteht der Aufteilungsplan hier aus einer vollständigen Neuvermessung statt aus vorhandenen Zeichnungen.
Neubau mit sechs Einheiten in Lüttringhausen
Der Aufteilungsplan wird bereits während der Bauphase aus der Ausführungsplanung abgeleitet, damit einzelne Wohnungen frühzeitig vermarktet werden können.
So entsteht Ihr Aufteilungsplan für Remscheid
Von der Bestandsaufnahme bis zur geprüften Zeichnung durchläuft die Erstellung folgende Schritte:
- Bestand aufnehmen
Vorhandene Pläne werden geprüft oder das Gebäude wird vollständig vermessen.
- Einheiten abgrenzen und nummerieren
Jede Einheit erhält eine durchgehende Nummer, Sonder- und Gemeinschaftseigentum werden farblich unterschieden.
- Plan beim Fachdienst 4.63 einreichen
Der bemaßte Aufteilungsplan wird zur Prüfung und für die Abgeschlossenheitsbescheinigung vorgelegt.
- Geprüften Plan erhalten
Mit dem bestätigten Aufteilungsplan steht die technische Grundlage für Notar und Grundbuchamt bereit.
Was den Preis eines Aufteilungsplans in Remscheid beeinflusst
Der Aufwand richtet sich vor allem nach der Zahl der Einheiten und der vorhandenen Bestandslage:
- Anzahl der Einheiten
Jede zusätzliche Einheit bedeutet einen eigenen, eindeutig abzugrenzenden Bereich im Plan.
- Vorhandensein aktueller Bestandspläne
Ein bemaßter, aktueller Plan spart gegenüber einer vollständigen Neuvermessung erheblich Zeit.
- Komplexität der Grundrisse
Unregelmäßig geschnittene Altbauten, etwa im historischen Lennep, verlangen mehr Sorgfalt bei der Abgrenzung als regelmäßig geschnittene Neubauten.
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