Grundriss als .dwg-Datei in Heidelberg — editierbare CAD-Grundlage neben der digitalen Bauvorlage

Ein offenes CAD-Format war beim Amt für Baurecht und Denkmalschutz noch nie vorgesehen: Erst über die städtische elektronische Bauakte seit 1. März 2022, seit dem 29. Juni 2025 über das virtuelle Bauamt Baden-Württemberg, verlangt die LBOVVO durchgängig eine feste PDF-Bauvorlage. Eine .dwg-Datei bestellt deshalb niemand für die Behörde, sondern für das, was danach kommt: Ein Architekturbüro will nicht erst mühsam aus einer PDF nachkonstruieren, ein Statiker braucht editierbare Wände für seine eigene Berechnung, und ein Handwerksbetrieb kalkuliert lieber auf einer maßgenauen Zeichnung als auf einem eingescannten Blatt. Heidelberg bietet dafür eine Ausgangslage, wie sie nur wenige deutsche Großstädte kennen: Weder der historische Baubestand noch die zugehörigen Bauakten wurden im Zweiten Weltkrieg in nennenswertem Umfang zerstört – wer heute eine .dwg-Datei für ein Altstadt- oder Weststadtgebäude bestellt, greift deshalb überdurchschnittlich oft auf eine bereits digitalisierte, zum Gebäude passende Vorlage zurück, statt bei null anzufangen.

Wofür die .dwg-Datei in der Praxis gebraucht wird

Zwei Situationen kommen in Heidelberg besonders häufig vor:

Weiterplanung durch Architektur- oder Ingenieurbüro

Ein Umbau, eine Statik-Prüfung oder ein Entwurf setzt fast immer eine editierbare Ausgangszeichnung voraus. Ist die vorhandene Bauakte lückenhaft oder passt sie wegen nicht dokumentierter Umbauten nicht mehr zum Bestand, liefert ein aktuelles Aufmaß die tragfähigere Grundlage.

Ausschreibung und Handwerkerkoordination

Bei einer Sanierung erspart eine gemeinsame, maßgenaue Datei jedem beteiligten Betrieb ein eigenes Aufmaß – und verhindert, dass am Ende mehrere, leicht voneinander abweichende Zahlen im Umlauf sind.

Was mit einer .dwg-Datei in Heidelberg mitgeliefert wird

Bestellt wird die Datei nie allein, sondern als Ergänzung zu den üblichen Bauvorlagen:

  • Bemaßter Grundriss im .dwg-Format

    Deckungsgleich mit den Maßen der zugehörigen PDF-Bauvorlage, geöffnet in jedem verbreiteten CAD-Programm.

  • Feste PDF-Fassung für ViBa-BW

    Für die eigentliche Einreichung beim Amt bleibt ausschließlich die nach LBOVVO aufbereitete PDF-Datei maßgeblich.

  • Getrennte Layer je Bauteil

    Wände, Bemaßung, Beschriftung und Möblierung liegen auf eigenen Ebenen, sodass sich einzelne Bestandteile gezielt ein- oder ausblenden lassen.

  • Vermerk zur Datenherkunft

    Dokumentiert wird, ob die Zeichnung aus der historischen Bauakte stammt oder aus einem aktuellen Aufmaß – für ein weiterplanendes Büro oft die entscheidende Information zur Belastbarkeit der Maße.

.dwg-Datei in Heidelberg – Beispiele aus der Praxis

Sanierung eines Barockhauses in der Altstadt

Statt neu aufzumessen, übernimmt das beauftragte Architekturbüro den aus der digitalisierten Bauakte abgeleiteten Grundriss und plant die Sanierung direkt darauf auf.

Statiknachweis für einen Dachausbau in der Weststadt

Neue Lastannahmen und Tragwerksdetails werden unmittelbar in die vorhandene Zeichnung eingetragen, ohne den Grundriss ein zweites Mal zu erfassen.

Neubauprojekt in der Bahnstadt

Die aus der Genehmigungsplanung stammende .dwg-Datei geht ohne erneute Digitalisierung direkt an das beauftragte Statikbüro weiter.

Erschließungsplanung auf Patrick-Henry-Village

Für ein Baufeld auf dem Konversionsareal übernimmt das planende Büro die .dwg-Datei aus der Rahmenplanung der Internationalen Bauausstellung Heidelberg und ergänzt sie um die Details der eigenen Ausführungsplanung.

Umbau eines Wohnhauses am Hang in Rohrbach

Die separat erfasste Geländesituation wird in dieselbe Datei integriert, sodass Statiker und Erschließungsplaner auf einer gemeinsamen Grundlage arbeiten, statt zwei getrennte Zeichnungen abzugleichen.

Ausschreibung für eine Sanierung nahe der Universität

Sämtliche angefragten Handwerksbetriebe kalkulieren auf derselben maßgenauen Datei, statt jeweils eigenständig – und womöglich mit abweichendem Ergebnis – nachzumessen.

So erhalten Sie Ihre .dwg-Datei für Heidelberg

Vom vorhandenen Bestand bis zur editierbaren Datei:

  1. Grundlage bestimmen

    Digitalisierte Bauakte des Amts für Baurecht und Denkmalschutz oder aktuelles Aufmaß, je nachdem, was für das konkrete Gebäude verlässlicher ist.

  2. Grundriss digital nachzeichnen

    Aus den vorliegenden Maßen entsteht eine saubere, mit Layern strukturierte CAD-Zeichnung.

  3. Export als .dwg neben der PDF

    Beide Formate werden parallel bereitgestellt, damit weder Einreichung noch Weiterplanung ins Stocken gerät.

  4. Formatabgleich, falls gewünscht

    Auf Wunsch wird die Formatversion an das CAD-Programm der empfangenden Stelle angepasst.

  5. Übergabe an die zuständige Fachstelle

    An Architekturbüro, Statiker oder Handwerksbetrieb, abgestimmt auf den jeweiligen Verwendungszweck.

Was den Preis für eine .dwg-Datei in Heidelberg beeinflusst

Diese Punkte wirken sich auf den Aufwand aus:

  • Herkunft der Ausgangsdaten

    Eine laufende Neubauplanung in der Bahnstadt liefert schneller verwertbare Daten als ein historischer Altbestand mit unsicherer Aktenlage.

  • Unregelmäßigkeit des Zuschnitts

    Ein mehrfach umgebautes historisches Gebäude oder ein Hanggrundstück verlangt mehr Konstruktionsaufwand als ein einfacher, regelmäßiger Grundriss.

  • Anzahl der Geschosse

    Jedes zusätzliche Stockwerk erhöht den Digitalisierungsaufwand entsprechend.

  • Übereinstimmung von Akte und heutigem Bestand

    Weicht der tatsächliche Zustand von der letzten dokumentierten Fassung ab, wird vor der Erstellung zusätzlich vor Ort geprüft.

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