360°-Luftaufnahmen in München — Stadtgebiet weitgehend außerhalb der Kontrollzone, mit einer jährlichen Ausnahme

Drohnenaufnahmen zeigen, was Grundriss und Bodenfotos nicht können: Lage, Grundstückszuschnitt und Umgebung aus der Vogelperspektive. München hat dabei eine Besonderheit, die viele nicht erwarten: Der Flughafen München liegt rund 28 Kilometer nordöstlich der Innenstadt und damit deutlich weiter vom Stadtzentrum entfernt als die meisten anderen deutschen Großflughäfen von ihrer jeweiligen Stadt. Nach den vorliegenden Quellen reicht die Kontrollzone (CTR) des Flughafens dementsprechend nicht bis in die Münchner Innenstadt – der weit überwiegende Teil des Stadtgebiets liegt außerhalb dieser permanenten Flugbeschränkung. Eine eigene, wenn auch nur wenige Tage im Jahr aktive Einschränkung gibt es dafür an anderer Stelle: Für die alljährlich im Februar stattfindende Münchner Sicherheitskonferenz wird über der Innenstadt ein eigenes, zeitlich begrenztes Flugbeschränkungsgebiet eingerichtet.

Welche Zonen für Luftaufnahmen in München relevant sind

Zwei Besonderheiten bestimmen, ob und wie ein Flug über einer Münchner Immobilie möglich ist:

  • Die Entfernung des Flughafens von der Stadt bedeutet, dass ein Grundstück im Stadtgebiet nach den vorliegenden Quellen in aller Regel nicht automatisch in dessen Kontrollzone liegt – geprüft wird die genaue Lage trotzdem vor jedem Flugtermin, da sich Zonengrenzen ändern können.
  • Während der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar gilt für einen Bereich rund um die Innenstadt ein eigenes, zeitlich eng begrenztes Flugbeschränkungsgebiet, das sämtliche Drohnenflüge unabhängig vom Verwendungszweck untersagt.
  • Außerhalb dieser beiden Sonderlagen gelten die allgemeinen Vorgaben der EU-Drohnenverordnung, etwa zu Registrierung des Betreibers und Kompetenznachweis des Piloten je nach Unterklasse.
Eine Woche im Februar: das Flugbeschränkungsgebiet der Sicherheitskonferenz

Während die permanente Kontrollzone des weit entfernten Flughafens die Münchner Innenstadt nach den vorliegenden Quellen kaum berührt, hat die Stadt eine eigene, wiederkehrende Einschränkung, die in ihrer Wirkung für wenige Tage im Jahr durchaus an eine dauerhafte Flugverbotszone heranreicht: Zum Schutz der international besetzten Münchner Sicherheitskonferenz, die traditionell im Februar stattfindet, richten die zuständigen Stellen für die Dauer der Veranstaltung ein eigenes Flugbeschränkungsgebiet (ED-R) über der Innenstadt ein, ergänzt um eine Zone mit Melde- und Transponderpflicht (RMZ/TMZ). Innerhalb dieses Gebiets sind sämtliche Flüge von Modell- und unbemannten Luftfahrzeugen untersagt, von wenigen eng gefassten Ausnahmen etwa für Polizei- und Rettungsflüge abgesehen. Wer für ein Objekt in der Münchner Innenstadt Luftaufnahmen plant, sollte diesen wiederkehrenden Termin im Kalender kennen – außerhalb dieses kurzen Zeitfensters besteht die Einschränkung nicht.

Zwei Situationen, zwei Prüfwege

Je nach Lage der Immobilie und Zeitpunkt des geplanten Flugs unterscheidet sich der Prüfaufwand:

Flug außerhalb der Kontrollzone und außerhalb der Konferenzwoche

Der Regelfall für die meisten Münchner Adressen: Ohne besondere Einzelfreigabe möglich, sofern die allgemeinen Vorgaben der EU-Drohnenverordnung eingehalten werden – Registrierung des Betreibers und passender Kompetenznachweis des Piloten vorausgesetzt.

Flug innerhalb der Kontrollzone oder während der Sicherheitskonferenz

Liegt das Grundstück in der Kontrollzone des Flughafens, ist vorab eine Freigabe der Deutschen Flugsicherung einzuholen. Fällt der gewünschte Termin in die wenigen Tage der Sicherheitskonferenz, ist ein Flug über der Innenstadt unabhängig vom Standort grundsätzlich ausgeschlossen.

Was für Luftaufnahmen in München vorab geklärt wird

Vor dem eigentlichen Flug steht die Prüfung der Rahmenbedingungen:

  • Lage der Immobilie zur Kontrollzone

    Abgleich der Adresse mit den aktuellen Grenzen der Münchner Flughafen-Kontrollzone, da diese von den zuständigen Stellen gepflegt werden und sich ändern können.

  • Termin im Abgleich mit der Sicherheitskonferenz

    Für einen Flugtermin im Februar wird geprüft, ob er in den Zeitraum eines aktivierten Flugbeschränkungsgebiets über der Innenstadt fällt.

  • Registrierung und Kompetenznachweis des Piloten

    Je nach Unterklasse der offenen Kategorie sind Betreiberregistrierung und ein passender Kompetenznachweis Voraussetzung für den Flug.

360°-Luftaufnahmen in München – Beispiele aus der Praxis

Einfamilienhaus in einem äußeren Stadtteil

Weit außerhalb der Flughafen-Kontrollzone ist der Flug in aller Regel ohne besondere Einzelfreigabe möglich, sofern die allgemeinen Vorgaben der Drohnenverordnung eingehalten werden.

Mehrfamilienhaus in Flughafennähe im Norden des Umlands

Rückt die Adresse näher an den Flughafen selbst heran, wird vor dem Flug geprüft, ob sie innerhalb der Kontrollzone liegt und eine Freigabe der Deutschen Flugsicherung braucht.

Innenstadtobjekt mit geplantem Termin im Februar

Fällt der gewünschte Aufnahmetermin in die Tage der Münchner Sicherheitskonferenz, wird der Flug auf einen Zeitpunkt außerhalb des aktivierten Flugbeschränkungsgebiets verschoben.

Gewerbeimmobilie mit großem Grundstück im Umland

Mehrere Aufnahmen aus unterschiedlichen Höhen und Winkeln zeigen Grundstückszuschnitt, Zufahrten und Umgebung, die vom Boden aus nicht erfassbar sind.

Neubauprojekt zur Dokumentation des Baufortschritts

Regelmäßige Luftaufnahmen über mehrere Monate dokumentieren den Baufortschritt – bei jedem Termin wird die aktuelle Zonenlage erneut geprüft, unabhängig vom Ergebnis des vorherigen Fluges.

So entstehen Ihre Luftaufnahmen für München

Von der Zonenprüfung bis zur fertigen Aufnahme:

  1. Lage der Immobilie prüfen

    Abgleich mit der aktuellen Ausdehnung der Münchner Flughafen-Kontrollzone.

  2. Termin gegen die Sicherheitskonferenz abgleichen

    Bei einem Innenstadttermin im Februar wird geprüft, ob das jährliche Flugbeschränkungsgebiet in diesem Zeitraum aktiv ist.

  3. Freigabe einholen, falls nötig

    Bei Lagen innerhalb der Kontrollzone Beantragung der Flugverkehrskontrollfreigabe bei der Deutschen Flugsicherung.

  4. Flugtermin planen und Aufnahmen erstellen

    Unter Berücksichtigung von Wetter, Lichtverhältnissen und gegebenenfalls erteilter Freigabe – 360°-Perspektiven von Gebäude, Grundstück und Umgebung.

  5. Für Exposé und Portale aufbereiten

    In digitaler Auflösung, passend für Immobilienportale und Vermarktungsunterlagen.

Was den Preis für Luftaufnahmen in München beeinflusst

Diese Faktoren spielen eine Rolle:

  • Lage zur Flughafen-Kontrollzone

    Eine Lage innerhalb der Kontrollzone bedeutet zusätzlichen Vorlauf für die Freigabe der Deutschen Flugsicherung.

  • Zeitpunkt des gewünschten Fluges

    Ein Innenstadttermin während der wenigen Tage der Münchner Sicherheitskonferenz muss auf einen anderen Zeitpunkt verschoben werden.

  • Grundstücksgröße und Umgebung

    Ein großes Grundstück oder eine komplexe Umgebung erfordert mehr Aufnahmen als ein einzelnes Reihenhaus.

  • Wetter- und Lichtabhängigkeit

    Wirkt sich auf die Terminplanung und gegebenenfalls nötige Wiederholungstermine aus.

  • Zahl und Art der gewünschten Perspektiven

    Ein einzelner Übersichtsflug unterscheidet sich im Aufwand von mehreren Einzelaufnahmen aus unterschiedlichen Höhen und Winkeln.

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