Kubaturberechnung in Freiburg im Breisgau — Bruttorauminhalt zwischen Gründerzeitvilla und Passivhaus

Die Kubaturberechnung ermittelt Bruttorauminhalt (BRI) und Bruttogrundfläche (BGF) eines Gebäudes nach DIN 277 – zwei bundeseinheitlich definierte Kennzahlen. In Baden-Württemberg berechnet sich die Baugenehmigungsgebühr nach dem Landesgebührengesetz (§ 11 LGebG) grundsätzlich wertbezogen, orientiert an der voraussichtlichen Bausumme des Vorhabens, nicht unmittelbar am umbauten Raum. Für Freiburg lässt sich aus der Kubatur also kein fester Gebührensatz ableiten. Gefragt bleibt sie trotzdem: als Grundlage für Kostenschätzungen nach DIN 276, für Wertermittlung und Finanzierung, und – gerade in einer Stadt mit ausgeprägter Passivhaus-Tradition – als Kennzahl, an der sich energetisch kompaktes Bauen unmittelbar ablesen lässt.

BRI und BGF – zwei unterschiedliche Kennzahlen

Beide Werte werden nach DIN 277 ermittelt, beschreiben aber unterschiedliche Größen:

Bruttorauminhalt (BRI)

Das gesamte umbaute Volumen des Gebäudes von der Außenkante der Bauteile bis zur äußeren Dachhaut – unabhängig davon, ob ein Raum darunter als Wohnfläche zählt. Keller, Dachraum und Nebenräume gehen vollständig mit ein.

Bruttogrundfläche (BGF)

Die Summe aller Grundflächen aller Geschosse, gemessen an den äußeren Bauteilkanten – Ausgangsgröße für weitere Kennzahlen und häufig Grundlage für Kostenschätzungen nach DIN 276.

Was für eine Kubaturberechnung in Freiburg gebraucht wird

Grundlage der Berechnung sind belastbare Maße des gesamten Baukörpers:

  • Aufmaß oder bemaßte Bestandszeichnungen

    Grundrisse und Schnitte mit Außenmaßen und Geschosshöhen aller Ebenen, einschließlich Keller und Dachraum.

  • Dachaufbau und Neigung

    Für die korrekte Erfassung des Volumens bis zur äußeren Dachhaut, insbesondere bei den in der Wiehre verbreiteten steilen Gründerzeitdächern mit Gauben.

  • Angaben zum Verwendungszweck

    Ob die Berechnung als Grundlage für eine Kostenschätzung nach DIN 276, eine Wertermittlung oder eine Finanzierung gebraucht wird, kann die Dokumentationstiefe beeinflussen.

Kubaturberechnung in Freiburg – Beispiele aus der Praxis

Kostenschätzung für einen Dachgeschossausbau in der Wiehre

Aus dem ermittelten BRI lässt sich eine Kostenschätzung nach DIN 276 ableiten, aus der wiederum die für die Baugenehmigungsgebühr nach § 11 LGebG maßgebliche Bausumme hervorgeht.

Wertermittlung einer Gründerzeitvilla in der Wiehre

Die hohen Altbau-Geschosse ergeben ein größeres BRI je Quadratmeter Wohnfläche als bei einem vergleichbaren Neubau – relevant für Gutachten und Finanzierung.

Vergleich zweier Passivhäuser in Vauban und Rieselfeld

Beide Gebäude sind bewusst kompakt geschnitten, um Wärmeverluste über die Hüllfläche gering zu halten – die Kubaturberechnung macht diesen konstruktiven Unterschied gegenüber einem konventionellen Neubau nachvollziehbar.

Finanzierungsanfrage für ein Bestandsobjekt in Herdern

Kreditgeber verlangen häufig eine nachvollziehbar dokumentierte BGF oder BRI als Teil der Objektunterlagen, unabhängig vom aktuellen Nutzungszustand.

So entsteht Ihre Kubaturberechnung für Freiburg

Von der Bestandsaufnahme bis zum nachvollziehbaren Ergebnis:

  1. Bestand klären

    Vorhandene Bauakte des Baurechtsamts oder Aufmaß als Grundlage für alle Geschosse einschließlich Keller und Dachraum.

  2. Fehlende Maße ergänzen

    Wo Bestandsunterlagen unvollständig sind, etwa bei einer Altstadtakte ohne Vorkriegsstand, wird vor Ort nachgemessen.

  3. BRI und BGF nach DIN 277 berechnen

    Getrennt nach Geschossen und, wo relevant, nach Dachraum mit Schrägen und Gauben.

  4. Plausibilität gegen den Verwendungszweck prüfen

    Je nachdem, ob das Ergebnis für eine Kostenschätzung nach DIN 276, eine Bewertung oder eine Finanzierung gebraucht wird.

  5. Ergebnis nachvollziehbar dokumentieren

    Als Grundlage für Bewertung, Finanzierung oder die Angaben gegenüber dem Baurechtsamt.

Was den Preis für eine Kubaturberechnung in Freiburg beeinflusst

Diese Faktoren bestimmen den Aufwand:

  • Zustand vorhandener Unterlagen

    Eine belastbare Bauakte beschleunigt die Berechnung; fehlen verwertbare Maße, kommt ein Aufmaß-Termin hinzu.

  • Zahl der Geschosse

    Keller, Dachraum und Zwischenebenen erhöhen den Erfassungsaufwand gegenüber einem einfachen Baukörper.

  • Komplexität des Dachaufbaus

    Gauben und Schrägen, wie sie in Wiehre-Gründerzeitbauten verbreitet sind, verlangen eine genauere Erfassung als ein kompaktes Passivhausdach.

  • Gewünschter Verwendungszweck

    Eine Berechnung als Grundlage für eine Kostenschätzung nach DIN 276 kann andere Dokumentationsanforderungen haben als eine für Bewertung oder Finanzierung.

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