Aufteilungspläne in Recklinghausen — bemaßt und nummeriert vom Altstadthaus bis zum Neubau

Ein Aufteilungsplan ist überall in Deutschland dieselbe Bauzeichnung mit denselben Anforderungen nach § 7 WEG: jede Einheit durchgehend nummeriert, Sonder- und Gemeinschaftseigentum eindeutig abgegrenzt. Was sich zwischen Recklinghäuser Gebäuden unterscheidet, ist die Ausgangslage. Ein Mehrfamilienhaus aus jüngerer Bauzeit lässt sich meist zügig aus vorhandenen Unterlagen ableiten. Ein historisches Gebäude innerhalb des Wallrings, das über Jahrhunderte wiederholt umgebaut wurde, zeigt in einer alten Zeichnung dagegen oft nur einen längst überholten Zustand – maßgeblich für den Aufteilungsplan ist in jedem Fall ausschließlich der heutige, tatsächliche Bestand.

Wann Sie in Recklinghausen einen Aufteilungsplan brauchen

Der Aufteilungsplan selbst ist keine genehmigungspflichtige Leistung, sondern die Grundlage für zwei andere Verfahren:

  • Für die Abgeschlossenheitsbescheinigung des Fachbereichs 63, ohne die keine Eintragung ins Wohnungsgrundbuch möglich ist.
  • Für die notarielle Teilungserklärung nach § 3 oder § 8 WEG, die auf dem Aufteilungsplan aufbaut.
  • Bei Neubauten entsteht der Plan meist direkt aus der Genehmigungsplanung und lässt sich ohne gesonderte Vermessung erstellen.
Historischer Bestand zeigt selten den heutigen Zuschnitt

Innerhalb des Wallrings, dessen Bebauung sich urkundlich bis in das Jahr 1236 zurückverfolgen lässt, wurden viele Gebäude über die Jahrhunderte wiederholt verändert, ohne dass jede Anpassung in einem Plan festgehalten wurde. Eine ältere Zeichnung zeigt deshalb oft nur, wie ein Haus einmal geschnitten war – nicht, wie es heute tatsächlich genutzt wird. Für den Aufteilungsplan zählt ausschließlich der gegenwärtige Bestand, weshalb bei solchen Gebäuden eine Vor-Ort-Vermessung meist unumgänglich ist, bevor die einzelnen Einheiten nummeriert werden können.

Woher Ihr Recklinghäuser Aufteilungsplan stammt

Je nach Zustand der vorhandenen Unterlagen kommt einer von drei Wegen infrage:

Aus vorhandenen Bauunterlagen

Ist die Zeichnung vollständig und bildet sie den heutigen Zustand noch korrekt ab, lässt sich der Aufteilungsplan direkt daraus ableiten – die Maße müssen dann nur noch um die Einheiten-Nummerierung ergänzt werden.

Aus vorhandener Genehmigungsplanung bei Neubauten

Bei jüngeren Gebäuden liegen die Bauunterlagen meist bereits digital und aktuell vor.

Per Vor-Ort-Vermessung

Ist keine verwertbare Zeichnung auffindbar oder weicht der Bestand erkennbar vom Plan ab, wird das Gebäude direkt aufgenommen – gerade bei mehrfach umgebauten Altstadthäusern häufig der zuverlässigste Weg.

Welche Unterlagen für Ihren Recklinghäuser Aufteilungsplan hilfreich sind

Abhängig vom Weg zum Ziel:

  • Vorhandene Grundrisse oder Schnitte

    Bereits bemaßte Pläne aus einem früheren Aufmaß verkürzen die Erstellung erheblich, auch wenn sie noch nicht die für den Aufteilungsplan nötige Nummerierung tragen.

  • Angaben zur gewünschten Aufteilung

    Welche Räume zu welcher künftigen Einheit gehören sollen, muss vor der Nummerierung feststehen – insbesondere bei Kellerräumen, die räumlich von der Wohnung getrennt liegen.

  • Eigentumsnachweis und Vollmacht

    Für eine mögliche Anfrage vorhandener Unterlagen bei der Stadt werden ein aktueller Eigentumsnachweis sowie, bei Beauftragung Dritter, eine Vollmacht verlangt.

Aufteilungspläne in Recklinghausen – Beispiele aus der Praxis

Drei typische Ausgangslagen:

Historisches Bürgerhaus innerhalb des Wallrings

Vorhandene Unterlagen zeigen häufig nur einen älteren Zustand. Der Aufteilungsplan wird anhand einer aktuellen Vor-Ort-Vermessung erstellt und mit vorhandenen Angaben abgeglichen.

Mehrfamilienhaus in einem jüngeren Wohnviertel

Die Bauunterlagen sind meist vollständig und aktuell. Der Aufteilungsplan lässt sich direkt daraus ableiten, ergänzt um die durchgehende Nummerierung der Einheiten.

Zusammengelegte Wohnungen in einem Altstadthaus

Wurden zwei benachbarte Einheiten zusammengeführt, zeigt eine ältere Zeichnung einen Zuschnitt, den es so nicht mehr gibt – maßgeblich ist ausschließlich der heutige, tatsächliche Bestand.

So entsteht Ihr Aufteilungsplan in Recklinghausen

Der fachliche Ablauf ist bundesweit derselbe. In Recklinghausen liegt das Gewicht auf dem Abgleich zwischen vorhandenen Unterlagen und dem tatsächlichen heutigen Zustand:

  1. Vorhandene Unterlagen prüfen

    Wir klären, ob eine vollständige, aktuelle Zeichnung vorliegt und ob sie den heutigen Bestand noch zeigt.

  2. Datengrundlage festlegen

    Reicht die vorhandene Unterlage nicht aus, planen wir eine Vor-Ort-Vermessung als Ersatz oder Ergänzung.

  3. Einheiten festlegen und nummerieren

    Jede Einheit erhält eine durchgehende Nummer über alle Geschosse hinweg, einschließlich zugehöriger Kellerflächen.

  4. Sonder- und Gemeinschaftseigentum abgrenzen

    Treppenhaus, Dach und tragende Bauteile werden eindeutig als Gemeinschaftseigentum gekennzeichnet.

  5. Plan für Fachbereich 63 und Notar übergeben

    Der fertige Aufteilungsplan geht als Grundlage an die Abgeschlossenheitsbescheinigung und die notarielle Teilungserklärung.

Was den Aufwand eines Aufteilungsplans in Recklinghausen beeinflusst

In Recklinghausen entscheidet vor allem der Abgleich zwischen vorhandenen Unterlagen und heutigem Bestand über den Aufwand, nicht allein die Gebäudegröße:

  • Übereinstimmung von Unterlagen und heutigem Bestand

    Eine vollständige, aber veraltete Zeichnung erspart keine Vor-Ort-Prüfung – erst der Abgleich mit dem tatsächlichen Zustand entscheidet über den weiteren Aufwand.

  • Altstadtlage oder jüngere Bebauung

    Regelmäßig geschnittene jüngere Gebäude sind meist unkomplizierter zu erfassen als eine verwinkelte Altstadtparzelle.

  • Anzahl und Zuschnitt der Einheiten

    Mehr Einheiten bedeuten mehr Nummerierungs- und Abgrenzungsaufwand.

  • Getrennt liegende Nebenräume

    Kellerflächen, die vom Hauptgebäude räumlich getrennt liegen, müssen zusätzlich eindeutig der richtigen Einheit zugeordnet werden.

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