Aufteilungspläne in Moers — bemaßt und nummeriert für Fachdienst 6.3 und Grundbuch
Ein Aufteilungsplan stellt in Moers dieselbe fachliche Aufgabe wie überall: eine bemaßte, durchgehend nummerierte Zeichnung, die jede Einheit eines Gebäudes eindeutig von den anderen abgrenzt und Sonder- von Gemeinschaftseigentum trennt. Woher die zugrunde liegenden Maße stammen, unterscheidet sich in Moers je nach Gebäudetyp deutlich. Für ein Gebäude in der Moerser Mitte, das über Jahrzehnte hinweg mehrfach umgebaut wurde, reicht eine einzelne alte Zeichnung selten aus. Bei einem Siedlungshaus aus der Zeit der Steinkohleförderung in Kapellen oder Rheinkamp kommt mitunter eine weitere Besonderheit hinzu: Neben der eigentlichen Wohneinheit gehören dort gelegentlich räumlich getrennte Nebengebäude oder Gartenanteile zum Grundstück, die im Aufteilungsplan eindeutig der richtigen Einheit zugeordnet werden müssen.
- Wann Sie in Moers einen Aufteilungsplan brauchen
- Woher Ihr Moerser Aufteilungsplan stammt
- Welche Unterlagen für Ihren Moerser Aufteilungsplan hilfreich sind
- Aufteilungspläne in Moers – Beispiele aus der Praxis
- So entsteht Ihr Aufteilungsplan in Moers
- Was den Aufwand eines Aufteilungsplans in Moers beeinflusst
Wann Sie in Moers einen Aufteilungsplan brauchen
Auch in Moers ist der Aufteilungsplan keine für sich genommen genehmigungspflichtige Leistung, sondern die technische Grundlage für zwei andere Verfahren:
- Für die Abgeschlossenheitsbescheinigung des Fachdienstes 6.3, ohne die keine Eintragung ins Wohnungsgrundbuch möglich ist.
- Für die notarielle Teilungserklärung – in Nordrhein-Westfalen ohne die zusätzliche Umwandlungsgenehmigung, die einige andere Bundesländer bei größeren Bestandsgebäuden kennen.
- Bei einem Neubau lässt sich der Plan meist direkt aus der Genehmigungsplanung ableiten und braucht keine gesonderte Vermessung.
Bei vielen Siedlungshäusern, die im Zuge des Wohnungsbauschubs der 1950er-Jahre in Kapellen und Rheinkamp entstanden, war die ursprüngliche Grundstücksaufteilung nicht auf eine spätere Trennung in einzelne Eigentumseinheiten ausgelegt. Gehören zu einer Doppelhaushälfte etwa ein freistehender Schuppen oder ein abgegrenzter Gartenanteil, muss der Aufteilungsplan diese Flächen eindeutig einer bestimmten Einheit zuordnen, statt sie unbestimmt zu lassen. Für ein Gebäude in der Moerser Mitte stellt sich diese Frage seltener, dafür aber häufiger die nach der Übereinstimmung zwischen einer alten Bauzeichnung und dem heutigen, oft mehrfach veränderten Bestand. In beiden Fällen zählt am Ende dasselbe: Der Aufteilungsplan muss den tatsächlichen Zustand zeigen, nicht einen historisch gewachsenen oder nur angenommenen.
Woher Ihr Moerser Aufteilungsplan stammt
Je nachdem, ob und wo sich eine passende Quelle findet, kommt einer von drei Wegen infrage:
Aus der Bauakte des Fachdienstes 6.3
Steht das Gebäude noch in ursprünglicher Form, lässt sich der Aufteilungsplan häufig direkt aus der beim Fachdienst 6.3 geführten Akte ableiten – ergänzt um die durchgehende Nummerierung der Einheiten.
Aus der Genehmigungsplanung eines Neubaus
Für ein neu errichtetes Mehrfamilienhaus liegen die benötigten Maße bereits aus dem Bauantrag vor und müssen nur noch um die WEG-spezifische Nummerierung ergänzt werden.
Per Vor-Ort-Vermessung
Passt keine vorhandene Zeichnung mehr zum tatsächlichen Bestand oder ist keine verwertbare Akte auffindbar, wird das Gebäude direkt aufgenommen – einschließlich zugehöriger Nebengebäude oder Gartenflächen.
Welche Unterlagen für Ihren Moerser Aufteilungsplan hilfreich sind
Abhängig vom Weg zum Ziel sind unterschiedliche Unterlagen von Nutzen:
- Bauakten-Anfrage mit Eigentumsnachweis
Für die Einsicht beim Fachdienst 6.3 wird üblicherweise ein aktueller Eigentumsnachweis verlangt.
- Vorhandene Grundrisse oder Skizzen
Bereits bemaßte Pläne aus einem früheren Aufmaß verkürzen die Erstellung, auch wenn sie noch nicht die nötige Nummerierung tragen.
- Angaben zur gewünschten Aufteilung
Welche Räume, Nebengebäude oder Gartenanteile zu welcher künftigen Einheit gehören sollen, muss vor der Nummerierung feststehen.
- Katasterunterlagen zum Grundstückszuschnitt
Bei räumlich getrennten Nebenflächen hilft ein Blick in den Liegenschaftskataster, um die Zuordnung eindeutig festzulegen.
Aufteilungspläne in Moers – Beispiele aus der Praxis
Doppelhaushälfte in Kapellen mit zugehörigem Gartenanteil
Zur Wohneinheit gehört ein räumlich abgesetzter Gartenanteil mit Schuppen. Der Aufteilungsplan weist beide Flächen eindeutig derselben Einheit zu, damit später keine Unklarheit über die Zuordnung entsteht.
Mehrfamilienhaus in der Moerser Mitte mit veralteter Zeichnung
Die vorhandene Bauakte zeigt einen früheren Bauzustand. Weil das Gebäude seither umgebaut wurde, entsteht der Aufteilungsplan aus einer aktuellen Vor-Ort-Vermessung.
Neubau-Eigentumswohnungen in einem jüngeren Wohnquartier
Ein Bauträger will die Wohnungen einzeln verkaufen. Der Aufteilungsplan entsteht direkt aus der Genehmigungsplanung, ergänzt um die durchgehende Nummerierung der Einheiten.
So entsteht Ihr Aufteilungsplan in Moers
Der fachliche Ablauf ist bundesweit derselbe. In Moers liegt das Gewicht früh darauf, zu prüfen, ob eine gefundene Zeichnung tatsächlich zum heutigen Bestand und Grundstückszuschnitt passt:
- Bauakte und Grundstückszuschnitt prüfen
Wir klären, ob beim Fachdienst 6.3 eine passende Zeichnung vorliegt und ob zum Gebäude weitere, räumlich getrennte Flächen gehören.
- Übereinstimmung mit dem Bestand bewerten
Selbst eine vollständige Akte hilft nicht, wenn sie einen überholten Bauzustand zeigt.
- Fehlende Grundlage vor Ort aufnehmen
Passt keine Zeichnung, wird das Gebäude direkt vermessen – als vollwertiger Ersatz, nicht nur als Ergänzung der Unterlagen.
- Einheiten festlegen und nummerieren
Jede Einheit erhält eine durchgehende Nummer über alle zugehörigen Flächen hinweg, einschließlich etwaiger Nebengebäude.
- Plan für Bauaufsicht und Notar übergeben
Der fertige Aufteilungsplan geht als Grundlage an die Abgeschlossenheitsbescheinigung und die notarielle Teilungserklärung.
Was den Aufwand eines Aufteilungsplans in Moers beeinflusst
In Moers entscheidet vor allem, ob eine gefundene Quelle zum heutigen Bestand passt – nicht allein die Gebäudegröße:
- Übereinstimmung von Akte und Bestand
Passt eine vorhandene Akte tatsächlich zum heutigen Gebäude, ist das der günstigste Fall. Andernfalls wird eine Vor-Ort-Vermessung nötig.
- Räumlich getrennte Nebenflächen
Gehören zu einzelnen Einheiten Nebengebäude oder Gartenanteile, erhöht deren eindeutige Zuordnung den Zeichenaufwand.
- Anzahl und Zuschnitt der Einheiten
Mehr Einheiten und unregelmäßig geschnittene Grundrisse bedeuten mehr Nummerierungs- und Abgrenzungsaufwand.
- Verfügbarkeit vorhandener Unterlagen
Eine Anfrage beim Fachdienst 6.3 verläuft zügiger, wenn Baujahr und Flurstücksdaten bereits bekannt sind.
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