Grundrisse für Ratinger Immobilien — maßstäblich und aus dem Bestand

Der Grundriss ist die Grundeinheit jeder Immobilienunterlage. Aus ihm werden Flächen abgeleitet, auf ihm beruhen Schnitte und Ansichten, ihn schaut sich jeder Interessent zuerst an. Entsprechend ärgerlich ist es, wenn er nicht stimmt – denn dann stimmt auch nichts, was auf ihm aufbaut.

In Ratingen stimmen alte Grundrisse aus zwei Gründen überdurchschnittlich oft nicht. Im Denkmalbereich Ortskern stehen Fachwerkhäuser, deren tragende Balken sich über Jahrhunderte verzogen haben – ein rechtwinkliger Altplan bildet hier selten mehr die Wirklichkeit ab. Und in Breitscheid, Eggerscheidt, Hösel, Homberg und Lintorf, die erst 1975 nach Ratingen eingemeindet wurden, stammen ältere Zeichnungen aus fünf getrennten Gemeindeverwaltungen mit unterschiedlicher Aktenpflege.

Wir zeichnen deshalb nicht ab, sondern messen zuerst auf. Aus der Aufnahme entsteht ein Gebäudemodell, aus dem der Grundriss abgeleitet wird – maßstäblich, bemaßt und in einer Darstellung, die zu ihrem Zweck passt. Für einen Bauantrag im Denkmalbereich sieht ein Grundriss anders aus als für ein Exposé im Neubaugebiet Ratingen-West.

Wofür Ratinger Eigentümer aktuelle Grundrisse brauchen

Selten aus Selbstzweck – meist verlangt sie jemand anders:

  • Für Verkauf und Vermietung, weil Portale und Interessenten sie voraussetzen.
  • Für Bauantrag, Bauvoranfrage und Nutzungsänderung.
  • Für Teilungserklärung, Aufteilungspläne und Abgeschlossenheitsbescheinigung.
  • Für Wohnflächen- und Kubaturberechnungen, die darauf aufbauen.
  • Für Umbau-, Sanierungs- und Handwerkerplanung.
  • Für Banken und Gutachten, die eine belastbare Raumaufteilung sehen wollen.
Warum ein Grundriss im Ortskern anders entsteht als im Gewerbegebiet

Kein Grundriss ist eine neutrale Wiedergabe — er wählt aus, was für seinen Zweck zählt, und lässt weg, was ablenkt. Ein Antragsgrundriss trägt durchgehende Maßketten, echte Wandstärken, Schnittführungslinien, Raumnutzung und Höhenangaben; ein Vermarktungsgrundriss soll dagegen sofortiges Verständnis erzeugen. In Ratingen liegen die Extreme dieser Bandbreite besonders weit auseinander. Auf der einen Seite die Fachwerkhäuser im Denkmalbereich Ortskern: schiefe Wände, je nach Gefachfüllung wechselnde Wandstärken, Deckenbalken ohne durchgehende Waagerechte, Treppenhäuser, die sich über Jahrhunderte dem verfügbaren Platz angepasst haben — hier trägt die Bemaßung nur mit zusätzlichen Kontrollmaßen, weil sich Wände längst nicht mehr rechtwinklig gegenüberstehen. Auf der anderen Seite die Hallen im Gewerbegebiet Ratingen-West mit weiten Stützenrastern und wenigen, langen Wandflächen — dort liegt die eigentliche Herausforderung nicht in der Geometrie, sondern in der sauberen Abgrenzung mehrerer Nutzungseinheiten auf einer großen Fläche. Dazwischen die fünf 1975 eingemeindeten Ortsteile Lintorf, Hösel, Homberg, Breitscheid und Eggerscheidt, deren ältere Bauten ursprünglich von je eigenen Gemeindeverwaltungen genehmigt wurden — was danach angebaut, ausgebaut oder umgenutzt wurde, findet sich in den überlieferten Plänen fast nie. Ein Dachausbau der achtziger Jahre in einem Lintorfer Reihenhaus etwa taucht in keinem Bestandsplan der damaligen Gemeinde auf. Wir klären deshalb vorab den Verwendungszweck und wählen die Darstellung passend dazu — mit Kontrollmaßen für den Fachwerkbau, mit Nutzungsgrenzen für die Gewerbehalle oder mit der Klarheit eines Vermarktungsgrundrisses. Bei mehreren Zwecken entstehen mehrere Ausgaben aus einer einzigen Datenbasis, sodass keine der anderen widerspricht.

Welche Grundrissarten wir für Ratinger Objekte liefern

Vier Ausgaben decken die üblichen Anlässe ab:

Bestandsgrundriss

Die maßstäbliche Aufnahme des heutigen Zustands mit Bemaßung, Raumnamen und Flächenangaben — Basis für alles Weitere.

Grundriss für Antragsunterlagen

In der von der Bauaufsicht erwarteten Form, mit vollständiger Schnittführung, Wandstärken und Nachweisangaben.

Grundriss für die Vermarktung

Konzentriert auf das Wesentliche für Interessenten: klare Beschriftung, Raumflächen, ruhige Linienführung.

Grundriss für Planung und Ausführung

Mit dem Detailgrad, den Handwerk und Fachplanung brauchen — als Zeichnung und optional als CAD-Datei.

Was wir für Ihren Grundriss benötigen

Der Zugang zum Gebäude ist das Wesentliche. Hilfreich sind zusätzlich:

  • Alle Räume zugänglich

    Auch Keller, Spitzboden und Nebengebäude, wenn sie später in der Zeichnung erscheinen sollen.

  • Vorhandene Zeichnungen

    Zeigen Abweichungen vom genehmigten Zustand, taugen aber nicht als Maßgrundlage.

  • Angaben zu Umbauten

    Entfernte Wände, neue Öffnungen oder ein späterer Anbau helfen, Unstimmigkeiten richtig einzuordnen.

  • Der beabsichtigte Verwendungszweck

    Verkauf, Antrag, Teilung oder Umbau bestimmen Maßstab und Darstellungstiefe.

  • Gewünschtes Dateiformat

    PDF zum Weitergeben oder CAD-Datei zum Weiterbearbeiten durch Planer.

Grundrisse aus Ratinger Alltagsfällen

Fachwerkhaus am Marktplatz zur Vermietung

Schiefe Wände und wechselnde Wandstärken erscheinen im Bestandsgrundriss vollständig, im Vermarktungsplan bewusst zurückhaltend.

Reihenhaus in Lintorf vor dem Verkauf

Der Dachausbau der achtziger Jahre fehlt in jedem Altplan — erst die Neuaufnahme zeigt die tatsächliche Fläche.

Bürofläche im Gewerbegebiet Ratingen-West

Statt vieler kleiner Räume steht hier die klare Abgrenzung über ein weites Stützenraster im Vordergrund.

Hofgebäude in Hösel vor der Aufteilung

Ein gemeinsamer Aufnahmetermin für alle Gebäudeteile schafft die Grundlage für spätere, eindeutige Einheitengrenzen.

So entsteht Ihr Grundriss

Vom Termin bis zur Datei in vier Schritten:

  1. Zweck klären

    Wir legen gemeinsam fest, wofür die Zeichnung gebraucht wird, und daraus Maßstab, Tiefe und Ausgabeformate.

  2. Aufmaß vor Ort

    Mit durchgehenden Kontrollmaßen erfasst — eine kleinere Wohnung meist innerhalb einer Stunde.

  3. Zeichnung erstellen

    Aus den Messdaten entsteht zunächst das Gebäudemodell, geprüft auf Schlüssigkeit, dann der Grundriss.

  4. Abstimmen und ausliefern

    Nach Ihrer Durchsicht des Entwurfs liefern wir final in den vereinbarten Formaten.

Was den Aufwand für Grundrisse in Ratingen beeinflusst

Vier Größen bestimmen den Umfang der Arbeit:

  • Anzahl der zu zeichnenden Ebenen

    Jedes Geschoss verlangt eine eigene, zu den übrigen passende Zeichnung.

  • Komplexität der Geometrie

    Schiefe Fachwerkwände oder verwinkelte Hofanlagen verlängern Aufmaß und Zeichenarbeit gleichermaßen.

  • Verwendungszweck

    Ein Vermarktungsgrundriss ist deutlich schlanker als ein vollständiger Antragsgrundriss.

  • Zahl der Ausgabeformate

    Mehrere Varianten aus einer Basis sind wirtschaftlicher als getrennte Aufträge, kosten aber trotzdem eigene Zeit.

Alle Leistungen in Ratingen

Bauantrag, Aufmaß, Grundriss, Wohnflächenberechnung, Nutzungsänderung und Energieausweis — Übersicht für Ratingen ansehen →

Haben Sie noch Fragen?

Lassen Sie uns anfangen!

Starte die Erstellung Ihres Grundrisses ganz einfach hier.