Bemaßte Grundrisse in Radebeul — Räume, die keiner Schablone folgen
Ein bemaßter Grundriss beantwortet die erste Frage, die jeder Interessent, jede Bank und jede Verwaltung stellt: Wie ist das Objekt geschnitten und wie groß sind die Räume? Er ist zugleich die Grundlage, auf der jede weitere Unterlage aufbaut — von der Wohnflächenberechnung über den Aufteilungsplan bis zum Bauantrag.
In Radebeul ist er selten schnell gezeichnet. Ein Winzerhaus hat massive Außenwände, die nicht überall gleich dick sind, Räume ohne rechte Winkel und Türen, die im Lauf der Zeit versetzt wurden. Eine Villa der Jahrhundertwende hat Erker, Nischen, Wandvorlagen und Vorräume, die den Grundriss in viele kleine Teilflächen zerlegen. Beides lässt sich nicht auf ein Rechteck zurückführen, ohne dass die Zahlen darunter leiden.
Dazu kommt eine praktische Beobachtung: In den Radebeuler Ortslagen finden sich häufig alte Zeichnungen, die einmal richtig waren. Zwischenwände sind gefallen, Bäder wurden eingebaut, Dachräume ausgebaut. Wer solche Pläne unbesehen übernimmt, verkauft eine Aufteilung, die es nicht mehr gibt.
Wann Sie in Radebeul einen bemaßten Grundriss brauchen
Immer dann, wenn jemand die Aufteilung nachvollziehen können muss:
- Für Exposé und Inserat beim Verkauf oder bei der Vermietung.
- Für Finanzierung und Wertermittlung.
- Als Grundlage für eine Wohnflächenberechnung.
- Vor Umbau, Sanierung oder Nutzungsänderung.
- Für den Aufteilungsplan bei einer WEG-Aufteilung.
- Für die Unterlagen einer Hausverwaltung im laufenden Bestand.
In einem Grundriss aus dem Neubau ist die Wandstärke eine Konstante: innen etwa gleich dick, außen ebenfalls. Im Radebeuler Bestand ist sie eine Variable, und zwar eine, die sich auf die Fläche auswirkt. Ein Winzerhaus aus Bruchstein kann im Erdgeschoss Außenwände von deutlich über einem halben Meter haben, während dieselbe Wand im Obergeschoss dünner ausgeführt ist; im Anbau aus späterer Zeit findet sich wieder eine andere Stärke. Zeichnet man alle Wände gleich dick, verschieben sich die Innenkanten, und mit ihnen die Raumflächen. Bei einem einzelnen Zimmer fällt das kaum auf, über ein ganzes Haus summiert es sich zu einem Betrag, der bei einer Nachprüfung Fragen aufwirft. Dasselbe gilt für die Winkel. Räume in gewachsenen Gebäuden sind selten rechtwinklig; eine Wand kann über ihre Länge um mehrere Zentimeter aus der Flucht laufen, ohne dass es im Raum auffällt. Deshalb wird jede Wand einzeln gemessen und zusätzlich die Diagonale aufgenommen — erst dadurch bekommt der gezeichnete Raum die Form, die er tatsächlich hat. Der dritte Punkt sind die Bauteile, die zwischen den Wänden sitzen: Kaminzüge, Wandnischen, zugesetzte Türöffnungen, Vorlagen für alte Öfen, Installationsschächte hinter Verkleidungen. Sie kosten Fläche oder bringen welche, und in alten Zeichnungen sind sie meist nicht enthalten. Ein Grundriss, der sie zeigt, ist deshalb nicht nur genauer, sondern auch belastbarer: Er hält der Nachfrage stand, wo die Zahl herkommt.
Was der Grundriss enthält
Ein prüffähiger Grundriss zeigt mehr als Zimmerumrisse:
Bemaßung der Räume
Länge, Breite und Fläche jedes Raums, hergeleitet aus den gemessenen Werten.
Wandstärken
Innen- und Außenwände in ihrer tatsächlichen Dicke, nicht in einer angenommenen Standardstärke.
Öffnungen
Fenster und Türen mit Lage, Breite und Anschlagrichtung.
Feste Einbauten
Kaminzüge, Schächte, Nischen und Treppen mit ihrer Lage im Raum.
Bezeichnung der Räume
Jeder Raum erhält seine Funktion und, wo gefordert, seine Fläche — ohne Beschriftung ist ein Grundriss nur ein Umriss.
Was für die Erstellung gebraucht wird
- Aufmaß oder verwertbare Pläne
Entweder wird vor Ort gemessen oder vorhandene Unterlagen werden geprüft und übernommen.
- Zugang zu allen Räumen
Auch Keller, Abstellräume und Dachraum, wenn sie im Grundriss erscheinen sollen.
- Angabe des Verwendungszwecks
Exposé, Bank oder Bauantrag führen zu unterschiedlicher Darstellung und Detailtiefe.
- Hinweise auf Umbauten
Wo Wände gefallen oder Türen zugesetzt wurden, wird gezielt nachgesehen.
- Gewünschte Geschosse
Ob nur eine Wohnung oder das ganze Haus dargestellt wird, bestimmt den Umfang.
- Angaben zu Nebengebäuden
Presshaus, Remise oder Garage werden mit dargestellt, wenn sie zum Objekt gehören und mitverkauft werden.
Typische Radebeuler Grundrisse
Winzerhaus mit ungleichen Wandstärken
Jede Wand wird einzeln erfasst, damit die Innenkanten und damit die Flächen stimmen.
Villenwohnung mit Erker
Der Erker wird als eigene Teilfläche dargestellt, statt in die Raumfläche eingerechnet zu werden.
Ausgebautes Dachgeschoss
Kniestock und Schrägen werden gekennzeichnet, weil sie für die Flächenermittlung entscheidend sind.
Ganzes Haus für die Verwaltung
Alle Geschosse einschließlich Keller und Boden werden einheitlich gezeichnet und beschriftet.
So entsteht der Grundriss
- Ausgangslage klären
Es wird geprüft, ob vorhandene Unterlagen taugen oder ein Aufmaß nötig ist.
- Messen oder auswerten
Unsere Architekten nehmen das Objekt auf oder arbeiten die vorhandenen Pläne durch.
- Zeichnen
Räume, Wandstärken, Öffnungen und Einbauten werden maßstäblich dargestellt und bemaßt.
- Prüfen
Summen und Einzelmaße werden gegeneinander kontrolliert, damit sich der Plan nicht selbst widerspricht.
- Liefern
Sie erhalten den Grundriss in der Form, die zum Verwendungszweck passt.
Was den Aufwand in Radebeul bestimmt
Zuschnitt, Umfang und Ausgangsmaterial:
- Zahl der Räume
Jeder zusätzliche Raum bringt weitere Maße, Öffnungen und Beschriftungen mit sich.
- Verwinkelung
Erker, Nischen und schiefe Wände kosten mehr Zeit als ein klar geschnittener Grundriss.
- Zahl der Geschosse
Sollen Keller, Wohngeschosse und Dachraum dargestellt werden, wächst der Satz entsprechend.
- Qualität der Vorlagen
Brauchbare Bestandspläne verkürzen die Arbeit, unbrauchbare führen zum Aufmaß.
Alle Leistungen in Radebeul
Bauantrag, Aufmaß, Grundriss, Wohnflächenberechnung, Nutzungsänderung und Energieausweis — Übersicht für Radebeul ansehen →
Haben Sie noch Fragen?
Lassen Sie uns anfangen!
Starte die Erstellung Ihres Grundrisses ganz einfach hier.
