360-Grad-Luftaufnahmen in Falkensee — das Grundstück, das man vom Boden aus nicht sieht

Auf den meisten Grundstücken ist eine Luftaufnahme ein zusätzliches Bild. In Falkensee ist sie häufig die einzige Möglichkeit, das Objekt überhaupt zu erfassen.

Der Grund steht auf den Grundstücken selbst. Die Stadt ist aus einer Parzellierung hervorgegangen, die ab 1907 große, tief geschnittene Flächen zuschnitt, und das Stadtgebiet ist von Waldbestand und Landschaftsschutzgebieten umgeben. In den Siedlungslagen stehen hohe Kiefern und Eichen zwischen und hinter den Häusern, nicht nur an den Rändern. Wer vor einem solchen Haus steht, sieht die Fassade und ungefähr zehn Meter Vorgarten. Was dahinter liegt — wie tief die Parzelle reicht, wie das Haus darauf steht, wo überhaupt noch Fläche frei ist —, bleibt vom Boden aus unsichtbar.

Aus der Luft ist genau das in einem Bild beantwortet. Und weil dieselbe Aufnahme auch das Dach zeigt, beantwortet sie eine zweite Frage gleich mit, die bei Häusern unter altem Baumbestand regelmäßig auftaucht.

Wofür die Aufnahmen genutzt werden

Der Anlass ist selten nur das schöne Bild:

  • Für das Exposé, wenn das Grundstück das eigentliche Argument ist.
  • Zur Beurteilung des Dachzustands vor einer Sanierung.
  • Als Grundlage für Überlegungen zur rückwärtigen Bebauung.
  • Zur Dokumentation des Baumbestands vor einem Bauvorhaben.
  • Für die Darstellung der Umgebungsbebauung bei einer Bauvoranfrage.
  • Zur Bestandsdokumentation großer oder unübersichtlicher Grundstücke.
Was die Aufnahme kann und was sie ausdrücklich nicht kann

Eine Luftaufnahme ist eine Abbildung, keine Messung. Aus einem Foto lassen sich Grundstücksgrenzen nicht rechtsverbindlich ableiten, und wo die Katastergrenze tatsächlich verläuft, sagt nur die Katasterbehörde oder ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur. Für einen Bauantrag wird deshalb weiterhin der amtliche Lageplan gebraucht; die Aufnahme ersetzt ihn nicht. Was sie dagegen sehr gut kann, ist Verhältnisse sichtbar machen. Auf einer Falkenseer Parzelle mit dreißig oder vierzig Metern Tiefe zeigt sie in einem Bild, wie viel Fläche hinter dem Haus tatsächlich liegt, ob dort bereits ein Nebengebäude steht, wie die Nachbarschaft ihre Grundstücke bebaut hat und wo der Baumbestand dicht und wo er licht ist. Für zwei Fragestellungen ist das unmittelbar praktisch. Die erste ist die Frage nach der Nachverdichtung: Bevor eine Bauvoranfrage formuliert wird, hilft ein Blick von oben bei der Einschätzung, ob rückwärtige Bebauung in dieser Nachbarschaft überhaupt vorkommt — ein Gesichtspunkt, der bei der Beurteilung nach § 34 BauGB Gewicht hat. Die zweite ist der Baumbestand. Die Baumschutzsatzung der Stadt Falkensee schützt Bäume ab einem Stammumfang von 40 Zentimetern in einem Meter Höhe, und eine Fällung braucht die Genehmigung des Grünflächenamts. Wer weiß, wo die großen Bäume stehen, plant sein Bauvorhaben so, dass es zu ihnen passt, statt hinterher um jeden Stamm einzeln zu verhandeln. Die Aufnahme aus der Luft liefert dafür die Übersicht, die vom Boden aus schlicht nicht zu bekommen ist.

Was aufgenommen wird

Der Umfang wird vorab festgelegt, weil er den Ablauf des Termins bestimmt:

Senkrechtaufnahme des Grundstücks

Der Blick von oben auf die gesamte Parzelle: Zuschnitt, Lage des Gebäudes, Nebengebäude, versiegelte Flächen und Baumstandorte.

Schrägaufnahmen aus mehreren Richtungen

Sie zeigen das Gebäude im Zusammenhang mit der Umgebung — die Perspektive, die im Exposé am meisten transportiert.

Dachaufnahme

Aus geringer Höhe über der Dachfläche: Eindeckung, Anschlüsse, Bewuchs und Ablagerungen. Unter altem Baumbestand die häufigste Fragestellung.

360-Grad-Panorama

Ein Rundumbild vom Standpunkt über dem Grundstück, das Lage, Nachbarschaft und Umfeld in einer einzigen Ansicht erfassbar macht.

Was vor dem Termin geklärt wird

Ein Flug ist schnell erledigt, die Vorbereitung entscheidet über die Verwertbarkeit:

  • Standortbezogene Flugbeschränkungen

    Vor jedem Termin wird geprüft, welche Beschränkungen am konkreten Ort gelten. Über Naturschutzgebieten und in weiteren geschützten Bereichen ist der Betrieb nur eingeschränkt oder mit Erlaubnis zulässig.

  • Zustimmung der Beteiligten

    Aufnahmen über einem Grundstück werden mit der Eigentümerseite abgestimmt; Nachbargrundstücke werden nicht gezielt erfasst.

  • Jahreszeit und Belaubung

    Kiefern verdecken das Grundstück ganzjährig, Laubbäume nur im Sommer. Für Aufnahmen, die den Boden zeigen sollen, ist die laubfreie Zeit deutlich günstiger.

  • Verwendungszweck

    Exposé, Planung oder Dachbeurteilung verlangen unterschiedliche Flughöhen, Blickwinkel und Auflösungen.

  • Gewünschte Ausleitung

    Einzelbilder, Panorama oder eine Bildserie zur Dokumentation — das legen wir vorher fest, damit der Termin nicht wiederholt werden muss.

Wofür Falkenseer Eigentümer die Aufnahme bestellen

Verkauf eines Hauses auf tiefer Parzelle

Der Grundriss zeigt ein normales Haus, die Luftaufnahme zeigt das Grundstück, für das Interessenten aus Berlin herausfahren.

Dachbeurteilung unter alten Kiefern

Nadeln in den Kehlen, Moos auf der Nordseite, überhängende Äste: Vom Boden aus nicht einsehbar, aus geringer Höhe in wenigen Minuten dokumentiert.

Vorbereitung einer Bauvoranfrage

Die Aufnahme zeigt, wie die Nachbarschaft ihre Grundstücke bebaut hat — eine Grundlage für die Frage nach dem Einfügen einer rückwärtigen Bebauung.

Dokumentation vor einem Fällantrag

Standorte und Kronendurchmesser der großen Bäume werden sichtbar und lassen sich mit dem geplanten Baufeld in Beziehung setzen.

Wie der Termin abläuft

Vier Schritte, von denen der Flug der kürzeste ist:

  1. Zweck und Umfang festlegen

    Wir klären, welche Fragen die Bilder beantworten sollen, und leiten daraus Perspektiven, Höhen und Zahl der Aufnahmen ab.

  2. Standort prüfen

    Vor dem Termin werden die am Ort geltenden Beschränkungen geprüft und der Ablauf mit der Eigentümerseite abgestimmt.

  3. Aufnahme

    Der eigentliche Flug dauert überschaubar lange; aufgenommen werden Senkrecht-, Schräg- und Dachperspektiven sowie das Panorama.

  4. Aufbereiten und übergeben

    Die Bilder werden ausgewählt, aufbereitet und in den Formaten geliefert, die für Exposé oder Planung gebraucht werden.

Was den Aufwand bestimmt

Vier Punkte, die den Umfang eines Falkenseer Termins erklären:

  • Umfang des Bildmaterials

    Eine einzelne Übersicht ist schnell erstellt. Eine vollständige Dokumentation mit Dachaufnahmen und Panorama verlangt mehr Positionen und mehr Nachbearbeitung.

  • Prüfaufwand am Standort

    Je nach Lage sind Beschränkungen zu prüfen und gegebenenfalls Erlaubnisse einzuholen, bevor geflogen werden darf.

  • Baum- und Sichtsituation

    Dichter Kiefernbestand erschwert die Erfassung der Bodenflächen und verlangt zusätzliche Perspektiven.

  • Nachbearbeitung

    Ein Panorama muss zusammengesetzt werden, eine Bilddokumentation sortiert und beschriftet. Das ist mehr Arbeit als die reine Aufnahme.

Alle Leistungen in Falkensee

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