DWG-Datei für Ingelheim am Rhein — der Bestand als weiterverwendbare Zeichnung

Eine PDF-Zeichnung ist ein Ergebnis. Eine DWG-Datei ist eine Arbeitsgrundlage. Der Unterschied fällt erst auf, wenn jemand auf der Zeichnung weiterarbeiten soll: Ein Fachplaner, der einen Nachweis erstellt, ein Handwerksbetrieb, der eine Leitungsführung einträgt, ein Planungsbüro, das eine Variante entwickelt. Aus einem PDF entsteht dann fast immer eine Neuzeichnung — und mit ihr eine zweite Version der Wahrheit, deren Maße von der ersten leicht abweichen.

Für Ingelheimer Bestandsgebäude wiegt das schwerer als anderswo. Die gewachsenen Anwesen in den alten Ortslagen haben eine Geometrie, die sich nicht abkürzen lässt: Wände, die nicht parallel laufen, Räume, deren gegenüberliegende Seiten unterschiedlich lang sind, Bauteile, die um wenige Grad gegeneinander verdreht stehen. Genau diese Abweichungen sind es, die beim Nachzeichnen aus einem PDF verlorengehen, weil jeder, der neu zeichnet, unbewusst begradigt. Am Ende passt der Plan zum Papier, aber nicht mehr zum Haus.

Die DWG-Datei löst dieses Problem an der Wurzel: Alle Beteiligten arbeiten auf derselben, aus dem Aufmaß entstandenen Geometrie weiter.

Wann sich die editierbare Fassung lohnt

Nicht jedes Vorhaben braucht sie. In diesen Fällen schon:

  • Wenn außer uns noch andere Büros oder Betriebe auf der Zeichnung arbeiten sollen.
  • Wenn ein Umbau über mehrere Bauabschnitte und Monate läuft.
  • Wenn dasselbe Gebäude für Verwaltung, Vermietung und Planung zugleich dokumentiert wird.
  • Wenn ein Bestand mit vielen Einheiten dauerhaft gepflegt werden soll.
  • Wenn die Geometrie des Gebäudes so unregelmäßig ist, dass ein Nachzeichnen sie verfälschen würde.
Eine Datei, viele Beteiligte — der Nutzen im langen Umbau

Umbauvorhaben im Ingelheimer Altbestand ziehen sich. Ein Winzeranwesen wird selten in einem Zug umgebaut, sondern abschnittsweise: erst das Wohnhaus, dann das Hofgebäude, Jahre später die Scheune. Über diesen Zeitraum wechseln die Beteiligten. Ein Fachplaner kommt hinzu, ein Betrieb geht, ein weiterer bietet an, irgendwann übernimmt eine Hausverwaltung. Jeder von ihnen braucht eine Grundlage, und wenn diese Grundlage jedes Mal neu entsteht, entstehen mit ihr jedes Mal neue Abweichungen. Nach drei Runden existieren vier Grundrisse desselben Hauses mit vier verschiedenen Raumbreiten, und die Diskussion darüber, welcher stimmt, dauert länger als ein neues Aufmaß. Eine gepflegte CAD-Grundlage unterbricht diese Kette. Sie hält die aufgemessene Geometrie fest, erlaubt jedem Beteiligten, seine eigenen Eintragungen auf einer zusätzlichen Ebene abzulegen, und macht sichtbar, was Bestand ist und was Planung. Für Vorhaben, bei denen es auf Höhen und Massen ankommt — etwa weil in den Boden eingegriffen wird und die Eingriffstiefe belegt werden soll —, hat das einen zweiten Vorteil: Die zugrunde liegenden Werte stehen an einer Stelle und werden nicht in jeder neuen Zeichnung erneut interpretiert. Voraussetzung ist, dass die Datei sauber strukturiert übergeben wird und nicht als eine einzige undifferenzierte Ebene, in der sich Bestand und Planung nicht mehr trennen lassen.

Wofür die editierbare Datei gebraucht wird

In der Praxis kommt sie vor allem in diesen Zusammenhängen zum Einsatz:

Übergabe an Fachplaner

Tragwerksplanung und Brandschutz erbringen wir nicht; die dafür beauftragten Büros brauchen aber eine bearbeitbare Grundlage. Mit der DWG-Datei übernehmen sie die vorhandene Geometrie samt Maßketten, statt sie zu rekonstruieren.

Variantenentwicklung im Umbau

Bei einem mehrstufigen Umbau entstehen über Monate verschiedene Entwurfsstände. Auf einer editierbaren Grundlage lassen sich Varianten vergleichen, ohne jedes Mal neu zu zeichnen.

Ausschreibung und Angebotsvergleich

Mehrere Betriebe kalkulieren auf derselben Datei und damit auf denselben Maßen — statt jeder auf einer eigenen Einschätzung.

Koordination mehrerer Gewerke

Elektro-, Sanitär- und Heizungsplanung tragen ihre Leitungsführung auf eigenen Layern ein, ohne die Bestandsgeometrie zu verändern.

Was die Lieferung umfasst

  • Bestandsgeometrie im DWG-Format

    Wände, Öffnungen und Raumkanten in der tatsächlichen Lage, so wie sie aufgemessen wurden.

  • Sauber getrennte Layer

    Konstruktion, Maßketten, Beschriftung und Ausstattung liegen auf eigenen Ebenen und lassen sich gezielt ein- und ausblenden.

  • PDF-Fassung derselben Zeichnung

    Für alle, die nur lesen und nicht bearbeiten wollen — inhaltsgleich mit der DWG-Datei.

  • Abgestimmte Formatversion

    Auf Wunsch in der Version, die das empfangende Büro verarbeiten kann, damit beim Öffnen nichts verlorengeht.

Wann sich die Datei in Ingelheim auszahlt

Umbau eines Winzerhofs über mehrere Bauabschnitte

Wohnhaus, Hofgebäude und Scheune werden nacheinander umgebaut. Eine gemeinsame Datei hält die Abschnitte zusammen.

Übergabe an einen Tragwerksplaner

Die schiefwinklige Geometrie eines Altbaus wandert unverändert in dessen Berechnungsmodell, statt neu aufgenommen zu werden.

Sanierung mit mehreren beteiligten Betrieben

Alle arbeiten auf demselben Grundriss, Abweichungen zwischen Angeboten gehen nicht mehr auf unterschiedliche Maße zurück.

Verwaltung eines größeren Bestands

Einmal digitalisierte Grundrisse lassen sich für Flächenauswertungen, Umbauten und Vermietung dauerhaft weiterverwenden.

Wie die Datei entsteht

  1. Grundlage klären

    Vorhandene Unterlagen prüfen und entscheiden, ob sie tragfähig sind oder ein Aufmaß nötig ist.

  2. Aufmaß am Objekt

    Bei Altbauten der Regelfall, weil nur so die tatsächliche Geometrie in die Datei kommt.

  3. Zeichnung strukturiert aufbauen

    Die Konstruktion entsteht layerbasiert, damit sich die Datei später sinnvoll weiterbearbeiten lässt.

  4. Format abstimmen und übergeben

    Auf Wunsch in der Version des empfangenden Büros, zusammen mit der inhaltsgleichen PDF-Fassung.

Was den Aufwand bestimmt

Der Mehraufwand gegenüber einer reinen PDF-Lieferung ist begrenzt und hängt an drei Punkten:

  • Umfang der Zeichnung

    Zahl der Geschosse, Gebäudeteile und Einzelräume bestimmt den Konstruktionsaufwand.

  • Geforderte Layerstruktur

    Soll die Datei einer bestimmten Struktur des empfangenden Büros folgen, kommt die Anpassung hinzu.

  • Ausgangsmaterial

    Liegt bereits ein aktuelles Aufmaß vor, entsteht die Datei aus vorhandenen Daten. Andernfalls beginnt es beim Ortstermin.

  • Detaillierungsgrad

    Eine reine Bestandsgeometrie ist schlanker als eine Zeichnung mit Ausstattung, Bauteilaufbauten und Beschriftung.

Alle Leistungen in Ingelheim am Rhein

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