Aufteilungspläne in Ludwigshafen am Rhein — aus der Bauakte, dem gut erhaltenen Stadtarchiv oder per Vor-Ort-Aufmaß
Für den Aufteilungsplan gilt in Ludwigshafen derselbe § 7 WEG wie überall in Deutschland – die Ausgangslage bei den Unterlagen ist dagegen ungewöhnlich zweigeteilt. Einerseits blieben die Bestände des Stadtarchivs Ludwigshafen nach eigenen Angaben der Stadt nahezu ohne Kriegsverluste erhalten, mit Unterlagen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Andererseits nützt das für den Aufteilungsplan eines konkreten Gebäudes oft wenig, weil Schätzungen zufolge zwischen 70 und 90 Prozent der Innenstadt selbst zerstört wurden – was in der Akte über ein Gebäude von vor 1943 dokumentiert ist, betrifft dann ein Bauwerk, das es in dieser Form nicht mehr gibt. Wer für ein Ludwigshafener Mehrfamilienhaus einen Aufteilungsplan braucht, prüft deshalb zunächst, ob die vorhandene Bauakte tatsächlich den heutigen, oft mehrfach seit dem Wiederaufbau veränderten Bestand zeigt – und ist andernfalls auf eine Vor-Ort-Vermessung angewiesen.
- Wann Sie in Ludwigshafen einen Aufteilungsplan brauchen
- Woher Ihr Ludwigshafener Aufteilungsplan stammt
- Welche Unterlagen für Ihren Ludwigshafener Aufteilungsplan hilfreich sind
- Aufteilungspläne in Ludwigshafen – Beispiele aus der Praxis
- So entsteht Ihr Aufteilungsplan in Ludwigshafen
- Was den Aufwand eines Aufteilungsplans in Ludwigshafen beeinflusst
Wann Sie in Ludwigshafen einen Aufteilungsplan brauchen
Der Aufteilungsplan selbst ist keine genehmigungspflichtige Leistung, sondern die technische Grundlage für zwei andere Verfahren:
- Für die Abgeschlossenheitsbescheinigung des Bereichs Bauaufsicht, ohne die keine Eintragung ins Wohnungsgrundbuch möglich ist.
- Für die notarielle Teilungserklärung, die in Ludwigshafen – wie in ganz Rheinland-Pfalz – ohne zusätzliche Umwandlungsgenehmigung auskommt, aber trotzdem einen korrekten, bemaßten Aufteilungsplan voraussetzt.
- Bei Neubauten im Bereich der Neuordnung der Innenstadt entsteht der Plan meist direkt aus der digitalen Genehmigungsplanung und lässt sich ohne Archivrecherche erstellen.
Für Gebäude, die den Krieg überstanden haben oder danach errichtet wurden, führt der Bereich Bauaufsicht die laufenden Bauakten; für ältere, nicht mehr im aktiven Bestand geführte Vorgänge lässt sich ergänzend das Stadtarchiv Ludwigshafen heranziehen, dessen Bestände nach eigenen Angaben der Stadt selbst nahezu ohne Kriegsverluste erhalten blieben. Diese ungewöhnlich gute Aktenlage – viele westdeutsche Städte verloren nach schweren Luftangriffen auch große Teile ihrer Verwaltungsunterlagen – löst das eigentliche Problem beim Aufteilungsplan aber nur teilweise. Weil zwischen 70 und 90 Prozent der Innenstadt selbst zerstört wurden, dokumentiert eine erhaltene ältere Akte häufig ein Gebäude, das im Krieg unterging und danach in veränderter Form wiederaufgebaut wurde. Ob für ein konkretes Objekt dennoch eine verwertbare, mit dem heutigen Zustand übereinstimmende Bauakte existiert, lässt sich deshalb erst bei der konkreten Anfrage klären – eine pauschale Aussage dazu wäre nicht seriös.
Woher Ihr Ludwigshafener Aufteilungsplan stammt
Je nach Gebäude und Quellenlage kommt einer von drei Wegen infrage:
Aus der Bauakte des Bereichs Bauaufsicht
Existiert eine vollständige, aktuelle Bauakte und stimmt sie mit dem heutigen Bestand überein, lässt sich der Aufteilungsplan direkt daraus ableiten – die Maße müssen dann nur noch um die durchgehende Einheiten-Nummerierung ergänzt werden.
Über das Stadtarchiv Ludwigshafen
Für ältere oder nicht mehr laufend geführte Bauunterlagen kann eine Anfrage beim Stadtarchiv weiterhelfen, dessen Bestände als vergleichsweise vollständig gelten – vorausgesetzt, das betreffende Gebäude selbst hat die entsprechende Bauepoche auch tatsächlich überstanden.
Per Vor-Ort-Vermessung
Ist keine verwertbare Akte auffindbar oder weicht der Bestand erkennbar vom Plan ab, wird das Gebäude direkt aufgenommen – bei mehrfach umgebauten Wiederaufbauhäusern oft ohnehin der zuverlässigere Weg.
Welche Unterlagen für Ihren Ludwigshafener Aufteilungsplan hilfreich sind
Abhängig vom Weg zum Ziel:
- Eigentumsnachweis und Vollmacht
Für die Akteneinsicht beim Bereich Bauaufsicht oder beim Stadtarchiv werden üblicherweise ein aktueller Eigentumsnachweis und, wenn ein Dritter die Anfrage stellt, eine Vollmacht verlangt.
- Vorhandene Grundrisse oder Schnitte
Bereits bemaßte Pläne aus einem früheren Aufmaß verkürzen die Erstellung erheblich, auch wenn sie noch nicht die für den Aufteilungsplan nötige durchgehende Nummerierung tragen.
- Angaben zur gewünschten Aufteilung
Welche Räume zu welcher künftigen Einheit gehören sollen, muss vor der Nummerierung feststehen – insbesondere bei nachträglich zusammengelegten oder getrennten Wohnungen.
Aufteilungspläne in Ludwigshafen – Beispiele aus der Praxis
Wiederaufbauhaus mit unvollständiger Aktenlage
Für ein in den 1950er-Jahren errichtetes Mehrfamilienhaus liefert die Bauakte nur einen groben Ausgangsplan. Der Aufteilungsplan entsteht überwiegend per Vor-Ort-Vermessung, ergänzt um die vorhandenen Planfragmente zur Orientierung.
Umgenutztes Infrastrukturgebäude wird Wohnungseigentum
Ein früheres technisches Betriebsgebäude, das zunächst zu Büroräumen und inzwischen zu Wohnungen umgebaut wird, verlangt einen vollständig neu erstellten Aufteilungsplan, weil die ursprüngliche Bauakte weder die Büro- noch die Wohnnutzung vorsah.
Neubauwohnungen im Bereich der Neuordnung der Innenstadt
Für Wohneinheiten, die im Zuge der Neubebauung rund um die frühere Hochstraße Nord entstehen, liegen die Baupläne von Beginn an digital vor. Der Aufteilungsplan lässt sich direkt daraus ableiten, ohne Archivrecherche oder Vermessungstermin.
So entsteht Ihr Aufteilungsplan in Ludwigshafen
Der fachliche Ablauf ist bundesweit derselbe. In Ludwigshafen liegt das Gewicht auf der frühen Klärung, ob die vorhandene Quelle das Gebäude in seiner heutigen Form überhaupt zeigt:
- Bauakte beim Bereich Bauaufsicht anfragen
Wir klären zuerst, ob eine vollständige, aktuelle Akte für das konkrete Gebäude vorliegt.
- Bei Bedarf das Stadtarchiv Ludwigshafen einbeziehen
Für ältere oder nicht mehr laufend geführte Unterlagen prüfen wir, ob das gut erhaltene Stadtarchiv weiterführende Bestände hält.
- Datengrundlage festlegen
Reicht die Aktenlage nicht aus oder passt sie nicht zum heutigen Bestand, planen wir eine Vor-Ort-Vermessung als Ersatz oder Ergänzung.
- Einheiten festlegen und nummerieren
Jede Einheit erhält eine durchgehende Nummer über alle Geschosse hinweg, einschließlich zugehöriger Keller- und Nebenflächen.
- Plan für Bauaufsicht und Notar übergeben
Der fertige Aufteilungsplan geht als Grundlage an die Abgeschlossenheitsbescheinigung und die notarielle Teilungserklärung.
Was den Aufwand eines Aufteilungsplans in Ludwigshafen beeinflusst
In Ludwigshafen entscheidet vor allem die Übereinstimmung von Akte und heutigem Bestand über den Aufwand, nicht nur die Gebäudegröße:
- Übereinstimmung von Bauakte und heutigem Zustand
Eine aktuelle Akte, die tatsächlich den heutigen Bestand zeigt, ist der günstigste Fall. Zeigt sie nur einen überholten Wiederaufbau- oder Umbauzustand, wird eine Vor-Ort-Vermessung nötig.
- Ob eine Archivrecherche beim Stadtarchiv nötig wird
Bei älteren Gebäuden lohnt sich manchmal der zusätzliche Weg über das gut erhaltene Stadtarchiv – das kostet Zeit für die Anfrage, kann eine vollständige Neuvermessung aber ersparen.
- Vorherige Umnutzungen des Gebäudes
Ein mehrfach zwischengenutztes Gebäude verlangt mehr Sorgfalt bei der Erfassung als ein durchgehend gleich genutztes Wohnhaus.
- Anzahl und Zuschnitt der Einheiten
Mehr Einheiten und unregelmäßig geschnittene Grundrisse bedeuten mehr Nummerierungs- und Abgrenzungsaufwand im fertigen Plan.
Alle Leistungen in Ludwigshafen am Rhein
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