360°-Luftaufnahmen in Hamburg — Drohnenaufnahmen zwischen Fuhlsbüttel und Finkenwerder

Drohnenaufnahmen zeigen, was Grundriss und Bodenfotos nicht können: Lage, Grundstückszuschnitt und Umgebung aus der Vogelperspektive. Hamburgs Luftraum hat dabei eine Besonderheit, die sich aus der Stadt selbst ergibt: Die Kontrollzone (CTR) fasst nicht nur den Verkehrsflughafen Fuhlsbüttel im Norden, sondern auch den Airbus-Werksflugplatz Finkenwerder im Südwesten zu einer einzigen, gemeinsamen Zone zusammen. Dadurch liegt ein größerer Teil des Stadtgebiets – zwischen beiden Standorten auch weite Bereiche der Innenstadt – in kontrolliertem Luftraum, als es ein einzelner Flughafen dieser Größenordnung üblicherweise beanspruchen würde. Ein dauerhaftes Flugverbotsgebiet über einem Regierungsviertel, wie es andere deutsche Großstädte kennen, hat Hamburg dagegen nicht.

Welcher Luftraum für Aufnahmen in Hamburg relevant ist

Zwei Hamburger Besonderheiten bestimmen, ob und wie ein Flug möglich ist:

  • Die kombinierte Kontrollzone aus Fuhlsbüttel und Finkenwerder erstreckt sich über einen großen Teil des Stadtgebiets – ein Objekt mitten in Hamburg liegt deutlich häufiger innerhalb dieser Zone als außerhalb.
  • Innerhalb der allgemein freigegebenen Höhe von 50 Metern und außerhalb der 1,5-Kilometer-Grenze zu beiden Flugplätzen ist ein Flug ohne gesonderte Einzelfreigabe möglich; darüber hinaus entscheidet die DFS, Tower Hamburg, im Einzelfall.
  • Ein temporäres Flugbeschränkungsgebiet betrifft nur die seltenen Fälle eines konkreten, per NOTAM angekündigten Sicherheitsereignisses – für die laufende Vermarktung einer Immobilie ist das in aller Regel kein Thema.
Eine ungewöhnlich große, doppelte Kontrollzone

Die meisten deutschen Großstädte haben einen einzigen Verkehrsflughafen, um den herum sich die Kontrollzone erstreckt. Hamburg hat zwei: Neben dem Verkehrsflughafen Fuhlsbüttel im Norden liegt im Südwesten der Stadt der Werksflugplatz Finkenwerder, von dem aus Airbus im Rahmen von Test- und Überführungsflügen sowie der eigenen Werksflugtätigkeit täglich mehrere Maschinen startet und landet. Beide Standorte sind luftverkehrsrechtlich zu einer gemeinsamen Kontrollzone zusammengefasst, die der Tower Hamburg gemeinsam betreut. Für Drohnenaufnahmen bedeutet das: Wer eine Immobilie irgendwo zwischen diesen beiden Polen fotografieren möchte, bewegt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb der CTR – unabhängig davon, ob das Objekt näher an Fuhlsbüttel, näher an Finkenwerder oder mittendrin in der Innenstadt liegt. Praktisch bedeutet das für die allermeisten Aufnahmen aber keine Hürde, sondern lediglich, dass die geltende Höhen- und Abstandsgrenze der Allgemeinfreigabe eingehalten oder rechtzeitig eine Freigabe der Flugsicherung eingeholt wird.

Was für Luftaufnahmen in Hamburg vorab geklärt wird

Vor dem eigentlichen Flug steht die Prüfung der Rahmenbedingungen:

  • Lage der Immobilie zur kombinierten Kontrollzone

    Abgleich der Adresse mit der gemeinsamen CTR aus Fuhlsbüttel und Finkenwerder sowie der aktuellen Geozonen-Darstellung auf DIPUL.

  • Freigabe der Deutschen Flugsicherung, falls erforderlich

    Reicht die Allgemeinfreigabe bis 50 Meter nicht aus oder liegt das Objekt näher als 1,5 Kilometer an einem der beiden Flugplätze, wird die Flugfreigabe beim Tower Hamburg vorab eingeholt.

  • Registrierung und Kompetenznachweis des Piloten

    Je nach Unterklasse der offenen Kategorie sind Betreiberregistrierung und ein passender Kompetenznachweis Voraussetzung für den Flug.

360°-Luftaufnahmen in Hamburg – Beispiele aus der Praxis

Doppelhaushälfte in den Vier- und Marschlanden am Stadtrand

Außerhalb der kombinierten Kontrollzone ist der Flug ohne besondere Einzelfreigabe möglich, sofern die allgemeinen Vorgaben der Drohnenverordnung eingehalten werden.

Eigentumswohnung in Winterhude innerhalb der Kontrollzone

Innerhalb der Allgemeinfreigabe bis 50 Meter Höhe und außerhalb der 1,5-Kilometer-Grenze zu beiden Flugplätzen lässt sich hier ohne gesonderte Einzelfreigabe fliegen – der Regelfall für die meisten Hamburger Wohnlagen.

Mehrfamilienhaus in unmittelbarer Nähe des Flughafengeländes Fuhlsbüttel

Innerhalb der 1,5-Kilometer-Grenze zum Flughafengelände wird vor dem Flug eine gesonderte Freigabe der Deutschen Flugsicherung eingeholt.

HafenCity-Wohnung direkt am Wasser

Neben der Kontrollzonen-Prüfung gilt hier zusätzlich der wasserschutzpolizeiliche Mindestabstand zu Schiffen und Schiffsverkehrswegen im Hafenrevier.

Gewerbeimmobilie nahe dem Werksflugplatz Finkenwerder

Auch auf der südwestlichen Seite der kombinierten Kontrollzone gilt dieselbe 1,5-Kilometer-Grenze wie bei Fuhlsbüttel – die Nähe zum Airbus-Werksgelände wird bei der Flugplanung entsprechend berücksichtigt.

So entstehen Ihre Luftaufnahmen für Hamburg

Von der Zonenprüfung bis zur fertigen Aufnahme:

  1. Lage der Immobilie prüfen

    Abgleich mit der kombinierten Kontrollzone aus Fuhlsbüttel und Finkenwerder sowie weiteren Geozonen auf DIPUL.

  2. Freigabe einholen, falls nötig

    Bei einer Lage außerhalb der Allgemeinfreigabe Beantragung der Flugverkehrskontrollfreigabe beim Tower Hamburg.

  3. Flugtermin planen

    Unter Berücksichtigung von Wetter, Lichtverhältnissen und gegebenenfalls erteilter Freigabe.

  4. Aufnahmen erstellen

    360°-Perspektiven von Gebäude, Grundstück und Umgebung, im Hafenrevier unter Einhaltung der wasserschutzpolizeilichen Abstandsregeln.

  5. Für Exposé und Portale aufbereiten

    In digitaler Auflösung, passend für Immobilienportale und Vermarktungsunterlagen.

Was den Preis für Luftaufnahmen in Hamburg beeinflusst

Diese Faktoren spielen eine Rolle:

  • Lage innerhalb oder außerhalb der Kontrollzone

    Eine Lage nahe einem der beiden Flugplätze bedeutet zusätzlichen Vorlauf für die Freigabe der Deutschen Flugsicherung.

  • Grundstücksgröße und Umgebung

    Ein großes Grundstück oder eine komplexe Umgebung erfordert mehr Aufnahmen als ein einzelnes Reihenhaus.

  • Wetter- und Lichtabhängigkeit

    Wirkt sich auf die Terminplanung und gegebenenfalls nötige Wiederholungstermine aus.

  • Zahl und Art der gewünschten Perspektiven

    Reine 360°-Rundgänge unterscheiden sich im Aufwand von zusätzlichen Einzelaufnahmen aus mehreren Höhen und Winkeln.

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