Grundriss als .dwg-Datei in Erlangen — editierbar trotz PDF-Bauvorlage und Stadtarchiv-Akte

Für den Bauantrag hält die Stadt Erlangen einen Online-Assistenten im BayernPortal bereit: Formulare werden dort durch Abfragen ersetzt, Bauunterlagen als PDF hochgeladen, die Unterschrift durch eine Anmeldung mit BayernID oder Unternehmenskonto. Wer daraus schließt, damit liege bereits eine offene, bearbeitbare Zeichnung vor, verwechselt zwei unterschiedliche Dinge: Das Ergebnis bleibt ein feststehendes PDF, keine CAD-Datei. Für Bestandsobjekte kommt eine zweite Hürde hinzu – die städtischen Bauakten liegen nicht beim Bauaufsichtsamt, sondern beim Stadtarchiv Erlangen, und dort nur nach Terminvereinbarung mit Berechtigungsnachweis. Wer den Grundriss tatsächlich weiterverarbeiten will, sei es als Architekturbüro, Statiker oder Handwerksbetrieb, braucht deshalb eine dritte Fassung: eine editierbare .dwg-Datei, die weder das Behörden-PDF noch die Archivakte ersetzen kann, aber genau die Lücke dazwischen schließt. Ohne sie beginnt jede weiterverarbeitende Stelle faktisch bei null und zeichnet den vorhandenen Grundriss zunächst komplett neu, bevor die eigentliche Planung überhaupt starten kann.

Wozu eine editierbare Zeichnung in der Praxis dient

Zwei Situationen, in denen sich die .dwg-Datei in Erlangen auszahlt, unabhängig davon, ob es sich um einen Neubau oder ein historisches Bestandsgebäude handelt:

Weiterplanung nach erteilter Baugenehmigung

Ein Umbau, eine Tragwerksprüfung oder eine Entwurfsvertiefung braucht eine bearbeitbare Grundlage, statt den Grundriss erneut aus dem PDF zu digitalisieren – Ebenen und Maßketten der Datei lassen sich unmittelbar übernehmen.

Ausschreibung bei mehreren beteiligten Gewerken

Sanierungen in Bestandsgebäuden laufen zuverlässiger, wenn Elektro-, Sanitär- und Malerbetrieb dieselbe maßgenaue Datei zugrunde legen, statt jeweils eigene Aufmaße anzufertigen.

Vorbereitung eines Vorbescheids oder Bauantrags

Wer selbst noch Varianten durchspielt, bevor der endgültige Plansatz entsteht, kann in einer editierbaren Datei schneller unterschiedliche Grundrissvarianten testen als in einem starren PDF.

Bestandteile der Lieferung

Zur editierbaren Datei gehört mehr als eine bloße Zeichnung:

  • Grundriss im .dwg-Format

    Mit denselben Maßen wie die zugehörige PDF-Bauvorlage, geöffnet und weiterbearbeitet in gängiger CAD-Software.

  • Feste PDF-Fassung für die Einreichung

    Für den Online-Assistenten des BayernPortals oder die postalische Einreichung beim Bauaufsichtsamt bleibt weiterhin die unveränderliche PDF-Version maßgeblich.

  • Sauber getrennte Layer

    Wände, Bemaßung, Beschriftung und Möblierung jeweils auf eigenen Ebenen, damit sich Bestandteile gezielt aus- und einblenden lassen.

  • Hinweis auf die Herkunft der Zeichnung

    Ob die Datei aus einer Neubauplanung, einem aktuellen Aufmaß oder einer digitalisierten Stadtarchiv-Akte stammt, hilft der weiterverarbeitenden Stelle, die Zuverlässigkeit der Maße richtig einzuschätzen.

.dwg-Datei in Erlangen – aus der Praxis

Umbau eines Barockhauses in der Neustadt

Statt neu aufzumessen, übernimmt das beauftragte Büro den bestehenden Grundriss als .dwg und plant den Umbau unmittelbar darauf auf.

Tragwerksprüfung für einen Dachgeschossausbau

Der Statiker ergänzt Lastannahmen direkt in der vorhandenen Zeichnung, ohne die Deckenkonstruktion zunächst selbst neu erheben zu müssen.

Sanierungsausschreibung in der Altstadt

Alle angefragten Handwerksbetriebe kalkulieren anhand derselben Datei – Abweichungen durch unterschiedliche, eigene Aufmaße entfallen.

Erste Digitalisierung einer Stadtarchiv-Akte

Liegt die Bauakte eines historischen Gebäudes nur auf Papier vor, entsteht mit der .dwg-Datei überhaupt erst eine elektronisch veränderbare Fassung.

Kernsanierung mit mehreren Fachplanungen

Heizungs-, Elektro- und Sanitärplanung greifen bei einer umfassenden Sanierung auf dieselbe Layer-Struktur zurück, statt jede Fachplanung getrennt zu digitalisieren.

Umnutzung eines Gewerberaums im Erdgeschoss

Für die Planung neuer Sanitär- und Elektroanschlüsse übernimmt das beauftragte Fachbüro den bestehenden Grundriss als .dwg, statt die Fläche vorab erneut zu vermessen.

Von der Bestandsaufnahme zur editierbaren Datei

So kommen Sie zu Ihrer Erlanger .dwg-Datei:

  1. Grundriss aus Bestand oder Neuplanung ableiten

    Grundlage sind die Bauakte des Stadtarchivs oder ein aktuelles Aufmaß.

  2. Zusätzlich als .dwg exportieren

    Mit sauber angelegten Ebenen, neben der PDF-Fassung für das Bauaufsichtsamt.

  3. Format auf den Empfänger abstimmen

    Je nach eingesetzter CAD-Software des jeweiligen Büros oder Betriebs.

  4. Datei übergeben

    Sofort einsatzbereit, ohne dass eine Papierakte erst erneut digitalisiert werden muss.

Kostenfaktoren für eine .dwg-Datei in Erlangen

Diese Punkte beeinflussen den Aufwand:

  • Herkunft der Ausgangszeichnung

    Eine Datei aus laufender Neubauplanung liegt oft schon digital vor; eine Papierakte aus dem Stadtarchiv braucht zusätzlichen Digitalisierungsaufwand.

  • Unregelmäßigkeit des Grundrisses

    Mehrfach umgebaute Neustadt- oder Altstadthäuser verlangen mehr Sorgfalt als ein regelmäßiger Neubauzuschnitt.

  • Zahl der Geschosse

    Jede zusätzliche Etage als eigene editierbare Ebene erhöht den Aufwand.

  • Individuelle Formatwünsche

    Vorgaben des empfangenden Büros zu Version oder Ebenenaufbau können den Aufwand beeinflussen.

  • Zahl der beteiligten Fachplanungen

    Sollen mehrere Gewerke dieselbe Datei nutzen, lohnt sich eine von vornherein abgestimmte Layer-Struktur.

  • Denkmalschutzrechtlicher Abstimmungsbedarf

    Bei einem Gebäude im Ensemble Altstadt/Neustadt können zusätzliche Bestandsangaben in die Datei einfließen, die eine spätere Abstimmung mit der Denkmalpflege erleichtern.

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