Aufteilungspläne in Pinneberg — die zeichnerische Grundlage jeder Eigentumsteilung

Der Aufteilungsplan ist die zeichnerische Seite jeder Eigentumsteilung: Er zeigt Grundrisse, Schnitte und Ansichten des Gebäudes mit einer eindeutigen Nummerierung, die jedem Raum eine bestimmte Einheit zuordnet. Ohne ihn lässt sich weder die Teilungserklärung beurkunden noch die Abgeschlossenheit der Einheiten bescheinigen. Anders als bei einem gewöhnlichen Grundriss kommt es beim Aufteilungsplan besonders auf Eindeutigkeit an: Jeder Raum, jeder Kellerverschlag und jeder Stellplatz muss zweifelsfrei einer Einheit oder dem Gemeinschaftseigentum zugeordnet sein.

In Pinneberg entstehen Aufteilungspläne in unterschiedlichsten Ausgangslagen: für mehrgeschossige Altbauten in der Innenstadt, für gewachsene Zweifamilienhäuser in Eggerstedt und Thesdorf und für ehemalige Baumschulhöfe, bei denen zwei Wohngebäude auf einem bislang ungeteilten Grundstück stehen. In jedem Fall braucht es zunächst eine belastbare, maßhaltige Aufnahme, bevor die Nummerierung und Zuordnung erfolgen kann.

Wann Sie in Pinneberg einen Aufteilungsplan brauchen

Der Aufteilungsplan wird immer dann gebraucht, wenn ein Gebäude in mehrere Einheiten aufgeteilt werden soll:

  • Bei der Umwandlung eines Mehrfamilienhauses in einzeln verkäufliche Eigentumswohnungen.
  • Bei der Teilung eines Zweifamilienhauses in Eggerstedt oder Thesdorf.
  • Bei der Aufteilung eines ehemaligen Baumschulhofs mit zwei Wohngebäuden.
  • Bei nachträglicher Änderung einer bestehenden Aufteilung, etwa wenn Räume anders zugeordnet werden sollen.
  • Als Grundlage für die von der Stadt auszustellende Abgeschlossenheitsbescheinigung.
Warum Nebenräume und Außenflächen oft die eigentliche Arbeit sind

Bei der Erstellung eines Aufteilungsplans konzentriert sich die Aufmerksamkeit meist auf die Wohnräume – dabei liegt die eigentliche Sorgfaltsarbeit oft in den Nebenbereichen. In Pinneberger Mehrfamilienhäusern müssen Kellerabteile, Speicherflächen und Stellplätze eindeutig einer Einheit zugeordnet werden, ohne dass sich Zuschnitte überschneiden. Bei ehemaligen Baumschulhöfen kommt eine weitere Ebene hinzu: Neben den Wohngebäuden existieren häufig Wirtschaftsflächen, Zufahrten und ehemalige Betriebsgrundstücke, deren Zugehörigkeit zu welchem Wohnhaus historisch nie festgelegt wurde. Eine unklare Zuordnung an dieser Stelle führt später zu Streit zwischen den Eigentümerinnen und Eigentümern, etwa wenn unklar bleibt, wem die Zufahrt oder ein Gartenanteil gehört. Ein sorgfältig erstellter Aufteilungsplan klärt genau diese Fragen, bevor sie zum Problem werden.

Wie der Aufteilungsplan entsteht

Der Weg zum fertigen Aufteilungsplan hängt von der Ausgangslage ab:

Aufteilungsplan aus vorhandenen Grundrissen

Sind maßhaltige Pläne vorhanden, werden sie um die erforderliche Nummerierung und Zuordnung ergänzt.

Aufteilungsplan nach Aufmaß

Bei Altbauten und ehemals betrieblich genutzten Gebäuden wird der Bestand zunächst vollständig neu erfasst.

Aufteilungsplan mit Außenflächen

Bei Höfen und Grundstücken mit mehreren Gebäuden werden auch Zufahrten, Gärten und Nebenflächen den Einheiten zugeordnet.

Änderung eines bestehenden Aufteilungsplans

Bei nachträglichen Umbauten oder einer geänderten Raumaufteilung wird der bestehende Plan aktualisiert.

Was für den Aufteilungsplan gebraucht wird

Grundlage sind maßhaltige Pläne und eine klare Vorstellung der gewünschten Aufteilung:

  • Aktuelle Grundrisse, Schnitte und Ansichten

    Bilden die zeichnerische Basis des Aufteilungsplans.

  • Vorgesehene Raumzuordnung

    Welche Räume gehören zu welcher Einheit? Diese Entscheidung trifft die Eigentümerseite.

  • Angaben zu Nebenräumen

    Keller, Abstellräume, Speicher und Stellplätze müssen einzeln erfasst und zugeordnet werden.

  • Angaben zu Außenflächen

    Bei mehreren Gebäuden auf einem Grundstück: Zufahrten, Gärten und ehemalige Betriebsflächen.

  • Grundbuchauszug

    Zeigt die aktuellen Eigentumsverhältnisse als Ausgangspunkt der geplanten Teilung.

  • Vorhandene ältere Pläne

    Helfen als Orientierung, ersetzen aber bei verändertem Bestand keine aktuelle Aufnahme.

Typische Pinneberger Situationen

Altbau in der Innenstadt mit vier Wohnungen

Jede Etage wird einzeln vermessen und nummeriert, Keller und Speicher werden den Einheiten anteilig zugeordnet.

Baumschulhof mit zwei Wohngebäuden und gemeinsamer Zufahrt

Der Aufteilungsplan legt fest, welches Gebäude zu welcher Einheit gehört und wie die gemeinsam genutzte Zufahrt behandelt wird.

Zweifamilienhaus in Eggerstedt mit ausgebautem Dachgeschoss

Die Grenze zwischen den beiden Einheiten verläuft über zwei Geschosse; der Plan zeigt eindeutig, welcher Raum zu welcher Wohnung zählt.

Nachträgliche Änderung einer bestehenden Aufteilung

Nach einem Umbau soll ein Raum von einer Einheit zur anderen wechseln. Der bestehende Aufteilungsplan wird entsprechend angepasst.

So entsteht der Aufteilungsplan

  1. Aufteilung besprechen

    Sie legen fest, welche Räume und Flächen zu welcher Einheit gehören sollen.

  2. Bestand aufnehmen

    Maßhaltige Aufnahme aller Geschosse, Nebenräume und relevanten Außenflächen.

  3. Zeichnung mit Nummerierung erstellen

    Grundrisse, Schnitte und Ansichten werden mit eindeutiger Zuordnung jeder Einheit versehen.

  4. Abstimmung mit Notar und Behörde

    Der Plan wird auf die Anforderungen der Teilungserklärung und der Abgeschlossenheitsbescheinigung abgestimmt.

  5. Übergabe

    Sie erhalten den fertigen Aufteilungsplan zur Weitergabe an Notar und Stadt.

Was den Aufwand eines Aufteilungsplans in Pinneberg bestimmt

Der Aufwand hängt vor allem von Zahl und Komplexität der Einheiten ab:

  • Zahl der Einheiten

    Jede zusätzliche Einheit erhöht Zeichen- und Zuordnungsaufwand.

  • Zahl der Nebenräume und Außenflächen

    Viele einzeln zuzuordnende Keller-, Speicher- oder Grundstücksflächen erhöhen die Komplexität.

  • Vorhandene Bestandsunterlagen

    Fehlen maßhaltige Pläne, muss zunächst aufgemessen werden.

  • Klarheit der gewünschten Aufteilung

    Eine bereits klar festgelegte Zuordnung beschleunigt die Erstellung gegenüber offenen Fragen zur Raumverteilung.

Alle Leistungen in Pinneberg

Bauantrag, Aufmaß, Grundriss, Wohnflächenberechnung, Nutzungsänderung und Energieausweis — Übersicht für Pinneberg ansehen →

Haben Sie noch Fragen?

Lassen Sie uns anfangen!

Starten Sie die Erstellung Ihres Aufteilungsplans ganz einfach hier.