Abgeschlossenheitsbescheinigung in Bergisch Gladbach — von der Bauaufsicht im Rathaus Bensberg geprüft

Für die Abgeschlossenheitsbescheinigung gibt es in Bergisch Gladbach eine einzige Anlaufstelle: die Bauaufsicht der Stadt im Rathaus Bensberg. Anders als in Städten mit mehreren Bezirksämtern entfällt hier die Frage, welche von mehreren Behörden zuständig ist – die Frage lautet eher, wie der zugrunde liegende Aufteilungsplan aufbereitet sein muss, damit die Behörde ihn ohne Rückfrage prüfen kann. Das nordrhein-westfälische Landesrecht eröffnet über § 7 Abs. 4 WEG grundsätzlich auch die Möglichkeit, die Bescheinigung durch einen staatlich anerkannten Sachverständigen statt durch die Bauaufsichtsbehörde ausstellen zu lassen; für Bergisch Gladbach selbst ließ sich bei der Recherche zu dieser Seite kein eigenständiger, aktiv beworbener Sachverständigen-Weg speziell für Abgeschlossenheitsbescheinigungen bestätigen – in der Praxis läuft der Antrag über die Bauaufsicht der Stadt.

Was die Bergisch Gladbacher Bauaufsicht bei der Abgeschlossenheitsbescheinigung prüft

Bundesweit beschränkt sich die Prüfung auf dieselben Kriterien der baulichen Abgeschlossenheit nach dem Wohnungseigentumsgesetz:

  • Geprüft wird ausschließlich die bauliche Abgeschlossenheit der Einheiten anhand der eingereichten Zeichnungen – ein eigener abschließbarer Zugang und eine Abgrenzung gegenüber Gemeinschaftsflächen und anderen Einheiten sind Voraussetzung.
  • Die Ausstellung erfolgt unabhängig davon, ob für das Gebäude eine Baugenehmigung vorliegt – bauordnungsrechtliche Fragen prüft die Bauaufsicht an dieser Stelle bewusst nicht mit.
  • Der zugrunde liegende Aufteilungsplan muss den heutigen tatsächlichen Bauzustand zeigen, nicht nur eine ältere Genehmigungsplanung.
Der Sachverständigen-Weg nach § 7 Abs. 4 WEG

§ 7 Abs. 4 WEG erlaubt den Bundesländern, neben der Bauaufsichtsbehörde auch landesrechtlich zugelassene Sachverständige zur Ausstellung der Abgeschlossenheitsbescheinigung zu befugen – eine Option, die nach den bei der Recherche zu dieser Seite verfügbaren Quellen in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich besteht. Für Bergisch Gladbach selbst ließ sich aber keine eigenständige, öffentlich beworbene Liste anerkannter Sachverständiger speziell für Abgeschlossenheitsbescheinigungen bestätigen. In der Praxis bedeutet das für Bergisch Gladbacher Anträge: Der Weg über die Bauaufsicht der Stadt im Rathaus Bensberg ist der verlässliche Regelfall; wer den Sachverständigen-Weg konkret prüfen will, sollte das vorab direkt mit der Behörde oder einem spezialisierten Büro klären. Unabhängig davon, welcher Weg gewählt wird, bleibt der Maßstab derselbe: Geprüft wird ausschließlich anhand der eingereichten Zeichnungen, ob jede Einheit baulich abgeschlossen ist – wer diese Zeichnungen von Anfang an vollständig und widerspruchsfrei einreicht, verkürzt die Bearbeitungszeit unabhängig davon, welche Stelle am Ende die Bescheinigung ausstellt.

Zwei Ausgangslagen für Ihre Bergisch Gladbacher Bescheinigung

Ob bereits verwertbare Zeichnungen vorliegen, entscheidet über den Aufwand vor der eigentlichen Antragstellung:

Neubau mit vorhandener Genehmigungsplanung

Liegt bereits eine genehmigte Bauplanung vor, lassen sich die geforderten Zeichnungen meist direkt daraus ableiten.

Bestandsgebäude ohne aktuelle Zeichnungen

Fehlen verwertbare Grundrisse, Schnitt und Ansicht, müssen sie erst erstellt werden – aus der Bauakte der Bauaufsicht, ergänzt um ein Vor-Ort-Aufmaß, wo die Akte nicht ausreicht.

Welche Unterlagen Ihr Bergisch Gladbacher Antrag braucht

Der Antrag an die Bauaufsicht der Stadt verlangt konkret:

  • Bauzeichnungen mit durchgehender Nummerierung

    Grundrisse aller Geschosse, Schnitt und Ansicht, mit eindeutiger Zuordnung jeder Wohnung und jedes Raums.

  • Antragstellung bei der Bauaufsicht der Stadt

    Der Antrag geht schriftlich oder per E-Mail an die zuständige Stelle im Rathaus Bensberg.

  • Eigentumsnachweis

    Ein aktueller Nachweis über das Eigentum am Grundstück beziehungsweise Gebäude rundet die Antragsunterlagen ab.

Abgeschlossenheitsbescheinigungen in Bergisch Gladbach – Beispiele aus der Praxis

Älteres Wohnhaus im Ortskern von Gladbach mit historischem Grundriss

Der historische Plan aus der Entstehungszeit zeigt nicht mehr den heutigen Zuschnitt. Erst ein aktuelles Aufmaß liefert die für die Bescheinigung nötigen, durchgehend nummerierten Zeichnungen.

Neubauprojekt in einem jüngeren Wohngebiet mit direkt verwertbarer Genehmigungsplanung

Die vorliegenden Bauunterlagen dienen unmittelbar als Grundlage – die Bescheinigung lässt sich ohne zusätzliche Vermessung beantragen.

Mehrfamilienhaus in Bensberg mit unvollständig eingereichten Unterlagen

Weil einzelne Räume oder Nebenflächen nicht gekennzeichnet waren, fordert die Bauaufsicht die fehlenden Angaben nach – ein Aufwand, der sich mit vollständigen Unterlagen von Anfang an vermeiden lässt.

Aufteilung eines Zweifamilienhauses in Schildgen

Für ein kleines Haus mit nur zwei Einheiten gilt derselbe Maßstab wie bei einem größeren Mehrfamilienhaus: Beide Wohnungen müssen baulich abgeschlossen sein und im eingereichten Plan eindeutig voneinander abgegrenzt werden.

So läuft Ihre Abgeschlossenheitsbescheinigung in Bergisch Gladbach ab

Der rechtliche Rahmen ist bundesweit derselbe. In Bergisch Gladbach kommt es vor allem auf die vollständige Aufbereitung der Zeichnungen an:

  1. Zeichnungen vorbereiten

    Grundrisse, Schnitt und Ansicht werden aus vorhandener Genehmigungsplanung, Bauakte oder Aufmaß erstellt beziehungsweise zusammengestellt.

  2. Einheiten nummerieren

    Jede Wohnung und jede Nebenfläche erhält eine durchgehende, eindeutige Nummer.

  3. Antrag einreichen

    Der Antrag geht mit den Zeichnungen und dem Eigentumsnachweis an die Bauaufsicht der Stadt im Rathaus Bensberg.

  4. Prüfung durch die Bauaufsicht

    Geprüft wird die bauliche Abgeschlossenheit anhand der eingereichten Zeichnungen, unabhängig vom bauordnungsrechtlichen Status des Gebäudes.

  5. Bescheinigung erhalten und an Notar übergeben

    Mit erteilter Bescheinigung ist die technische Voraussetzung für die notarielle Teilungserklärung erfüllt.

Was den Aufwand einer Abgeschlossenheitsbescheinigung in Bergisch Gladbach beeinflusst

Weniger die Frage des richtigen Amts als der Zustand der Zeichnungen entscheidet über den Aufwand:

  • Vollständigkeit der Zeichnungen

    Fehlt eine durchgehende Nummerierung oder eine eindeutige Zuordnung, fordert die Bauaufsicht nach – das verlängert den Vorgang gegenüber einem vollständigen Erstantrag.

  • Zustand vorhandener Bestandsunterlagen

    Eine direkt verwertbare Genehmigungsplanung spart gegenüber einer vollständigen Neuerstellung aus Bauakte oder Aufmaß erheblich Zeit.

  • Alter und Lage des Gebäudes

    Für Gebäude in den älteren Ortskernen von Gladbach und Bensberg ist ein vorbereitendes Aufmaß häufiger nötig als bei jüngerem Baubestand.

  • Anzahl der Wohnungen und Räume

    Mehr Einheiten mit jeweils mehreren Räumen erhöhen den Aufwand für die Nummerierung gegenüber einer einzelnen, klar geschnittenen Wohnung.

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