360°-Luftaufnahmen in Bremerhaven — Drohnenflüge zwischen stillgelegtem Flugplatz und aktivem Hafenbetrieb

Wer in Bremerhaven eine Immobilie aus der Luft fotografieren möchte, muss seltener an einen Verkehrsflughafen denken als in vielen anderen deutschen Großstädten – der eigene Verkehrslandeplatz Bremerhaven-Luneort im Fischereihafen wurde bereits zum 1. März 2016 endgültig stillgelegt. An seine Stelle als relevante Einschränkung tritt in Bremerhaven ein anderer Faktor: die aktiven Hafenanlagen selbst. Größere Hafenbereiche gelten nach der Luftverkehrs-Ordnung als Industrieanlagen, über und in deren unmittelbarer Nähe der Drohnenbetrieb grundsätzlich untersagt ist, sofern nicht der Anlagenbetreiber oder die zuständige Behörde ausdrücklich zustimmt. Für eine Immobilie mitten in der Stadt oder in einem gewöhnlichen Wohngebiet ändert das wenig – für ein Objekt in Hafennähe entscheidet die genaue Lage dagegen darüber, ob und wie ein Drohnenflug überhaupt möglich ist.

Welche Lage in Bremerhaven eine Sondererlaubnis verlangt

Ob ein Drohnenflug in Bremerhaven ohne Weiteres möglich ist, hängt in erster Linie von der Nähe zu aktiven Hafenanlagen ab:

  • In und über den als Industrieanlagen eingestuften Hafenbereichen ist der Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge grundsätzlich untersagt, solange keine Zustimmung des Betreibers oder eine behördliche Erlaubnis vorliegt.
  • Für Immobilien außerhalb dieser Anlagen – der weit überwiegende Teil des Stadtgebiets – bestehen keine vergleichbaren Einschränkungen; die allgemeinen Regeln der offenen Kategorie der EU-Drohnenverordnung reichen dort aus.
  • Der stillgelegte Verkehrslandeplatz Luneort begründet seit 2016 keine eigene Kontrollzone mehr, sodass sich die frühere flughafenbezogene Einschränkung für das Fischereihafen-Gebiet insoweit erübrigt hat.
  • Maßgeblich bleibt in jedem Fall der aktuelle Stand der Geozonen, weil sich Nutzung und Abgrenzung von Hafenflächen im Zuge des fortlaufenden Strukturwandels verändern können.
Vom Flugplatz zur Hafenfläche als eigentlicher Einschränkung

Bremerhaven zeigt einen Sonderfall der bundesweiten Drohnenregulierung: Statt wie in vielen anderen Großstädten um die Kontrollzone eines aktiven Verkehrsflughafens zu kreisen, dreht sich die Frage hier um die eigenen, im internationalen Warenumschlag stehenden Hafenanlagen. Der frühere Verkehrslandeplatz Bremerhaven-Luneort auf einer kleinen Insel im Fischereihafen wurde 2016 endgültig geschlossen, nachdem dort seit den 1950er-Jahren zunächst Segel- und ab 1959 auch Motorflugbetrieb stattgefunden hatte. Die heute relevante Einschränkung hat damit nichts mehr zu tun: Sie ergibt sich aus dem laufenden Betrieb der Hafenanlagen selbst, die als Industrieanlagen nach § 21h LuftVO eigene, vom Luftverkehr unabhängige Schutzzonen begründen. Für eine Immobilie am Rand eines aktiven Hafenareals bedeutet das, vor dem Flug gezielt zu prüfen, ob die Adresse noch innerhalb einer solchen Zone liegt – unabhängig davon, wie weit sie von einem klassischen Flughafen entfernt ist.

Drei Lagen, drei unterschiedliche Ausgangssituationen

Je nach Standort der Immobilie ergeben sich in Bremerhaven unterschiedliche Voraussetzungen für den Flug:

Immobilie in Wohngebieten oder an der Deichlinie

Hier bestehen in aller Regel keine besonderen Einschränkungen – der Flug läuft nach den allgemeinen Regeln der offenen Kategorie der EU-Drohnenverordnung.

Immobilie am Rand eines aktiven Hafenareals

Vor dem Flug wird geprüft, ob die Adresse innerhalb oder in unmittelbarer Nähe einer als Industrieanlage eingestuften Fläche liegt. Ist das der Fall, wird die Zustimmung des Betreibers oder eine behördliche Erlaubnis eingeholt.

Ehemaliges Flugplatzgelände Luneort

Seit der Stilllegung 2016 gilt hier keine eigene Kontrollzone mehr; für Immobilien in diesem Bereich ist stattdessen die Nähe zu den weiterhin aktiven Fischereihafen-Anlagen die relevante Prüffrage.

Was für Luftaufnahmen in Bremerhaven vorab geklärt wird

Vor dem eigentlichen Flug steht die Prüfung der Rahmenbedingungen:

  • Lage der Immobilie gegenüber aktiven Hafenflächen

    Abgleich der Adresse mit den aktuellen Geozonen, insbesondere im Umfeld von Überseehafen, Container- und Automobilterminals.

  • Zustimmung des Anlagenbetreibers oder behördliche Erlaubnis, falls erforderlich

    Wird eingeholt, sobald sich die geplante Aufnahme einer als Industrieanlage eingestuften Fläche nähert.

  • Registrierung und Kompetenznachweis des Piloten

    Je nach Unterklasse der offenen Kategorie sind Betreiberregistrierung und ein passender Kompetenznachweis Voraussetzung für den Flug.

360°-Luftaufnahmen in Bremerhaven – Beispiele aus der Praxis

Einfamilienhaus in Leherheide-West

Ohne Nähe zu Hafenanlagen oder anderen Schutzzonen lässt sich hier in aller Regel ohne besondere Einschränkung fliegen.

Gewerbeimmobilie am Rand des Automobil-Umschlaghafens

Wegen der Nähe zur als Industrieanlage eingestuften Fläche wird vorab geprüft, ob eine Zustimmung des Betreibers eingeholt werden muss.

Wohnung in den Havenwelten nahe Klimahaus und Auswandererhaus

Das touristisch geprägte Areal am Neuen Hafen liegt außerhalb der eigentlichen Industrieflächen, sodass Aufnahmen hier meist unkompliziert möglich sind.

Objekt auf dem ehemaligen Flugplatzgelände Luneort

Die frühere Kontrollzone entfällt seit 2016 vollständig; maßgeblich ist stattdessen die Nähe zu den weiterhin betriebenen Teilen des Fischereihafens.

Reihenhaus in Grünhöfe

Auch hier gilt die allgemeine Prüfung gegen aktuelle Geozonen, fällt aber angesichts der Entfernung zu Hafen- oder anderen Schutzflächen in aller Regel unkompliziert aus.

So entstehen Ihre Luftaufnahmen für Bremerhaven

Von der Zonenprüfung bis zur fertigen Aufnahme:

  1. Lage der Immobilie prüfen

    Abgleich mit den aktuellen Geozonen über die Digitale Plattform für unbemannte Luftfahrt (DIPUL).

  2. Zustimmung oder Erlaubnis einholen, falls nötig

    Bei Nähe zu einer aktiven Hafenanlage wird die Zustimmung des Betreibers oder eine behördliche Erlaubnis beantragt.

  3. Flugtermin planen

    Unter Berücksichtigung von Wetter, Lichtverhältnissen und gegebenenfalls erteilter Zustimmung.

  4. Aufnahmen erstellen

    360°-Perspektiven von Gebäude, Grundstück und Umgebung.

  5. Für Exposé und Portale aufbereiten

    In digitaler Auflösung, passend für Immobilienportale und Vermarktungsunterlagen.

Was den Preis für Luftaufnahmen in Bremerhaven beeinflusst

Diese Faktoren spielen eine Rolle:

  • Nähe zu aktiven Hafenanlagen

    Eine Lage nahe einer als Industrieanlage eingestuften Fläche bedeutet zusätzlichen Vorlauf für die Zustimmung des Betreibers oder eine behördliche Erlaubnis.

  • Grundstücksgröße und Umgebung

    Ein großes Grundstück oder eine komplexe Umgebung erfordert mehr Aufnahmen als ein einzelnes Reihenhaus.

  • Wetter- und Lichtabhängigkeit

    Wirkt sich auf die Terminplanung und gegebenenfalls nötige Wiederholungstermine aus.

  • Zahl und Art der gewünschten Perspektiven

    Reine 360°-Rundgänge unterscheiden sich im Aufwand von zusätzlichen Einzelaufnahmen aus mehreren Höhen und Winkeln.

Alle Leistungen in Bremerhaven

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