Bemaßte Schnittzeichnungen in Bergisch Gladbach — Geschosshöhen vom Altstadthaus bis zur Werkhalle

Geschosshöhen, Dachneigung, Kniestock und Deckenaufbau zeigt erst der Schnitt, während Grundriss und Ansicht solche vertikalen Zusammenhänge außen vor lassen. In Bergisch Gladbach treffen dabei unterschiedliche bauliche Ausgangslagen aufeinander. Ältere Wohnhäuser rund um die historischen Kerne von Gladbach und Bensberg wurden häufig mit unterschiedlichen, über die Jahrzehnte mehrfach veränderten Geschosshöhen errichtet, während die seit den 1970er-Jahren gewachsenen Wohngebiete regelmäßiger geschnittene Neubauten mitbrachten. Eine dritte, ganz eigene Konstruktionslogik zeigen die Werkhallen des früheren Zanders-Werksgeländes an der Gohrsmühle: Für die industrielle Papierproduktion ausgelegte Hallenhöhen und Stützenraster unterscheiden sich grundlegend von dem, was eine künftige Wohn- oder Büronutzung tatsächlich benötigt.

Was ein Schnitt für Bergisch Gladbach zeigen muss

Auch beim Schnitt gelten die formalen Grundregeln der Bauprüfverordnung NRW, hier jedoch bezogen auf die vertikale Struktur des Gebäudes:

  • Der Regelmaßstab liegt bei 1:100; Geschosshöhen, Dachneigung und wesentliche Aufbauten müssen vollständig bemaßt sein.
  • Deckenkonstruktion und Dachaufbau zählen zu den wesentlichen Bauprodukten und Bauarten, die aus der Zeichnung klar hervorgehen müssen.
  • Bei einem Eingriff in ein bestehendes Gebäude ist zweifelsfrei zu kennzeichnen, was am Bestand bleibt und was neu hinzukommt.
Wo die Vollgeschoss-Grenze im Bestand eng wird

Ob ein neu ausgebautes Geschoss überhaupt als Vollgeschoss in die zulässige Geschosszahl einfließt, entscheidet allein die im Schnitt nachgewiesene Raumhöhe – die konkrete Schwelle dafür legt jedes Bundesland selbst fest. Für ein Bergisch Gladbacher Dachgeschoss ist der Schnitt damit oft die Zeichnung, die über Erfolg oder Misserfolg des ganzen Vorhabens entscheidet. Bei den großzügiger bemessenen Geschossen älterer Häuser rund um Gladbach und Bensberg bleibt meist reichlich Spielraum bis zur kritischen Marke. In einem kompakter geplanten Wohnhaus aus den jüngeren Wohngebieten dagegen kann schon ein knapper bemessener Kniestock den Ausschlag geben.

Wohnungsbau oder Werkhallenumbau — unterschiedliche Ausgangslagen

Woher der Schnitt seine Maße bezieht, hängt von der Ausgangslage ab:

Neubau ohne Bestandszwang

Bei einem komplett neuen Gebäude entwickeln sich Geschosshöhen und Dachaufbau gemeinsam mit Grundriss und Ansicht aus derselben Planung.

Ausbau innerhalb vorhandener Wände

Vor dem eigentlichen Schnitt steht hier zunächst ein Aufmaß der bestehenden Geschosshöhen und der vorhandenen Dachkonstruktion.

Konstruktion aus einer ganz anderen Nutzung heraus

Bei einer Werkhalle an der Gohrsmühle nimmt der Schnitt zunächst eine Struktur auf, die für weit größere Lasten und Spannweiten ausgelegt wurde, als eine künftige Wohn- oder Büronutzung je bräuchte.

Diese Zeichnungen gehören zu einem vollständigen Bergisch Gladbacher Schnitt

Allein steht ein Schnitt selten – er ist Teil eines mit Grundriss und Ansicht abgestimmten Satzes:

  • Schnittführung durch die maßgeblichen Gebäudeteile

    Bemaßt im Regelmaßstab 1:100, mit vollständigen Angaben zu Geschosshöhen, Dachneigung und relevanten Aufbauten.

  • Abstimmung mit Grundriss und Ansicht

    Erst wenn alle drei Zeichnungen gegeneinander geprüft sind, stimmen Geschosshöhen, First- und Traufhöhe durchgängig überein.

  • Bemaßte Raumhöhe im Dachbereich

    Beim Dachgeschossausbau entscheidend: Nur die im Schnitt bemaßte Höhe unter der Schräge belegt, ob und wo das Geschoss als Vollgeschoss zählt.

Bemaßte Schnittzeichnungen in Bergisch Gladbach – Beispiele aus der Praxis

Dachgeschossausbau in einem älteren Haus im Ortskern von Gladbach

Die vorhandene Geschosshöhe erlaubt oft einen komfortablen Kniestock – der Schnitt weist die nutzbare Raumhöhe unter der Schräge nach.

Dachgeschossausbau in einem Wohnhaus aus einem jüngeren Wohngebiet

Die knapper bemessene Firsthöhe macht eine genaue Schnittdarstellung besonders wichtig – hier kann bereits eine geringe Änderung am Dachaufbau über die Genehmigungsfähigkeit entscheiden.

Schnitt durch eine Werkhalle an der Gohrsmühle

Der Schnitt zeigt, welche Stützen und Träger die ursprüngliche, deutlich höhere industrielle Last noch mittragen müssen und wo eine neue Zwischenebene möglich wird.

Anbau an ein Wohnhaus in Herkenrath

Der Schnitt gleicht die Geschosshöhe des Anbaus mit der des Bestandsgebäudes ab, damit Deckenanschlüsse und Dachaufbau widerspruchsfrei zusammenpassen.

Kellerausbau in einem Reihenhaus in Paffrath

Vor dem Ausbau zu Wohnzwecken zeigt der Schnitt die vorhandene Geschosshöhe im Keller und die Lage von Leitungen und Fenstern, die für einen Aufenthaltsraum ausreichend groß sein müssen.

Der Weg zu Ihrem Bergisch Gladbacher Schnitt

Von der ersten Bestandsaufnahme bis zur fertigen Zeichnung:

  1. Schnittebene festlegen

    Es wird bestimmt, an welcher Stelle geschnitten werden muss, damit Geschosshöhen und Dachaufbau eindeutig erkennbar werden.

  2. Werte beschaffen

    Eine aktuelle Bauakte der Bauaufsicht liefert die Zahlen, wo sie fehlt oder veraltet ist, übernimmt das eine eigene Vermessung.

  3. Zeichnung anfertigen

    Im Regelmaßstab 1:100, vollständig mit den nach der Bauprüfverordnung NRW verlangten Angaben.

  4. Mit den übrigen Plänen abgleichen

    Erst nach dem Abgleich mit Grundriss und Ansicht gilt der gesamte Plansatz als widerspruchsfrei.

  5. An die Bauaufsicht übergeben

    Besonders bei einem genehmigungskritischen Dachgeschossausbau geht die Zeichnung sorgfältig geprüft ans Rathaus Bensberg.

Was den Preis für einen Bergisch Gladbacher Schnitt beeinflusst

Der Aufwand einer bemaßten Schnittzeichnung hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Anzahl nötiger Schnittführungen

    Ein einheitlich aufgebautes Gebäude kommt häufig mit einem einzigen Schnitt aus, ein verwinkeltes älteres Haus oder eine ausgedehnte Halle verlangt dagegen mehrere Schnittebenen.

  • Herkunft der Konstruktionsdaten

    Maße aus einer laufenden Neubauplanung liegen schneller vor als die einer historisch gewachsenen oder industriellen Konstruktion, die erst erfasst werden muss.

  • Detailgrad des Dachaufbaus

    Ein einfaches Satteldach lässt sich zügig darstellen; Gauben, Kniestöcke und mehrfach geknickte Dachflächen erfordern mehr Zeichenaufwand.

  • Zahl der Geschosse

    Je mehr Ebenen ein Gebäude hat, desto mehr Einzelwerte müssen erfasst und zusammengeführt werden.

Alle Leistungen in Bergisch Gladbach

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